7/7 Deus Ex: Human Revolution im Test : SciFi-Thriller auf hohem Niveau

, 231 Kommentare

Fazit

Geht man allein nach der inhaltlichen Umsetzung, so hat man es bei „Deus Ex: Human Revolution“ mit einem der interessantesten Titel zu tun, die in diesem Jahr bisher auf den Markt gekommen sind. Die Thematik verfügt nach wie vor über einen Bezug zu aktuellen, fundamentalen Debatten und wird glaubwürdig, spannend sowie konsistent erzählt und in Szene gesetzt. Allein aus dieser Perspektive können wir den Titel einem Jedem empfehlen, der sich im großen Einerlei der Spiele-Veröffentlichungen schon länger nach einem Kandidaten mit ordentlichem Tiefgang sehnt.

Allerdings sollte man sich vorab bezüglich der Genre-Orientierung von „Human Revolution“ Klarheit verschaffen: Das dritte „Deus Ex“ ist kein klassischer Shooter und ähnelt dadurch eher dem ersten als dem zweiten Vorgänger. Dementsprechend wirken die Macher an vielen Stellen daraufhin, den Spieler zu einem umsichtigen, Stealth-Shooter-typischen Vorgehen zu animieren. Rambo-Aktionen werden eher bestraft als belohnt, Munition ist chronisch knapp und der barmherzige Schleicher kann schneller Augmentierungen freischalten als der brutale Rusher – eine Konzeption, die wir an dieser Stelle nochmal ausdrücklich loben möchten, auch wenn ein paar mehr Möglichkeiten à la „an die Wand klopfen“ nicht geschadet hätten.

Deus Ex: Human Revolution im Test

Ist „Deus Ex: Human Revolution“ also der perfekte Stealth-Shooter mit Tiefgang? Nicht ganz. Zu dieser herausragenden Bezeichnung fehlt es dann leider doch an einer bahnbrechenden oder zumindest auffälligeren technischen Umsetzung, denn in dieser Hinsicht ist das neue „Deus Ex“ leider nur Durchschnitt.

Dem Spielspaß tut die visuelle Ausgestaltung allerdings keinerlei Abbruch. Aus diesem Grund steht am Ende eine umfassende Empfehlung: Wer „Deus Ex: Human Revolution“ als anspruchsvollen Schleich-Titel akzeptieren kann, wird den Zuschlag für die PC-Version keine Minute lang bereuen.

Kopier- & Jugendschutz

„Deus Ex: Human Revolution“ muss zu Beginn über Steam aktiviert werden und funktioniert auch danach als Spiel der Valve-Plattform nur in Verbindung mit dem entsprechenden Account. Dies hat zwar zum Vorteil, dass keine DVD im Laufwerk liegen muss und Patches automatisch und zeitnah aufgespielt werden; ein Wiederverkauf wird dadurch aber quasi unmöglich gemacht.

In Sachen Jugendschutz gilt es zu erwähnen, dass das neue „Deus Ex“ von der USK die Einstufung „ab 18“ erhalten hat und ungeschnitten auf den Markt gekommen ist.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung in Form deaktivierter Werbeblocker oder eines Abonnements von ComputerBase Pro. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.