Intel Graphics HD 4000 & 2500 im Test: Chancenlos gegen AMD

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Wolfgang Andermahr
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Transcodierung

Moderne GPUs können weitaus mehr als nur die Grafik auf den Bildschirm zu zaubern. Ein Einsatzgebiet ist das Transcodieren von Videos, sei es in andere Auflösungen oder andere Codecs. Um die Geschwindigkeit auf Intels neuer Ivy-Bridge-Plattform zu testen, wandeln wir einen 1.080p-Trailer (3:30 Minuten) mittels des H.264-Codecs in die Auflösung 1.280x720 um. Als Software nutzen wir dafür Cyberlinks Media Espresso in der Version 6.5.

Transcodierung – 1080p auf 720p
  • CPU:
    • Intel Core i7-3770K + HD 4000 (Intel)
      6:52
    • Intel Core i5-3550 + HD 2500 (Intel)
      7:51
    • Intel Core i7-2600K + HD 3000 (Intel)
      7:55
    • AMD A8-3870K + HD 6550D (AMD)
      16:04
  • GPU:
    • Intel Core i7-3770K + GT 430 (Nvidia)
      3:12
    • Intel Core i7-3770K + HD 6570 (AMD)
      3:14
    • Intel Core i7-3770K + HD 4000 (Intel)
      3:22
    • Intel Core i5-3550 + HD 2500 (Intel)
      3:40
    • Intel Core i7-3770K + HD 6450 (AMD)
      4:08
    • Intel Core i7-2600K + HD 3000 (Intel)
      4:33
    • AMD A8-3870K + HD 6550D (AMD)
      7:27
Einheit: Minuten, Sekunden

Beim Transcodieren von Videos haben sowohl die Sandy-Bridge- als auch die Ivy-Bridge-CPUs die Nase klar vorn – mit einem deutlichen Abstand. So benötigt der AMD A8-3870K mehr als doppelt so lange wie Intels aktuelles Flaggschiff.

Bei der GPU-Variante erreichen sämtliche Intel-Kandidaten dank der QuickSync-Technologie sehr gute Werte und liegen deutlich vor der Llano-APU. Diese hat aus unerklärlichen Gründen massive Probleme und benötigt trotz der höheren Rechenleistung deutlich länger als eine Radeon HD 6450. Die Ivy-Bridge-Produkte liegen erneut vor der Sandy-Bridge-Generation.

Dabei müssen wir aber anmerken, dass sich die CPU- und die GPU-Messungen nicht direkt vergleichen lassen. Denn die CPU-Variante erzeugt schlussendlich das beste Bild, wobei QuickSync auf den Intel-Prozessoren nicht viel schlechter aussieht. Der von AMD- und Nvidia benutzte Codec kommt dagegen nicht an die Bildqualität heran und hat deswegen einen unfairen Vorteil in den Zeitmessungen.

Videobearbeitung

Wer Videos bearbeiten und zum Beispiel neue Effekte hinzufügen möchte, dem stellt CyberLink mit dem PowerDirector in der Version ein recht mächtiges Tool zur Hand, was unter anderem die GPU zur Hilfe hinzu nehmen kann, um die Rechenzeit zur verkürzen. Wir wandeln ein 1080p-Video in die Auflösung 720p um, setzten gleichzeitig einen Schwarz/Weiß-Filter ein und konvertieren den 2D-Film zu einer 3D-Variante.

Videobearbeitung
  • CPU:
    • Intel Core i7-3770K + HD 4000 (Intel)
      4:30
    • Intel Core i7-2600K + HD 3000 (Intel)
      4:30
    • Intel Core i5-3550 + HD 2500 (Intel)
      6:18
    • AMD A8-3870K + HD 6550D (AMD)
      10:18
  • GPU:
    • Intel Core i7-3770K + HD 4000 (Intel)
      2:35
    • Intel Core i5-3550 + HD 2500 (Intel)
      2:41
    • Intel Core i7-2600K + HD 3000 (Intel)
      4:34
    • Intel Core i7-3770K + HD 6570 (AMD)
      4:45
    • Intel Core i7-3770K + HD 6450 (AMD)
      4:46
    • Intel Core i7-3770K + GT 430 (Nvidia)
      4:57
    • AMD A8-3870K + HD 6550D (AMD)
      10:20
Einheit: Minuten, Sekunden

PowerDirector 10 scheint im Moment nur auf Intels Ivy-Bridge-CPUs ordentlich zu funktionieren, denn nur auf diesen GPUs kann die Software die GPU-Beschleunigung nutzen – bei allen anderen Grafikkarten inklusive dem Core i7-2600K wird ausschließlich die CPU genutzt. Aus diesem Grund haben die Ivy-Bridge-Kandidaten einen massiven Zeitvorteil, der jedoch wenig aussagekräftig ist.