28/30 Nvidia-Grafikkarten im Test : Eine neue GeForce 9500 GT und alte 9800 GT

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Übertaktbarkeit

Vielen dort draußen wird die gerade neu gekaufte Grafikkarte noch nicht schnell genug sein. Ein probates Mittel, dieses Bedürfnis nach noch mehr Geschwindigkeit zu befriedigen, ist die Hardware zu übertakten. Als kleine Stabilitätsprobe ließen wir den 3DMark06, der besonders grafiklastig ist, laufen und testeten nachfolgend den höchsten Takt mit Hilfe von Company of Heroes, Jericho und World in Conflict. Jedoch muss man vor den Messungen anmerken, dass sich die Ergebnisse nicht auf jede Karte desselben Typs übertragen lassen, da die Güte von Chip zu Chip unterschiedlich ist.

Übertaktbarkeit
  • Company of Heroes:
    • 9800 GT AMP! - Übertaktet (756/1.782/1.100)
      48,1
    • 9800 GT AMP! - Standard (702/1.674/999)
      45,2
    • 9500 GT AMP! - Übertaktet (700/1.750/1.050)
      27,2
    • 9500 GT AMP! – Standard (650/1.600/900)
      22,4
  • Jericho:
    • 9800 GT AMP! - Übertaktet (756/1.782/1.100)
      31,3
    • 9800 GT AMP! - Standard (702/1.674/999)
      28,3
    • 9500 GT AMP! - Übertaktet (700/1.750/1.050)
      25,3
    • 9500 GT AMP! – Standard (650/1.600/900)
      20,8
  • World in Conflict:
    • 9800 GT AMP! - Übertaktet (756/1.782/1.100)
      47,2
    • 9500 GT AMP! - Übertaktet (700/1.750/1.050)
      43,7
    • 9800 GT AMP! - Standard (702/1.674/999)
      41,3
    • 9500 GT AMP! – Standard (650/1.600/900)
      36,0

Obwohl die Zotac GeForce 9500 GT AMP! bereits von Haus aus mit höheren Taktraten als das Referenzdesign daherkommt, können wir die Leistung weiter steigern. Die TMU-Domäne lässt sich von 650 MHz auf 700 MHz übertakten, während die Shadereinheiten einen Mehrtakt von 150 MHz und somit 1.750 MHz ohne Bildfehler und Abstürze verkraften. Auf dem GDDR3-Speicher kann man die Frequenz von 900 MHz auf 1.050 MHz anheben. Somit können wir die Performance der GeForce 9500 GT in Abhängigkeit der Anwendung um etwa 21 Prozent erhöhen.

Achtung: Die Qualitätseinstellungen der beiden Grafikkarten sind unterschiedlich, weswegen sich die Ergebnisse nicht miteinander vergleichen lassen.

VC-1-/H.264-Wiedergabe

Noch vor einigen Jahren standen sämtliche PCs vor der damals komplizierten Aufgabe, ein DVD-Video zu decodieren. Nachdem damals zuerst die CPU alleine ackern musste, und diese des Öfteren damit überfordert war, kam es bei den Grafikchipspezialisten in die Mode, ihre 3D-Beschleuniger mit speziellen Funktionen auszustatten, um dem Prozessor die Hauptarbeit des Dekodierens abzunehmen. Ein netter Nebeneffekt war, dass die Grafikkarten mit speziellen Algorithmen arbeiten konnten, der die Bildqualität ohne einen großen Leistungsaufwand verbessern konnte. DVDs sind mittlerweile schon längst keine Herausforderung mehr. Ein moderner PC steht mittlerweile vor deutlich schwereren Aufgaben: Das Decodieren von im VC-1- oder H.264-Codec befindlichen HD-Videos, die auf einer Blu-ray oder einer HD DVD aufgenommen worden sind (HD-Trailer haben zwar dieselben Codecs sowie eine identische Bildqualität, allerdings sind diese nicht verschlüsselt, weswegen die CPU-Auslastung um einiges geringer ausfällt). Wir haben uns als Film für „I am Legend“ (1080p, 24 Bilder pro Sekunde) entschieden, der im VC-1-Codec auf einer Blu-ray vorliegt. Wir messen sekündlich die CPU-Auslastung ab dem dritten Kapitel des Films und bilden jede fünfte Sekunde in einem Verlaufsdiagramm ab. Als Vertreter der H.264-Fraktion muss der Actionfilm „X-Men 3“ herhalten (1080p, 24 Bilder pro Sekunde). Für die Messungen haben wir die CPU auf 2,4 GHz heruntergetaktet sowie nur einen einzelnen CPU-Kern aktiv gelassen.

H.264-Wiedergabe
Angaben in Prozent
  • Maximal:
    • Nvidia GeForce 9500 GT
      68
    • Nvidia GeForce 8600 GTS
      63
    • ATi Radeon HD 3650
      54
  • Durchschnitt:
    • Nvidia GeForce 9500 GT
      43
    • Nvidia GeForce 8600 GTS
      42
    • ATi Radeon HD 3650
      36
  • Minimal:
    • Nvidia GeForce 9500 GT
      31
    • Nvidia GeForce 8600 GTS
      28
    • ATi Radeon HD 3650
      23

Die CPU-Entlastung bei der Wiedergabe eines HD-Videos müssen bei der GeForce 8600 GTS und bei der GeForce 9500 GT eigentlich gleich sein, da der Videoprozessor identisch ist (VP2). Die von uns gemessenen Differenzen kommen vermutlich durch eine Änderung im Treiber zustande. Sowohl beim VC-1- als auch beim H-264-Codec liegen beide Grafikkarten meistens gleich auf, jedoch zeigt die GeForce 9500 GT manchmal einen kleinen Ausreißer nach oben. Störend für die Wiedergabe ist das aber nicht. Die Radeon HD 3650 erledigt die Videobeschleunigung wie gewohnt besser. Vor allem beim VC-1-Codec gibt es große Unterschiede.

VC-1-Wiedergabe
Angaben in Prozent
  • Maximal:
    • Nvidia GeForce 9500 GT
      63
    • Nvidia GeForce 8600 GTS
      60
    • ATi Radeon HD 3650
      34
  • Durchschnitt:
    • Nvidia GeForce 9500 GT
      42
    • Nvidia GeForce 8600 GTS
      42
    • ATi Radeon HD 3650
      23
  • Minimal:
    • Nvidia GeForce 9500 GT
      28
    • Nvidia GeForce 8600 GTS
      29
    • ATi Radeon HD 3650
      14

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