Was stört mich an KDE Plasma?

Mondgesang schrieb:
Hatte nur gedacht, dass das vielleicht ein altbekanntes Ding sei oder dass weitere Leidensgenossen weiter sind als ich.
Naja, wie gesagt: Du monierst den Default Auslieferungszustand einer Desktop Umgebung, die gleichzeitig dafür bekannt ist, so wandelbar zu sein, wie keine andere. Daher hast du ja eigentlich einen ganzen Strauß an Möglichkeiten mit Boardmitteln und insbesondere mit Kvantum, welches einem eine noch feingranularere Möglichkeit gibt, das Erscheinungsbild anzupassen. Ich würde da an deiner Stelle einfach mal mit spielen. Viele Themes kommen gleich als ganzer Satz anzupassender Sachen unter dem gleichen Namen daher, mit nahezu allem, inklusive, Icons, Cursor, Farben und teilweise auch Kvantum Themes. Ich hatte z.B. eine ganze Zeit lang das Theme mit dem unscheinbar klingenden Namen "Otto". Gerade in KDE ist wirklich viel möglich.

Ich bin selbst der Meinung, dass KDE mehr polish für das Visuelle braucht. War ich auch stets. Andererseits schätze ich, dass das Korsett in KDE nicht so eng geschnürt ist, was Veränderungen angeht, wie bei anderen DEs. Das macht da einiges wett, wenn man sich die Zeit nimmt. Für deinen Fall würde ich sagen, es lohnt sich.

Wenn du Angst hast, was zu verbasteln? Nichts leichter als das: Leg dir einen zusätzlichen User an und bastel dort nach Herzenslust und lerne, das gefährdet deinen normalen Nutzer nicht.
 
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Helpmaster5000 schrieb:
Ich finde sonst alle Linux Desktops vom Gefühl gegenüber Windows deutlich unterlegen.
Diese Aussage finde ich total spannend und habe ich so noch nie gehört :). Was macht denn den Windows-Explorer so überlegen gegenüber den Linux-Desktops?
An den Funktionen kann es nicht liegen, da haben die großen Linux-Desktop alle mind. gleich viel zu bieten.
 
Also bez Themes gibts zb das hier https://github.com/daniruiz/flat-remix-kde, das finde ich schon recht ansprechend. Das wäre meine Kritik dazu, die sich auch in allen Themes wiederfindet:

window-preview.png


Edit: Vielleicht liegts am Icons-Set?

Da kann es sein, dass Ordner unten-aligned sind in der quadratischen Leinwand eines Icons und eben nicht ganz so hoch sind, wie Platz wäre?

Ev bin ich deswegen irgendwann bei den Faenza/Faence/Delft Icons gelandet.
https://github.com/madmaxms/iconpack-delft
 
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Also so Sachen wie Abstände etc. sind mit Kvantum konfigurierbar, auch für's aktuelle Theme.
Bildschirmfoto_20260420_120314.png
 
Mondgesang schrieb:
Und trotz all dem brennt mich KDE irgendwie immer aus und das erstaunlich schnell. Meine ersten Gehversuche mit KDE dauerten keine Stunde, da war ich fertig.
Ist wahrscheinlich keine sehr faire Betrachtung wenn es nur so kurz ist.

Ich kann dir sagen war mich stört. Kontraste sowohl beim hellen Breeze wie beim dunklen Breeze Theme passen für mich nicht. Und ja ich weiss man kann Farben anpassen - aber da smuss einfahc per Default gut sein.

Dann nutze ich noch unheimlich viel GTK Programme und die Favoriten die ich anlege erscheinen dort beim öffnen/speichern Dialog nicht. Was völlig bescheuert ist.

Aus irgendeinem Grund kann KDE meine GPG Passwörter nicht sichern. und ich muss die bei jedme GIT Commit erneut eingeben, statt das das im Wallet gespeichert wird. Nervend
 
Helpmaster5000 schrieb:
Ich finde sonst alle Linux Desktops vom Gefühl gegenüber Windows deutlich unterlegen.
Ohne Scherz, jedes mal wenn ich mal aus Gründen nen Windows Desktop wieder vor die Nase bekomme fühle ich mich jedes mal ins Mittelalte zurückversetzt :-) aber so sind die Ansichten verschieden.
(Wenn ich jetzt alleine schon nur die Oberfläche und die Bedienungen Windows vs KDE Betrachte)
 
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Diese Bedienung nur als EIN Beispiel Bietet Windows nicht:
Ein klick auf die eingestellte Maustaste in der Übersicht kann ich hin und her wechseln und auch Fenster verschieben.

(Hat etwas gedauert, ich hatte vor das Beispiel zu zeigen, aber ohne alle meine Privaten Inhalte deswegen da nur 2 Fenster)
Und noch EIN Beispiel, das fast jeder kennen wird. Fenster auf der Desktop Fläche Verschieben und Größe ändern ohne oben den Rahmen anfassen zu müssen oder den Rand treffen zu müssen mit [Meta] + Maus Links oder Rechtsklick
je nachdem was von beiden gemacht wird.





 
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Das sind valide Features, die man, wenn man an sie gewöhnt ist, nicht mehr missen möchte. Doch Windows GUI als mittelalterlich argumentiert das in meinen Augen nicht.
 
Mondgesang schrieb:
Habt ihr vielleicht Erfahrungen mit KDE, wo ihr genauer benennen konntet, was euch stört oder anstrengt?
Ja, vier Beispiele:

  • Zuviele Klicks erfordert, überflüssige Infos, falsche Bildchen: Man kann nicht einfach in den Darkmode wechseln, sondern muss ihn in einem Untermenü der Systemeinstellungen anwählen und anschließend noch auf "Anwenden" klicken. Ist zwar leichter zu finden als bei Windows, aber setzt voraus, dass ich Menütitel lesen muss und jedesmal den redundanten Hinweis auf Breeze Light und Breeze Dark, mit Bildchen, die nichtmal dem von mir eingestellten Wallpaper entsprechen. Im Vergleich dazu bei Gnome: Klick aufs Systemtray, Klick auf den Light/Dark-Toggle-Button (echter Toggle-Button!), fertig.
  • Versteckte Menüs, Dysfunktionale Optionen: Beispiel Virtuelle Arbeitsflächen: Dazu muss ich die Suchfunktion innerhalb der Systemeinstellungen (!) bemühen, um die Zahl der Virtuellen Arbeitsflächen zu erhöhen. Aber nicht durch die Erhöhung der Zahl der Arbeitsflächen, das bewirkt gar nichts, sondern durch mehrfaches Klicken auf "+", und natürlich anschließend wieder auf "Anwenden". Im Vergleich dazu bei Gnome: OotB da, man muss gar nichts machen.
  • Antiquiertes, redundantes und unübersichtliches Startmenü: Beispiel: LibreOfficeMath hat mehrere Einträge im Startmenü: Unter "Office", aber auch unter "Lernprogramme". Why? Normalerweise weiß ich, welches Programm ich starten will, da muss ich nicht erst auf die Kategorie des Programms klicken. Und wenn ich "Alle Anwendungen" anklicke, kriege ich eine Liste, durch die ich scrollen muss - wie bei Windows 95 damals. Im letzten Jahrhundert. Bei Gnome: Alle Anwendungen auf einen Blick im Grid.
  • Design-Inkonsequenzen: Die Symbole in der Taskbar sind unterschiedlich groß.
    1776680570322.png
    (Bei Plasma-eigenen Apps wie Discover!)
 
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gimmix schrieb:
Design-Inkonsequenzen: Die Symbole in der Taskbar sind unterschiedlich groß. [IMG]https://www.computerbase.de/forum/attachments/1776680570322-png.1723038/[/IMG] (Bei Plasma-eigenen Apps wie Discover!)
Wobei ich glaube dass hier der Henkel der Einkaufstasche das Problem ist. Sieht mir genau so hoch aus wie das Einstellungssymbol daneben. Aber dadurch eben so skaliert dass die Tasche kleiner ist.

Generell hast du da schon echt einige Punkte genannt. Wobei einige von denen eher technischer Natur sind wie in welchen Kategorien was versteckt ist.

Cinnamon hat ja auch einen fast identischen Aufbau mit Kategorien und da wird mein Auge nicht so beansprucht.
 
Man darf hier aber auch nicht den Gewohnheitseffekt außer acht lassen. Einerseits gewöhnt man sich mit der
Zeit an vieles, andererseits wirkt ungewohntes immer fremd, bzw. springt einem deutlicher ins Auge. Egal ob man jetzt von einer langen Windows Zeit kommt oder eingefleischter Nutzer von Desktop X ist und Y beäugt.
 
Wobei ich sagen muss dass ich mit XFCE oder Cinnamon (mein erster Linux Desktop überhaupt) sofort warm wurde und mich dort gerne einfuchste.
 
Damit war ja nicht gemeint, dass egal was man sich fremdes/neues anguckt, dass dann immer gleichstark irritieren muss oder eben nur auf negative Weise auffällt. Das ist natürlich an den persönlichen Geschmack gekoppelt in der Wahrnehmung.
 
Mir Fällt auch gerade keine Funktion ein die ich vom Windows Desktop/ui vermissen würde.

Je nachdem was man sich unter Linux für nen Desktop aussucht, für gewöhnlich geht unter Linux mehr. WEnn man jetzt an die Tilin WM denkt ,das ist natürlichsehr spezifisch. Aber Gnome ist zwar auch eigen aber auf seine Art kann es auch mehr als der Windows Desktop.

Windows selbst bietet ja halt nur ein Konzept an, das ist halt "ähnlich wie XFCE/KDE"

Abe es ging @Mondgesang ja auch um die Optik, selbstverständlich sind die alle auch irgendwie unterschiedlich.
 
Mondgesang schrieb:
KDE's Standard-Breeze Theme kommt mir irgendwie so scharfkantig daher.
Haha, und ich vermisse schmerzlich QtCurve, weil mir Breeze immer zu rund war. Ich möchte es gern so richtig eckig und mit klaren Kanten und Kontrasten.

Helpmaster5000 schrieb:
Ich finde sonst alle Linux Desktops vom Gefühl gegenüber Windows deutlich unterlegen.
Das ist ja fast schon ein Jehova-Satz. 😅 Ich möchte dem auf jeden Fall widersprechen. In KDE kann ich z. B.:
  • beliebige globale Tastenkürzel anlegen, nicht nur Strg+Alt+Buchstabe, und damit nicht nur Programme starten, sondern auch Aktionen ausführen.
  • Fenster beliebig anfassen zum Verschieben und Vergrößern.
  • Die Knöpfe in der Fenstertitelleiste anpassen.
  • Beliebige Fenster immer im Vordergrund halten, zB einen Editor mit Notizen, die ich für die Arbeit in einem anderen Fenster brauche. Windows kann das prinzipiell auch, aber die Funktion ist nicht global nutzbar sondern muss in der jeweiligen Anwendung stecken.
  • Mit gedrückter Umschalttaste beim Mausrad-Scrollen seitenweise scrollen.
LbreOfficeMath hat mehrere Einträge im Startmenü: Unter "Office", aber auch unter "Lernprogramme". Why?
Die Kategorien müssten aus dem XDGhStandard kommen, oder? Wo ein Programm auftauchen soll, ist in der .desktop-Datei definiert, kommt also eher vom Programm als von KDE.

Was Dolphin angeht, so habe ich mich irgendwann in dessen Anfangszeit an ihn gewöhnt, weil er schnell ist uns nicht zu spartanischen ausgestattet ist. Seit der Umsetzung eines Zweiseitenmodus fehlt mir kaum noch was für einen GUI-Manager. Und es wird gerade wieder an Miller Columns gearbeitet, also die Spaltenansicht wie im Mac Finder.

gimmix schrieb:
Und wenn ich "Alle Anwendungen" anklicke, kriege ich eine Liste, durch die ich scrollen muss - wie bei Windows 95 damals. Im letzten Jahrhundert. Bei Gnome: Alle Anwendungen auf einen Blick im Grid.
Bei GNOME musst du auch scrollen, wenn nicht alles auf einmal rein passt.

Alexander2 schrieb:
Mir Fällt auch gerade keine Funktion ein die ich vom Windows Desktop/ui vermissen würde.
Ich finde tatsächlich dieses schnellen Anschnapp-Fensterlayouts hübsch gemacht, wenn man ein Fenster an den oberen Bildschirmrand zieht. Ich nutze zwar die Tastatur für das Positionieren, aber für Mausschubser ist das sehr bequem.
 
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gimmix schrieb:
Man kann nicht einfach in den Darkmode wechseln, sondern muss ihn in einem Untermenü der Systemeinstellungen anwählen und anschließend noch auf "Anwenden" klicken.
Den Knopf habe ich auch schon mal gesucht und nicht gefunden. Es gibt aber eine Tastenbelegung, die das kann. Bei mir ist da keine Belegung eingetragen. Kann sein, dass da standardmäßig keine drin ist oder ich habe sie irgendwann mal gelöscht.

gimmix schrieb:
Aber nicht durch die Erhöhung der Zahl der Arbeitsflächen, das bewirkt gar nichts, sondern durch mehrfaches Klicken auf "+", und natürlich anschließend wieder auf "Anwenden".
Ich hab ein Miniprogramm im Panel, das mir die Arbeitsflächen zeigt. Mache ich da einen Rechtsklick drauf, kann ich eine hinzufügen.
1776697344836.png

Eine Automatik gibt es bei Gnome, ja. Ich glaube, Cosmic hat auch so was? Ich bin mir unsicher, meine aber, da so was gesehen zu haben.

gimmix schrieb:
LibreOfficeMath hat mehrere Einträge im Startmenü: Unter "Office", aber auch unter "Lernprogramme". Why?
Das wird durch die Kategorien in den .desktop-Dateien festgelegt. Ich habe auch mehrere Programme, die sich auf mehrere Kategorien erstrecken. Ich musste da schon so einiges stutzen.

Für den Anwendungsstarter selber gibt es mehrere Varianten. Probiere bei den Miniprogrammen ruhig mal rum.
Anwendungsmenü:
1776697574307.png

Anwendungsstarter:
1776697627475.png

Anwendungsübersicht:
1776697654092.png

Hat Gnome eigentlich Kategorien bzw. beachtet sie jene in irgendeiner Form, die in den .desktop-Dateien drin stehen?
 
Krik schrieb:
Hat Gnome eigentlich Kategorien
Ja, aber nur per Extensions, z.B. ArcMenu. Standard ist das (ohne Kategorien auskommende) Grid, da kannst du die Ordnung der App-Icons durch Drag&Drop selbst bestimmen, du kannst sie auch stapeln.
1776698643647.png



Gegenfrage an die KDEler: Kann man das Startmenü auch komplett entfernen?
 
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gimmix schrieb:
Gegenfrage an die KDEler: Kann man das Startmenü auch komplett entfernen?
Ja, das ist einfach nur ein Panel Widget, also frei entfern- oder austauschbar.
 
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Jo. Es empfiehlt sich aber, vorher einen alternativen Anwendungsstarter einzurichten, bevor man das Startmenü entfernt, z. B. KRunner.
Es könnte sonst schwierig werden, noch irgendwas zu machen. ^^ Edit: An den Bearbeitungsmodus kommt man immer, z. B. Rechtsklick auf den Desktop.
 
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