OCZ RevoDrive im Test: SSD mit RAID für PCI Express

Norman Dittmar
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OCZ RevoDrive im Test: SSD mit RAID für PCI Express

Einleitung

Neben den konventionellen Solid State Drives mit SATA-Anschluss bietet OCZ Technology seit längerem PCIe-SSDs an, die auf einen internen RAID-Verbund setzen. Die aktuelle Version, das RevoDrive, besteht aus den „Innereien“ zweier Vertex 2 mit 55 GB und dem SiliconImage RAID-Controller SiI3124.

Die Komponenten sind alle auf einem nackten PCB untergebracht. Die Karte bietet zudem eine PCIe-x4-Anbindung, damit genug Bandbreite für den Datenstrom zur Verfügung steht. Das RevoDrive bietet einen hohen Grad an Flexibilität, so können die beiden Vertex 2 einzeln, im RAID 0 oder in einem RAID 1 verwendet werden. Die Einrichtung erfolgt über das Menü des RAID-Controllers.

Für unsere Tests haben wir das gleiche Image wie bei allen anderen SSDs verwendet. Das Laden des Backups auf das RevoDrive war nach dem Einbinden der entsprechenden RAID-Treiber kein Problem.

Den Vorteilen der Konstruktion wie dem Verzicht auf Anschluss -oder Stromkabel und der flexiblen RAID-Lösung stehen natürlich auch ein paar Nachteile entgegen. So benötigt das RevoDrive einen PCIe-x4-, x8- oder x16- Steckplatz. Das kann zu einer schlechteren Belüftung der Grafikkarte führen, wenn sich der passende Slot zu dicht am Grafikkartensteckplatz befindet. Des Weiteren schaltet das BIOS mancher Motherboards beide PCIe-x16-Steckplätze in den x8 Modus, wenn beide Slots belegt sind. Dies kann zu geringfügigen Leistungseinbußen bei Spielen führen. Wer also keinen PCIe-x4-Steckplatz frei hat, sollte dies berücksichtigen.

RevoDrive Rückseite
RevoDrive Rückseite
RevoDrive
RevoDrive
RevoDrive Verpackung
RevoDrive Verpackung

Außerdem ist es nicht möglich mit dem RevoDrive die Vorteile von TRIM zu nutzen, da TRIM in einem RAID-Verbund aktuell noch nicht funktioniert und uns nicht bekannt ist, dass die Treiber von SiliconImage dieses Kommando unterstützen. Wie wir in unseren vergangenen Tests gezeigt haben, führt der Verzicht von TRIM bei SandForce-SSDs allerdings zu keinerlei Leistungseinbußen.

Auf den folgenden Seiten widmen wir uns nun der Analyse der Leistung des RevoDrive. Dabei betrachten wir neben den beiden RAID-Modi auch die Leistung einer einzelner Vertex 2 auf der PCIe-Karte.