7/9 The Elder Scrolls V: Skyrim im Test : Freiheit für den Rollenspieler!

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Grafik & Benchmarks

Das Entwicklerstudio Bethesda Softworks hat vor dem Release von „Skyrim“ von der grafischen Qualität des Spieles geschwärmt, vor allem die PC-Version soll sehr gut aussehen. Das „sehr“ können wir Skyrim schlussendlich nicht attestieren, zu einem „gut“ reicht es aber allemal.

Dafür verantwortlich ist die hauseigenen Creation-Engine, die den oft benutzten Gamebryo-Vorgänger ablöst. Die grafische Qualität eines „The Witcher 2“ wird dabei zwar durchweg nicht erreicht, jedoch wirkt die gesamte Spielwelt mit allen Stärken und Schwächen wie aus einem Guss, was der Atmosphäre zu Gute kommt.

Obwohl Bethesda vor dem Erscheinen des Öfteren erwähnt hat, das Rollenspiel würde DirectX 11 für eine bessere Performance nutzen, ist es schlussendlich nur die DirectX-9-API geworden. In dem Spiel weiß in erster Linie die Beleuchtung zu gefallen, die sich sehr schön je nach Tageszeit verändert. Genauso ist die Weitsicht beeindruckend, wobei aufpoppende Gegenstände leider die Regel anstatt die Ausnahme sind.

1xMSAA
1xMSAA
4xMSAA
4xMSAA
FXAA
FXAA
4xMSAA und FXAA
4xMSAA und FXAA

Die Entwickler haben sich offensichtlich sehr viel Mühe gegeben, eine effektive Kantenglättung in Skyrim zu integrieren. Von Haus aus unterstützt das Spiel neben dem normalen Multi-Sampling-Anti-Aliasing auch die Post-Processing Kantenglättung „FXAA“. Falls dies noch nicht ausreicht, lässt sich im Treibermenü der Grafikkarte Transparency- (Nvidia) beziehungsweise Adaptive-AA (AMD) aktivieren, das sich um flackernde Alpha-Test-Texturen kümmert, die durchaus häufig in Skyrim zu sehen sind. Darüber hinaus ist das Spiel ohne weitere Modifikationen kompatibel mit Super-Sampling-AA, wobei Radeon-Karten die bessere Bildqualität liefern – denn SSAA auf einer Nvidia-Karte sorgt für ein unscharfes Bild.

Generell ist Anti-Aliasing für die optische Qualität von entscheidender Bedeutung, da zahlreiche flimmernde Polygone in Skyrim zu sehen sind. Dementsprechend zeigt bereits reines 4xMSAA eine sehr große Wirkung, weswegen wir unbedingt empfehlen (mindestens) diese Einstellung zu benutzen. Von FXAA raten wir dagegen ab. In dem Szenario wird zwar das gesamte Bild und damit auch die Alpha-Test-Texturen bearbeitet, jedoch legt sich ein unschöner und intensiver Unschärfefilter über das Bild. Für die Alpha-Test-Texturen raten wir zu Transparency- beziehungsweise Adaptive-AA und bei vorhandener GPU-Rechenkraft zu SSAA.

Anti-Aliasing unter 1920x1080
  • 1xAA/1xAF:
    • AMD Radeon HD 6970
      89,2
    • Nvidia GeForce GTX 580
      71,3
  • FXAA und 1xAF:
    • AMD Radeon HD 6970
      83,9
    • Nvidia GeForce GTX 580
      68,9
  • 4xMSAA und 1xAF:
    • AMD Radeon HD 6970
      66,6
    • Nvidia GeForce GTX 580
      60,0
  • 4xMSAA+FXAA und 16xAF:
    • AMD Radeon HD 6970
      63,9
    • Nvidia GeForce GTX 580
      60,0

FXAA kostet in Skyrim kaum Performance. Die Radeon HD 6970 verliert ein wenig mehr an Geschwindigkeit als die GeForce GTX 580, jedoch hält sich der Verlust in Grenzen. MSAA benötigt deutlich mehr Rechenkraft, sodass die Radeon-Karte 25 Prozent langsamer rendert und der GeForce-Konkurrent 16 Prozent – auch hier verliert die AMD-Karte mehr, die Grundleistung ist aber deutlich höher.

Auf der folgenden Seite haben wir mit einigen CPU- und GPU-Konfigurationen Benchmarks getätigt und so bestimmt, welche Hardware für Skyrim mit maximalen Details nötig ist. Wir haben uns für eine jeweils 25 Sekunden lange Testszene entschieden, wobei wir für die CPU- und die GPU-Tests eine unterschiedliche Sequenz verwenden. Für die GPU-Test kommt ein GPU-lastiger „Dungeon“ zum Einsatz, für die CPU-Tests dagegen eine CPU-lastige Außenszene. Letztere stellt dabei ein absolutes Worst-Case-Szenario für den Prozessor dar, normalerweise läuft das Spiel besser. Als Testsystem nutzen wir einen auf 4,5 GHz übertakteten Core-i7-2600K-Prozessor auf einer Z68-Platine mit 8 GB RAM sowie dem Catalyst 11.10 beziehungsweise dem GeForce 285.79.

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