7/7 Dells XPS-700er-Serie im Test : Gamer-PC made from [D/H]ell

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Fazit

Dell bietet mit der XPS-700er-Serie* ein potentes Komplett-System basierend auf den aktuellsten Hardwarekomponenten des Marktes. Dabei erhält der Käufer einen überaus leistungsstarken, aber dennoch vergleichsweise ökonomisch agierenden Rechenknecht, der allen auch noch so beanspruchenden Anforderungen dieser Tage gewachsen ist, sich aufgrund der individuell wählbaren Bestückung stark an den eigenen Bedürfnissen orientiert und schlussendlich als piekfein vorkonfiguriertes Rundum-Sorglos-Paket in den heimischen vier Wänden abgeliefert wird. Darüber hinaus genießt man den Service und die jahrelangen Erfahrungen des Marktführers und hat im Zweifelsfall einen kompetenten Ansprechpartner in allen Belangen.

Dell XPS: Viel Leistung, aber kleine Schwächen im Detail
Dell XPS: Viel Leistung, aber kleine Schwächen im Detail

Auf der anderen Seite bleiben je nach persönlichem Blickwinkel aber auch einige, zum Teil schwerwiegende Kritikpunkte. Hierbei sei zunächst die BTX-Basis des XPS genannt. Betrachtet man den Computer als abgeschlossene Einheit, ergibt sich dabei zunächst kein Angriffspunkt, denn die Vorzüge von BTX wurden konsequent umgesetzt. Doch soll das Dell-System später auch als Grundstein für eventuelle Aufrüst-Aktionen dienen, könnte es schnell zu Problemen kommen, sofern sich die Stellung von BTX und damit das Angebot und die Verfügbarkeit am Endkundenmarkt zukünftig nicht verbessert, wovon aufgrund der aktuellen Entwicklungen nicht auszugehen ist. Betroffen von diesem Umstand ist in erster Linie das Mainboard bzw. das Gehäuse und die Kühlhardware, sollte ein Umbau ins ATX-Format von Nöten sein.

Des Weiteren sind wir mit der Lautstärke des Systems einerseits und der Tatsache, dass Dell auf den Produktseiten nirgends entsprechende Angaben macht andererseits, nicht zufrieden. Je nach Sensibilitätsgrad und Stellenwert lässt sich über den ersten Punkt bei einem fertig konfigurierten Gamer-PC dieser Leistungsklasse sicher hinweg sehen - obwohl BTX ja auch in puncto Lautstärke gewisse Vorteile bringen sollte. Fehlende Angaben zu einem mitunter so entscheidenden Kaufkriterium sind trotz ansonsten vorbildlicher Dokumentation unserer Meinung nach nicht zu verschmerzen, zumal eine vorherige Inspektion des PCs aufgrund des Dell-Vertriebssystems für den Kunden nicht möglich ist.

Auch könnten die nahezu gänzlich fehlenden Übertaktungsfunktionen im BIOS, das extrem hohe Gewicht des Computers und die mitunter etwas geringer anmutende Gehäusequalität für Unmut sorgen. Zudem ist etwas fraglich, warum Dell unser Testobjekt mit zwei verschiedenen 250 GB Festplatten ausgestattet hat bzw. ob dieses gerade im Hinblick auf Raid-Verbände unübliche Vorgehen auch bei den Kunden-PCs praktiziert wird.

Insgesamt ist das Flaggschiff der Dell-Desktop-Linie sicher kein PC für jedermann. Gerade aus preislicher Sicht sind im Ernstfall Offerten anderer Hersteller respektive in Eigenregie verwirklichte Zusammenstellungen die eventuell bessere Wahl. Nichts desto trotz stellt der Dell XPS 700 ein interessantes und potentes Komplett-System auf OEM-Basis dar, auf das man bei entsprechendem Interesse ein Auge werfen könnte.

* Mittlerweile ist mit dem XPS 710 der Nachfolge des hier vorgestellten Systems erschienen, der in den Grundzügen aber die gleichen Eigenschaften wie der XPS 700 aufweist.

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