21/23 PowerColor Radeon X1900 GT im Test : Wachablösung für die GeForce 7900 GT?

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Übertaktbarkeit

Vielen dort draußen wird die gerade neu gekaufte Grafikkarte noch nicht schnell genug sein. Ein probates Mittel, dieses Bedürfnis nach noch mehr Geschwindigkeit zu befriedigen, ist die Hardware zu übertakteten – in unserem Fall mit Hilfe der neuesten Version des RivaTuners. Als kleine Stabilitätsprobe ließen wir den 3DMark05, der besonders grafiklastig ist, laufen und testeten nachfolgend den höchsten Takt mit Hilfe von F.E.A.R, HL2: Lost Coast sowie Quake 4. Jedoch muss man vor den Messungen anmerken, dass sich die Ergebnisse nicht auf jede Karte desselben Typs übertragen lassen, da die Güte von Chip zu Chip unterschiedlich ist.

Übertaktbarkeit
  • Quake 4 - 1600x1200 4xAA/16xAF:
    • X1900 GT - Übertaktet (600/710)
      31,1
    • X1900 GT - Standard (575/600)
      29,8
  • HL2: Lost Coast - 1600x1200 4xAA/16xAF:
    • X1900 GT - Übertaktet (600/710)
      30,3
    • X1900 GT - Standard (575/600)
      28,6
  • Fear - 1600x1200 4xAA/16xAF:
    • X1900 GT - Übertaktet (600/710)
      30,0
    • X1900 GT - Standard (575/600)
      29,0

Als wir die Radeon X1900 GT übertakten wollten, stellten uns die derzeit erhältlichen Tools vor ein großes Problem. So war es weder durch das „ATITool“, noch durch „Overclocker“ möglich Chip- und Speichertakt der Radeon X1900 GT anzuheben. Die Tools zeigten nur den 2D-Takt an und produzierten bei einer Veränderung direkt einen Absturz. Der Schuldige war aber nicht wie zuerst gedacht die Grafikkarte, sondern der Catalyst-6.4-Treiber. Auf Nachfrage bei ATi wurde uns bestätigt, dass bei der neuen Catalyst-Version intern bezüglich der Ansteuerung des Taktgebers einige Modifikationen vorgenommen worden sind, mit denen kein derzeit erhältliches Tool zurecht kommt. Als Aushilfe musste die interne Übertaktungsfunktion des Catalyst Control Centers herhalte.

Bei der R580-GPU war schlussendlich das Ende der Fahnenstange sehr schnell gefunden. Bereits bei einer Erhöhung um 30 MHz produzierte die PowerColor Radeon X1900 GT Abstürze, erst mit einer Frequenz von 600 MHz lief die Karte einwandfrei. Da auf der Radeon X1900 GT der R580-Kern verwendet wird, welcher ebenfalls auf der höher getakteten Radeon X1900 XT zum Einsatz kommt, ist es anzunehmen, dass auf anderen X1900-GT-Karten durchaus ein höheres Übertaktungspotenzial vorhanden ist. Überzeugen konnte dagegen der Samsung-Speicher, der bis zu 710 MHz völlig ohne Probleme seinen Dienst verrichtet. Insgesamt fallen die Performanceverbesserungen aber sehr ernüchternd aus.

HDTV-Wiedergabe

Zum Einsatz in dieser Disziplin kam der schon altbekannte Film-Trailer namens „Step into Liquid“, der eine Länge von einer Minute und 56 Sekunden hat und in der Auflösung von 1920x1080 Pixel (1080p) vorliegt. Wer unseren Test auf seinem System nachahmen möchte, kann das Video direkt bei Microsoft herunterladen (Direktlink - 114 MB), benötigt aber zusätzlich jeweils die neuesten Treiber aus dem Hause nVidia und ATi, den Media Player in der Version 10 und ein spezielles Hotfix, damit der Player die HDTV-Beschleunigung auch unterstützt. Die CPU-Last wurde während des Abspielens von uns mittels ThrottleWatch und einem selbst geschriebenen Skript aufgezeichnet.

Die Radeon X1800 XL und die Radeon X1900 GT liegen bei der CPU-Last während des Abspielens eines WMV-HD-Videos beinahe auf einem Niveau und es ergeben sich nur sehr geringe Unterschiede. Die GeForce 7900 GT von nVidia ist den Konkurrenten aus Kanada dagegen deutlich voraus. Jedoch ermöglichen es alle drei Grafikkarten, das HD-Video flüssig wiederzugeben.

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