2/6 Intel Pentium 4 HyperThreading-Spezial : Benchmarks in Multitasking-Szenarios

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Multitasking mit Seti

Um Seti@Home als faire Hintergrundanwendung nutzen zu können, mussten wir sicher gehen, dass das System mit und das System ohne Hyper-Threading während des Tests identisch belastet wurden. Da Seti aber gerade auf einem Multi-Prozessor-System so gut wie nie in den Idle-Zustand geht, es hat ja einen eigenen Prozessor für sich, auch wenn dieser nur virtueller Natur ist, mussten wir bei diesem Test die Task-Priorität von Seti auf Normal setzen. Letztendlich hat das Hyper-Threading-System dennoch nach Abschluss der Benchmarks mehr geschafft, als es das System mit deaktivieren Hyper-Threading. Es ergeben sich also nicht nur die Nach- bzw. Vorteile die im Folgenden deutlich werden.

und Quake 3 Arena


Seti und Quake 3 Arena
  • Normal:
    • Ohne Belastung
      353,6
    • P4 3.06 HT an
      250,9
    • P4 3.06 HT aus
      237,9
  • Max:
    • Ohne Belastung
      301,6
    • P4 3.06 HT an
      196,3
    • P4 3.06 HT aus
      179,9

Sicherlich sind die mit Seti im Hintergrund erreichten Frameraten nur noch ein Schatten der im Einzeltest erreichten 350fps, dennoch lassen sich mit Hyper-Threading 13 Bilder pro Sekunde mehr ins Ziel retten. Das macht 5,5 Prozent (9,1 bei Max-Details) mehr Leistung in Quake 3 alleine und dabei hat Seti auf dem virtuellen Dual-Prozessor-System sogar noch mehr der WU geschafft. Nicht schlecht für den Anfang.

und 3DMark2001


Seti und 3DMark2001 SE
Angaben in Punkten
    • Ohne Belastung
      13.099
    • P4 3.06 HT an
      10.234
    • P4 3.06 HT aus
      7.351

Der Verlust durch Seti ohne Hyper-Threading liegt bei mehr als 40 Prozent. Mit Hyper-Threading liegt dieser Verlust nur bei etwas mehr als 20 Prozent. Hyper-Threading kann somit die Leistung beim gleichzeitigen Betrieb von Seti und dem 3DMark2001 SE deutlich steigern.

und UT2003


Seti und Unreal Tournament2003
  • Flyby:
    • Ohne Belastung
      162,3
    • P4 3.06 HT an
      139,7
    • P4 3.06 HT aus
      78,5
  • Botmatch:
    • Ohne Belastung
      75,9
    • P4 3.06 HT an
      50,8
    • P4 3.06 HT aus
      31,4

Ohne Hyper-Threading verliert man in UT2003 durch den gleichzeitigen Betrieb von Seti mehr als 50 Prozent der ursprünglichen Leistung. Hyper-Threading kann dieses Verhältnis wenigstens teilweise verbessern. So verliert man im Flyby nur noch 14 Prozent der eigentlichen Leistung und im Botmatch nur noch 33 Prozent. Durch Hyper-Threading erhöht sich die Leistung gegenüber eines gleichgetakteten Prozessors ohne Hyper-Threading um 60 bis 78 Prozent. Wenn man die Werte ohne Hyper-Threading als 100% ansieht, erreicht man im Flyby somit 178 Prozent dieser Leistung und im Botmatch 160 Prozent.

und WinACE


Seti und WinACE
Angaben in Minuten, Sekunden
    • Ohne Belastung
      2:49
    • P4 3.06 HT an
      3:54
    • P4 3.06 HT aus
      4:00

WinACE verliert durch den gleichzeitigen Betrieb von Seti auch bei aktiviertem Hyper-Threading noch etwa 30 Prozent seiner ursprünglichen Leistung. Die Leistung mit Hyper-Threading liegt aber dennoch 2,5 Prozent über der Performance ohne Hyper-Threading. WinACE und Seti harmonieren somit nicht gerade optimal, so dass der Zuwachs durch Hyper-Threading eher gering ausfällt.

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