[Wissensfrage] Utopisch nutzlose Übertragungsrate & kommerzielle Zugriffszeiten

lolzi

Lt. Junior Grade
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Servus liebe CB'ler,

gestern vor dem Einschlafen habe ich mal wieder an unmengen nutzlose Sachen gedacht.
Eine davon war ein aktuelles DDR3 RAM Speichermodul.
Dabei kam mir die Vorahnung, dass die Übertragungsraten sowie die Zugriffszeiten nur kommerzielle Aufhänger für den Preis sind. Aber denken wir hierbei mal an fiktiven Beispielen drüber nach. Ich teile es in Consumer und Business Bereich auf.

Consumer:
Der Nutzer besitzt einen Highend 2k€ Traum-Tower mit dem neuesten Prozzesor (n i7, E5 o.ä.), SSD's als Raid für >1GB Schreib & Leseraten, Highend Graka und den ganzen restlichen Schmu.
Als Arbeitsspeicher will er nun DDR3-1333 oder DDR3-2133 verbauen.
Der Vergleich:
--> 32GB RAM - aufgeteilt in 2 x 16GB DDR3-1333 CL9 - im Dual-Channel Modus 21,2GB/s Transferrate und eine Zugriffszeit von: (2*9) / 1300 * 10^6 = 13,5ns = 0,0000000135 Sekunden
--> 32GB RAM - aufgeteilt in 2 x 16GB DDR3-2133 CL9 - im Dual Channel Modus 34GB/S Transferrate und eine Zugriffszeit von: (2*9) / 2133 * 10^6 = 8,5 ns = 0,0000000085 Sekunden

Nun die Ironie an der Geschichte:
Gib es Mainboards, Platten, Grakas, Bus oder irgendetwas was überhaupt eine Transferrate von überhaupt 21,2GB ausreitzt? Oder einen Unterschied zwischen 0,0000000085 Sekunden und 0,0000000135 Sekunden ?

Nun das ganze im Business Bereich ... 30 top SSD's im Rak zum Raid zusammengeschlossen ...
Wird dort überhaupt annähernd die Zugriffszeit bzw. die transferrate ausgenutzt?!?

Lg
Markus
 

HominiLupus

Banned
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Deine CPU freut sich wenn sie statt mehreren Hunderten (ja Hunderten) Taktzyklen 33% weniger braucht.
Eine CPU hat 1/3500000000 Sekunden pro Zyklus und das mal 2, 4 oder auch 6. Wie oft deine CPU dank mehreren MB Cache auf den Hauptspeicher zugreifen muss ist eine andere Geschichte.

Und im Business Bereich rechnen die Leute sehr genau nach ob so ein 30 SSD RAID nützlich ist und die Performance soweit erhöht damit es sich lohnt. Die machen das ja nicht zum Spaß sondern Geldverdienen.
 

Shririnovski

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Mal an iGPU gedacht? Also mein A10 6800k profitiert enorm von mehr Speicherbandbreite und Geschwindigkeit. Und das ist kein Highendsystem ...
 

lolzi

Lt. Junior Grade
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PCI-E 3.0 16x schafft maximal 17,7GB/s .. also würde es keinen Unterschied machen, ob man 1333MHZ oder 2133MHZ nimmt ...
 

Daaron

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Was hat PCI-E mit RAM-Zugriffszeiten zu tun? Genau: Gar nichts...
Deine CPU ist viel viel viel schneller als dein RAM. In der CPU gibts Register, die ticken mit CPU-Takt. Dann kommen nacheinander L1-3 - Cache, die jeweils langsamer (und größer) sind. Und dann kommt der RAM, der wieder langsamer als der Cache ist. Je schneller der RAM, desto schneller kann die CPU mit Daten gefüttert werden.
 

Sebbi

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@lolzi

es gibt auch programme, die direkt im RAM ihre Arbeit verrreichten, sprich Quelldateien da ablegen, die verändern und dann erst beim Speichern zurückschreiben .... und je nach größe der daten schaffen die es ohen Probleme, die max. Transferrate auszulasten.

außerdem hat das mit PCI-E 3.0 nichts zu tun, iGPU und Programme arbeiten direkt auf den Prozessor und der dann die Daten dann mit maximaler Transferrate in den RAM drücken
 

wahli

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PCI-E 3.0 16x schafft maximal 17,7GB/s .. also würde es keinen Unterschied machen, ob man 1333MHZ oder 2133MHZ nimmt ...
PCIe-Bus ist nicht der Hauptspeicher. Du bringst da was durcheinander!

Die CPU kann die Speicherbandbreite sicherlich ausnützen!

Wenn z. B. nur die Grafikkarte auf den Hauptspeicher zugreift, dann würde der 1333er RAM auch reichen, aber es greifen ja noch weitere Devices wie z. B. die CPU zu. Die APUs von AMD verwenden den Hauptspeicher als Grafikspeicher, deshalb ist hier ein schneller RAM von Vorteil.
 
Zuletzt bearbeitet:

AnkH

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Mit Deiner Logik müsste man auch eher ein 2GHz Quadcore benutzen statt ein 3.5GHz i7. Weil es mit Deiner Logik wohl kaum einen Unterschied machen dürfte, ob eine CPU mit 2'000'000Hz taktet oder mit 3'500'000Hz resp. eben 0.0000005 mal pro Sekunde rechnen kann oder 0.0000003 mal pro Sekunde. Dort stellst Du Dir die Frage ja auch nicht, warum?
 

keldana

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Ich glaube nicht, daß die Frage so einfach mit "Ja" oder "Nein" zu beantworten ist. Vom Prinzip her macht es natürlich einen großen Unterschied. Ob der in der Praxis aber messbare Leistungssteigerungen in echten Anwendungen mit sich bringt, müßte man aber am Einzelfall prüfen.
 

Nai

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Naja nur so mal n einfaches Beispiel:
Ein Computerspiel mit 1 GB Texturdaten, welche Pro Frame genau einmal per IGPU gezeichnet werden. In diesem stark vereinfachten Beispiel bringt einem der Cache nichts, da durch das einmalige Zeichnen und da 1 GB Texturdaten wesentlich größer als der Cache sind. Dh beim nächsten Zugriff sind sie schon wieder draußen. Dadurch benötigt jeder Frame 1 GB an Speicherbandbreite. Bei 20 GB/s Bandbreite kann man dadurch maximal 20 FPS erzielen.

Mit CPU Programmen könnte man ähnliche Beispiele kreieren, sogar wenn es schwerer zu erklären sein wird.
 

Unlimited1980

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PCI-E 3.0 16x schafft maximal 17,7GB/s .. also würde es keinen Unterschied machen, ob man 1333MHZ oder 2133MHZ nimmt ...

Wobei diese 17,7GB/s ja eine Zusatzlast zu den normalen Zugriffen der CPU darstellen und man daher dennoch von schnellerem RAM profitieren sollte!
Ergänzung ()

Deine CPU freut sich wenn sie statt mehreren Hunderten (ja Hunderten) Taktzyklen 33% weniger braucht.
Eine CPU hat 1/3500000000 Sekunden pro Zyklus und das mal 2, 4 oder auch 6. Wie oft deine CPU dank mehreren MB Cache auf den Hauptspeicher zugreifen muss ist eine andere Geschichte.

Und im Business Bereich rechnen die Leute sehr genau nach ob so ein 30 SSD RAID nützlich ist und die Performance soweit erhöht damit es sich lohnt. Die machen das ja nicht zum Spaß sondern Geldverdienen.

Also interessant wäre mal auszurechnen, wie viele ns ein Zyklus der CPU dauert und dies dann in Relation zu den 8-12ns des RAM zu setzen!

P.S.:
ich habs schnell nachgeschaut:
http://www.heise.de/glossar/entry/Taktzyklus-396759.html

1 GHz 1 ns
3 GHz 300 ps

somit schafft die CPU in 10ns auch gerade mal 10-30 Zyklen!
in 8ns sind das dagegen 8-24 CPU-Zyklen....

Wenn man bedenkt, dass die CPU ja auch oft für eine Berechnung mehrere Zyklen braucht ... teilweise meine ich, sogar "hunderte Zyklen", bis sie überhaupt wieder aufs RAM zugreifen muss, dann wird einem klar, dass die Zugriffszeit beim RAM erstaunlicherweise gar kein so enger Flaschenhals ist, obwohl das RAM bereits seit über 10 Jahren in der Zugriffszeit nicht schneller geworden ist.

10-30 CPU-Zyklen Wartezeit der CPU aufs RAM (Maximal! nur wenn die CPU mit einem Zyklus bereits fertiggerechnet hat) ist schon eine "etwas andere Dimension" als die oben genannten "hunderten Zyklen", die verloren gehen, weil die CPU aufs RAM wartet!!!

Also soooooo wahnsinnig viel sollte man daher nicht von einem RAM mit 8ns vs 10ns profitieren!
Die Technik ist halt im ns-Bereich sehr stark ausgereizt und durch die Leistungsgeschwindigkeit scheinbar prinzipiell begrenzt.

Die gesamte Entwicklung der letzten 10-15 Jahre ging einzig in die Richtung die RAM-Bandbreite zu erhöhen, während die Zugriffzeit und auch die Taktfrequenz des RAM fast gleich blieb!
Das zeigt sich ja auch darin, dass der reale Takt von Durchschnitts-RAM auch heute noch um die 200MHz liegt (DDR3-PC1600)!
Im Vergleich zu den 100MHz von SDRAM-PC100 von vor über einem Jahrzehnt kann man dies als Quasistillstand bezeichnen, der nur marketingtechnisch durch die Einführung von Bezeichnungen wie DDR3-PC3200 ausgeblendet wurde.


https://www.computerbase.de/forum/threads/digital-access-legends-die-legende-der-immer-schlechter-werdenden-latenzzeit.1387424/

Wirklich spürbare Vorteile hätte man vermutlich erst, wenn die CPUs sich in Richtung 10GHz (0,1ns) bewegen würden der RAM **zugleich** von der Zugriffzeit her "spürbar" in Richtung 1ns gehen würde...
Beides -insbesondere letzteres- ist jedoch nicht absehbar.
Von daher halte ich die Zugriffzeit weiterhin für mystifiziert und überbewertet!

RAM mit einer Frequenz von nur 200MHz kann aus mathematischen Gründen überhaupt nicht kürzer als in 5ns zugreifen, weil der Takt zu langsam ist.
200 MHz 5 ns

Wenn sich die Takte mit DDR4 endlich in Richtung 400MHz RAM-Takt bewegen, verschiebt sich die theor. untere Grenze auf
400 MHz 2,5 ns


Alle regen sich über die hohen CL-Zahlen auf, dabei ist das völliger Quatsch!
Die CL-Zahlen sind rein "virtuell" in den letzten Jahren gestiegen.

Die wenigsten wissen: heutiger Standard-RAM DDR3-PC1600 mit einer Zugriffzeit von 10ns, wenn man das ganze Marketinggeschwurbel herausrechnet, hat weiterhin 200MHz Takt bei einer CL2!!

So wie es vor rund 10 Jahren bereits war!!

Alle anderen CL-Angaben (8xCL2=CL16) sind nur Marketing-Wischiwaschi, der "leider" nötig ist, weil man die 200MHz realen Takt künstlich auf 1600 pseudo-MHz (=8x200MHz) aufgebauscht hat!!!
 
Zuletzt bearbeitet:

h00bi

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Warum ist hier jeder 10te Thread eine Pseudo-Wissenschaftliche Abhandlung zu einem Thema, zu dem die Fakten seit Jahren auf dem Tisch liegen?

Zum einen sind (im Consumerbereich) schon 32GB RAM total unnötig. Kommts dann noch drauf an ob man noch mehr Geld verbrennt und DDR3-2133 kauft? Mal davon abgesehen dass es recht dämlich ist im Consumerbereich von 2x16GB (wenn schon dann 4x8GB) zu reden muss man das auch auf der Kostenseite mal in Relation sehen.

Spielen wir dein System doch mal mit 2x8GB durch. Du baust dir eine 2000€ Kiste, da ballerst du 2x8GB DDR3-1333 CL9 für 125€ rein. Alternativ kaufst du 2x8GB 2133 CL9 für wahnsinnige 15€ mehr. Das sind, gerechnet auf den Gesamtpreis 0,75% mehr.
Du wirst aber SICHER mehr als 0,75% Leistungszuwachs bekommen. Also ist es ein lohnendes Upgrade.
 

Unlimited1980

Lieutenant
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Du baust dir eine 2000€ Kiste, da ballerst du 2x8GB DDR3-1333 CL9 für 125€ rein. Alternativ kaufst du 2x8GB 2133 CL9 für wahnsinnige 15€ mehr. Das sind, gerechnet auf den Gesamtpreis 0,75% mehr.
Du wirst aber SICHER mehr als 0,75% Leistungszuwachs bekommen. Also ist es ein lohnendes Upgrade.
Sehe ich genau so.
Jedes Kaufentscheidung sollte in Relation zum Aufpreis abgewogen werden
 
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