Wie Rechte für USB Festplatte setzen nach Partitionieren?

chaos2oo2

Lt. Junior Grade
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#1
Hi,

ich habe eine 3,5" Festplatte über ein USB Dock angeschlossen. Diese Festplatte soll als Backupplatte dienen und in Folge dessen auch ggf. von einem anderen Linux (z.B. ein Knoppix) auslesbar sein. Ich bin nicht so erfahren damit. Ich habe jetzt eine MBR Partition erstellt und diese ext4 formatiert. Die Platte habe ich gemountet und kann auch darauf zugreifen. Ich sehe z.B. lost+found. Wenn ich jetzt ein Verzeichniss erstellen will, sagt er mir, dass ich keine Berechtigung habe. d.h. ich muss nun mit chown rechte für die Platte setzen. Wenn mein user aber nun 'Heinz' heißt...wie ist sichergestellt, dass ich von irgendeinem x-beliebigen anderen System auch wieder auf die Platte zugreifen kann?


Gruß
Michael
 
M

Mumpitzelchen

Gast
#2
Das regelt eigentlich der Mountpunkt. D.h. das Hauptverzeichnis deiner Festplatte hat die gleichen Rechte wie das Verzeichnis des Rechners an dem die Platte gemountet wurde.
/mnt auf deinem PC hat 755 user root:root, dann hat die Platte auch 755 root:root.
Wenn du aber ein Verzeichnis machst dan hat das z.B. Zugriffsrechte 755 und Benutzer 1000:1000. Benutzer 1000 ist bei dir aber "Heinz" und bei einem anderen PC eben jemand anders. Das wichtige sind die Nummern, nicht die Namen.

Wenn du eine Datei für alle beschreibbar machen willst, dann nutze chmod 777 dateiname. Wenn du einen Ordner beschreibbar machen willst damit jeder dort Dateien erstellen kann, nutze chmod 777 ordnername
Aber auch wenn du das nicht tust, kann der root Benutzer am anderen System dies selbst machen.
 

chaos2oo2

Lt. Junior Grade
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#3
ok, und das ganze jetzt mal etwas weitergesponnen:

ich mache dann ein chown mit 777 auf den mountpunkt der neuen festplatte, damit jeder dort schreiben kann, richtig? Aktuell bin ich unter ubuntu, mit meinem User, kann aber dort nicht schreiben. Trotzdem dann 777, damit es auf allen anderen Systemen auch geht?

Anschließend nutze ich rsync um Daten von meinem NAS darauf zu sichern. Soweit ich weiß gibts da sowas wie persistent permission, d.h. es werden die Benutzerberechtigungen wie sie im NAS sind mitgesichert. Angenommen ich möchte dann etwas von dem Backup zurückspielen, kann ich dann als admin von jedem x-beliebigen Linux system darauf zugreifen?
 
M

Mumpitzelchen

Gast
#4
Du musst beim mountpunkt die 777 VOR dem mounten setzen.
Dein NAS wird via rsync wohl ein tar Archiv oder so was nutzen. Ja du kannst als root (heißt nicht admin) bzw mit sudo von jedem beliebigen Linux das Backup zurückspielen.
 

aki

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#5
Hi

Der Parameter -a bringt bei rsync eigentlich alles mit was man so braucht, damit die Dateien ihre Eigenschaften behalten. Als root kommst du auf jeden Fall an die Daten.


mfg
aki
 
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