Neuer USB-Standard: nach Mini nun Micro

Thomas Hübner 52 Kommentare

USB ist ein solider und schneller Datenübertragungstandard der heute allgegenwärtig ist. Während am Computer ausschließlich die normale Bauform zu finden ist, kommt bei Digital-Kameras und Mobil-Telefonen das kleinere Mini-USB zum Einsatz. Mit dem neuen Micro-USB setzt man nun noch eins drauf.

Insbesondere für die kontinuierlich geschrumpften Mobil-Telefone bzw. Smartphones wurde der neue Steckerstandard entwickelt. Wo bisher Mini-USB mit einer Dicke von ca. 3,5 mm bzw. 6 mm (einschließlich Plastikfassung) noch klein genug war, stoßen die Hersteller von Handys an die Grenzen: So soll Samsung bereits im März dieses Jahres mit der Ultra Edition 5.9 ein nur noch 5,9 mm dickes Handy vorstellen, bei dem auf einen USB(-Mini)-Anschluss verzichtet werden musste, wenn man die bis dato verfügbaren Bilder zu Grunde legt.

Das neue Micro-USB sorgt für Abhilfe und definiert die neuen, aus Stahl hergestellten Steckerformate Micro-A und Micro-B, die für eine Lebensdauer von 10.000 Steckvorgängen ausgelegt wurden und auch die Anforderungen für USB On-the-go erfüllen. Bei USB On-the-go (OTG) können entsprechend ausgerüstete Geräte direkt miteinander kommunizieren - ein Computer, der die Host-Funktion übernimmt, wird nicht benötigt.

Die Maße der Stecker sind von 4 x 11,5 mm und 2,7 x 6,5 mm bei Standard- und Mini-USB (jeweils per Hand gemessen) auf circa 1,43 x 3,88 mm bei Micro-USB (Berechnung über Größenverhältnis) geschrumpft. Das USB Implementers Forum (USB-IF) hat den neuen Standard Anfang Januar 2007 fertigstellt. Mit ersten Geräten darf noch in diesem Jahr gerechnet werden.