Sharp Aquos SH80F im Test: Die Rückkehr nach Europa in 3D

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Sasan Abdi
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SH80F im Überblick

Design & Verarbeitung

Ist es ein Acer Liquid E? Nein, es ist das SH80F von Sharp! Auf den ersten Blick fühlt man sich bei Form und Maßen des Testkandidaten stark an ältere Geräte wie das besagte Liquid E erinnert, was impliziert, dass die Verantwortlichen rein Äußerlich keine gänzlich neuen Pfade betreten.

Dementsprechend wirkt auch das SH80F vergleichsweise klobig. Dieser Eindruck rührt in der Hauptsache von den Maßen her: Während Länge und Breite bei 127 x 64 mm konventionell ausfallen, sticht die Bautiefe mit knapp 12 mm in Zeiten von weitverbreiteten 9,x-Millimetern bei der Konkurrenz doch aus der Masse heraus.

Sharo Aquos SH80F: Das Design: Nüchtern aber solide
Sharo Aquos SH80F: Das Design: Nüchtern aber solide

Die von der reinen Optik ausgelöste Vermutung um das Gewicht des Gerätes bestätigt sich aber nicht. Bei 135 Gramm bewegt sich dieses für ein 4,2-Zoll großes Gerät absolut im Rahmen, sodass sich festhalten lässt: Visuell kann ein unschöner Ziegelstein-Eindruck durchaus entstehen, haptisch und hosentaschentechnisch gibt es aber nichts zu beanstanden. Aufgebrochen wird der besagte Eindruck zudem durch die leicht abgerundeten Ecken, was dem SH80F gerade in der Draufsicht ein etwas grazileres Auftreten verleiht.

Das moderate Gewicht kommt allerdings nicht von ungefähr. Wer ausgefallene Materialien liebt, wird dieses Smartphone ziemlich langweilig finden, da ausschließlich Kunststoff zum Einsatz kommt – eine nicht per se schlechte Wahl, die in diesem Fall trefflich mit dem auch sonst sehr nüchternen Auftreten zusammenpasst.

Dafür gibt es bei der Verarbeitungsqualität objektiv nichts zu beanstanden: Das Gerät wirkt robust und verlässlich, die verwendeten Kunststoff-Teile hochwertig und auch andere ärgerliche Punkte wie klaffende Spaltmaße und dergleichen gibt es nicht zu beanstanden.

Sharo Aquos SH80F: Doppellinse auf der Rückseite
Sharo Aquos SH80F: Doppellinse auf der Rückseite

Einer von zwei Hinguckern des SH80F findet sich gleich auf der Vorderseite, die natürlich auch in diesem Fall vom Display dominiert wird: Unterhalb von diesem wurde wie gewohnt die Knopfreihe platziert, bei der es sich allerdings nicht um Soft-Touch-Knöpfe sondern um echte Buttons handelt, die obendrein auch noch über einen ordentlichen Druckpunkt verfügen. Leider sind diese nicht beleuchtet; dennoch dürften sich Kritiker von Soft-Touch-Lösungen aufgrund der aufgewerteten Haptik an diesem Merkmal des Gerätes erfreuen.

Der zweite Hingucker wurde auf der in Klavierlackoptik gehaltenen Rückseite platziert. Hier prangt neben dem LED-Blitz, dem Lautsprecher und einem dezenten „Aquos Phone“-Schriftzug die mächtige Doppellinse der 8-Megapixel-Kamera, mit der 3D-Fotos und -Videos aufgenommen werden können. Über den ästhetischen Eindruck lässt sich, wie auch bei der Konkurrenz, vortrefflich streiten; feststeht in jedem Fall, dass auch das SH80F aufgrund der stark hervorstehenden Linsen niemals plan aufliegt und bei der Bedienung auf Flächen dadurch unangenehm hin- und herkippelt – schade, dass die Linsen mit Blick auf die ohnehin recht üppigen 12 mm Bautiefe nicht weniger stark abstehen.

Weitere Eindrücke vom Aquos SH80F

Die Schnittstellen sind wie folgt verteilt: Während die linke Seite, vom Powerknopf abgesehen, unberührt bleibt, findet sich an der Stirn die 3,5mm-Klinkenbuchse sowie die durch eine Kunststoff-Blende solide geschützte microHDMI-Schnittstelle. Auf der rechten Seite wurde eine nur einen Zentimeter lange Lautstärken-Wippe, ein separater Kameraauslöser sowie (irritierenderweise) ein weiterer, kleiner Such-Button platziert – Knöpfe, die allesamt ebenfalls über akzeptable Druckpunkte verfügen.

Zusammenfassend lässt sich in puncto „Design & Verarbeitung“ festhalten: Eine echte Schönheit ist das SH80F nicht. Die Prädikate „nüchtern“ und „solide“ verdient es sich aber allemal.