DDR2 – Die Grundlagen: Alles wird (irgendwann) schneller!

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Volker Rißka
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Die Hersteller

Auf Intels Validierungsliste finden wir derzeit viele bekannte Namen. Speicherriesen wie Elpida und Micron stehen dort ganz oben, nachdem Intel mit dreistelligen Millionenbeträgen mehr oder weniger dafür gesorgt hatte, dass DDR2 endlich Fahrt aufnimmt. Aber auch andere Firmen sind mittlerweile dort vertreten. Ganz vorn dabei sind natürlich Samsung und Hynix, aber auch Infineon und Nanya haben Speicherchips nach DDR2-Standard im Programm, die auch schon Intels Test bestanden haben. Intels Validierung müssen nicht alle Hersteller durchlaufen (es wäre allerdings von Vorteil, wenn man das an dieser Stelle mal so ausdrücken darf). Die Validierung seitens Intel ist dabei der Zwischenschritt zwischen Prototypenstatus mit wenigen Mustern und der letztendlichen Serienfertigung. Intel nimmt dabei alle Module, sowohl für Notebooks, Server-Systeme als natürlich auch für Desktop-PCs, ab. Die Speicherriegel müssen dabei unterschiedliche Tests in Intels Laboren bestehen. Waren diese erfolgreich, landen die Hersteller zu guter Letzt auf der Liste der validierten und somit empfohlenen Speicherchips. Diese ist natürlich nur eine Empfehlung, schaden dürfte ein Eintrag dort aber sicherlich nicht.

Corsair DDR2
Corsair DDR2

Alle Hersteller, die der Kunde so kennt (von Kingston, TwinMOS, Crucial bis hin zu Corsair und OCZ), setzen auf die dort eingetragenen Chips. Kingston verbaut beispielsweise die Elpida-Chips, aber auch Samsung-Chips sind auf ihren neuen Modulen zu finden. Corsair, Crucial und TwinMOS setzen derzeit auf Micron-Chips. Jeder Hersteller wird hier sicherlich erst ein wenig Probelauf brauchen, ehe man sich 100%ig für einen Lieferanten entschieden hat. Und genau so beginnt dann auch die Takt-Sprinterei. Firmen wie TwinMOS, Corsair und OCZ bleiben natürlich nicht lange bei den Vorgaben von DDR2-400 bzw. DDR2-533, sondern entwickeln die Module weiter. So präsentiert beispielsweise TwinMOS schon DDR2-667 Module, OCZ ist gar schon bei DDR2-800.

Intel und AMD

Was machen die beiden Firmen, um die sich bei dieser Sache mit dem neuen Speicher letztendlich alles dreht. Klar ist, was Intel machen wird. Die derzeitigen FSB800-Prozessoren von Typ Northwood, Prescott und Extreme Edition werden mit Einführung des neuen Sockels LGA 775 und den neuen Chipsätzen „Tumwater“ und „Lindenhurst“ auf der Serverseite, „Grantsdale“ und „Alderwood“ bei den Desktop-PCs, DDR2 unterstützen. Deshalb waren sie auch einer der Vorreiter, die diesen neuen Standard „durchgedrückt“ haben. Dementsprechend sehen auch Intels Zukunftspläne in Bezug auf DDR2 aus. Komplette Unterstützung auch in der nächsten Generation der Prozessoren, sowohl bei den Desktop-PCs als auch bei Servern und Workstations. Sollen diese ja auch auf einen FSB von 1066 MHz, später sogar auf 1200 MHz setzen, ist der neue Speicher mehr als gefragt. Genau für die Bandbreite, die dann möglich ist, eignet sich der neue Speicher besonders im Dual-Channel-Modus hervorragend.

Aber was macht AMD? Unterstützen werden sie DDR2 auf jeden Fall, soviel steht fest. Die alles entscheidende Frage ist nur: Wann? AMD möchte die Unterstützung von DDR2 vor allem an der breiten Verfügbarkeit für den Endkunden, einem lohnenden Performancegewinn und dem wohl nicht zu unterschätzenden Preisfaktor für die kommenden DDR2-Module fest machen. Somit steht weiterhin die Spekulation im Raum, dass DDR2 erst Mitte 2005 von AMD unterstützt werden wird. Dies könnte mit der Präsentation der neuen Dual-Core-Prozessoren Mitte 2005 einhergehen, was das Gesamtpaket neuer Prozessoren inklusive gutem Speicher mehr als abrunden würde. Doch dies sind bisher reine Spekulationen.