9/9 Acer D241H im Test : Monitor mit Widgets und WLAN

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Fazit

Acer verfolgt mit dem D241H einen interessanten Ansatz. Während das Prinzip „Dafür gibt's doch Widgets“ bei Smartphones mitunter gut funktioniert, kränkelt dieser Ansatz allerdings beim 24“-Monitor an der Umsetzung und an der Konkurrenz. Eine direkte Gegnerschaft mit quasi gleichen Features gibt es zwar nicht, diese Nische hat sich Acer in der Tat gut ausgesucht, man muss sich indirekt aber einen Vergleich mit All-in-One-PCs gefallen lassen. Und diese können quasi immer mehr und das dann auch noch schneller.

Gewiss, man wird kaum einen 24“-All-in-One-PC für 400 Euro finden. Wohl aber 24“-Monitore zum halben Preis, die bildtechnisch Ähnliches leisten und nur noch um einen kleinen Rechner erweitert werden müssen. Dann klappt's auch mit dem richtigen Surfen im Internet oder einer flexibleren Abrufmöglichkeit von E-Mails. Vermutlich hätte Acer auch Boden gut gemacht, wenn man für diesen Preis noch einen oder mehrere TV-Tuner integriert hätte. Dass der Acer D241H optisch nämlich eher ins Wohnzimmer denn an den Arbeitsplatz gehören will, unterstreicht er technisch in seiner aktuellen Form nicht. Gerade im Arbeitszimmer stören dann aber Maluspunkte wie fehlende Ergonomieeinstellungen und das Glossy-Panel.

Acer D241H
Acer D241H

Eben dort – im Arbeitszimmer – muss man sich dann auch fragen, wofür man die beschriebenen Widgets bei einem PC-Monitor benötigt. Falls man nur mal eben über das Wetter informiert werden will oder Notizen eingeben muss, mag es praktisch sein, dies ohne einen PC machen zu können. Das Abrufen von E-Mails oder Lesen von RSS-Feeds ist aber derart umständlich und auf wenige Anbieter beschränkt, dass man dann doch lieber zum Desktop-Rechner, dem Notebook oder auch das Smartphone greift.

Viele dieser Kritikpunkte könnten sich allerdings auflösen, wenn der Preis deutlich fallen sollte. Dieser beträgt gemäß der unverbindlichen Preisempfehlung rund 400 Euro und wird in unserem Preisvergleich sogar noch deutlich überboten. Abgesehen von den Widgets und der Fernbedienung sowie der damit verbundenen Technik im Acer-Bildschirm, gibt es ähnliche Monitore schon für die Hälfte dieses Preises. Sollte sich Acers D241H zukünftig preislich eher bei diesen Modellen wiederfinden, also zumindest unter die 300-Euro-Marke rutschen, wäre er womöglich eine Alternative. So sind es anfangs lustige Spielerein, die sich der geneigte Käufer teuer hinzukauft, die allerdings schnell ihren Charme verlieren. Acers Konzept damit leider auch – mehr ist hier eindeutig nicht besser.

Acer D241H
  • gute Farbdarstellung nach Kalibrierung
  • guter Schwarzwert
  • zahlreiche Anschlussmöglichkeiten
  • interessante Widgets
  • spiegelndes Glossy-Panel
  • keine Ergonomiefunktionen
  • vergleichsweise teuer
  • Widgets sind mangelhaft umgesetzt
  • zu hoher Standby-Verbrauch


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