7/9 Acer D241H im Test : Monitor mit Widgets und WLAN

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Reaktionszeit und Inputlag

Reaktionszeit
TN-Panel, wie Acers D241H eines nutzt, gelten als vergleichsweise schnell beim Wechsel der Darstellung. Das ist auch bei dem hier betrachteten 24“-Monitor nicht anders. Während des Tests zeigte sich auch in schnellen Spielen nur eine sehr dezente Schlierenbildung. Hinter Objekten sind dabei leichte Geisterbilder zu erkennen, allerdings auch nur in Extremsituationen und bei der Betrachtung aus direkter Nähe. Bei normalem Sitzabstand sind kaum mehr Nachzieh-Effekte auszumachen.

Inputlag
Für Spieler beinahe maßgebender ist mittlerweile der Inputlag eines Flachbildschirms. Hierbei handelt es sich um die Zeit, die vergeht, bis ein tatsächlicher Bildwechsel auf dem Bildschirm zu beobachten ist. Gängige Methoden ermitteln den Inputlag im Vergleich mit einem Röhrenmonitor, dem dieses Problem nicht nachgesagt wird.

Dass dabei die häufig angewandte Foto-Methode nicht immer belastbare Ergebnisse liefert, haben die fleißigen Kollegen von Prad.de herausgefunden. In Anlehnung an die dortigen Ergebnisse der Untersuchungen verwenden wir das Testprogramm SMTT sowie den CRT-Monitor IBM P260 als Vergleichsgerät. Dieser 21"-CRT-Monitor stellt eine maximale Auflösung von 1.920 x 1.440 Pixeln dar und erlaubt es, auch bei Full-HD-Flachbildschirmen die Anzeige in der nativen Auflösung zu klonen. Aus einer Reihe von mehreren hundert Testbildern wird dann der ungefähre Bereich, in dem sich der Inputlag vermutlich bewegt, bestimmt. Hierbei sollte allerdings bedacht werden, dass dies mit einer Foto-Methode nicht genau möglich ist, weshalb die folgenden Ergebnisse nur als Richtwerte angenommen werden sollten.

Näherungsweise Messung des Inputlags
Näherungsweise Messung des Inputlags
Näherungsweise Messung des Inputlags
Näherungsweise Messung des Inputlags
Näherungsweise Messung des Inputlags

Die gezeigten Fotos stehen ausschnittsweise für die Erkenntnisse, die aus mehreren Fotoreihen gewonnen werden konnten. Auf der rechten Seite ist dabei die Darstellung des CRT-Monitors zu sehen, auf der linken die des Acer-Bildschirms. Durch die Hochgeschwindigkeitsaufnahmen kann man dabei sehen, welcher Bildbereich des IBM-Röhrenbildschirms dabei gerade aufgebaut wurde (knapp oberhalb des unteren schwarzen Balkens). Im Vergleich dazu ist die Zahl des TFT-Monitors entscheidet, die als letzte vollständig aufgebaut wurde. Innerhalb der Differenz beider Zahlen ist der Inputlag näherungsweise zu vermuten.

Im Falle des Acer D241H konnten mit dieser Methode Unterschiede von sechs bis neun Millisekunden ausgemacht werden. Sämtliche Fotos legen nahe, dass der Inputlag des Monitors damit in einem verschwindend kleinen Bereich liegt und selbst für anspruchsvolle Spieler kein Hindernis sein sollte.

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch heutiger technischer Geräte folgt idealerweise einem deutlichen Trend nach unten. Mittels LED-Hintergrundbeleuchtung lassen sich auch vergleichsweise große Bildflächen energieeffizient beleuchten. Im Falle des Acer D241H wurde bei der Darstellung bei Standardeinstellungen (mit einer gemessenen Bildschirmhelligkeit von rund 233 cd/m²) ein Momentanverbrauch von etwa 45 Watt ermittelt. Das ist kein Spitzenwert in dieser Größenklasse, aber auch weit entfernt von dem, was sich verbrauchsarme Monitore genehmigen. Nur anhand dieser Messung könnte man den 24“-Monitor daher als Mittelmaß einstufen.

Allerdings besitzt der Bildschirm eine seltsame Eigenheit, derer man sich bewusst sein muss: Bei einem einfachen Druck auf dein Ein-/Ausschalter begibt sich der Monitor nur in den Standby-Modus, in dem er noch etwa 5 Watt verbraucht. Erst ein mehrsekündiger Druck auf denselben Schalter schaltet den Bildschirm tatsächlich auch aus und resultiert in einem nicht mehr messbaren Verbrauch. Acer weißt auf diesen Umstand auch im Handbuch hin, erklärt ihn aber nicht.

Im Test zeigte sich allerdings folgendes Verhalten: Wird der Monitor aus dem Standby-Modus geweckt, so stellt er das Bild der zuletzt ausgewählten Quelle dar. War er zuvor komplett ausgeschaltet, so sucht er die Bildeingänge der Reihe nach ab, beginnend mit dem VGA-Anschluss. Es dauert daher einige Sekunden länger, bis man ein Bild erhält, sofern man – was zu vermuten ist – den HDMI-Anschluss nutzt oder aber die Widgets aufrufen will. Da der Bildschirm dabei auch keine wirklich schnelle und direkte Wahlmöglichkeit für die einzelnen Quellen oder den Widget-Modus bietet, ist es unkomfortabel, den Bildschirm tatsächlich komplett auszuschalten. Es ist daher anzunehmen, dass der Standby-Modus von den allermeisten Käufern dieses Monitors genutzt wird. Hier hätte Acer aber wesentlich mehr am Stromverbrauch drehen müssen. In der aktuellen Form ist das schlicht zu viel.

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