Sharkoon Skiller und Nightwriter im Test: Zwei Tastaturen, zwei Zielgruppen

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Max Doll
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Äußerlichkeiten – Sharkoon Skiller

Den blau-schwarzen Verpackungen entspringt außer den Tastaturen nur im Falle der Skiller weiteres Zubehör in Form einer Treiber-CD sowie blau gummierten Caps für die „WASD“- und Pfeiltasten nebst Werkzeug zum Entfernen selbiger. Nicht einmal der obligatorische PS/2-Adapter ist mehr vorhanden und wohl endgültig ausgemustert worden.

Sharkoon Skiller
Sharkoon Skiller
Sharkoon Skiller - Zubehör
Sharkoon Skiller - Zubehör
Material
Material

Die Skiller selbst kommt in einem aggressiven, kantigen Hochglanzdesign daher, das leicht an Produkte von Razer erinnert. Trotz der 20 Zusatztasten und der integrierten Handballenauflage beschränkt sich die „Könner“ aber mit Abmessungen von 49 x 21 Zentimetern fast auf handelsübliche Normalmaße, wobei die Höhe des Gehäuses dank der Hochstellfüße von 2,5 auf vier Zentimeter vergrößert werden kann. Selbiges besteht zwar komplett aus Kunststoff, ist aber trotz des geringen Gewichtes von nur knapp 600 Gramm ausreichend verwindungssteif. Die Rutschfestigkeit leidet allerdings sowohl unter dem grazilen Materialeinsatz einerseits als auch unter den Gummifüßen andererseits. Denn mit nur zwei schwarzen Haftblöcken aus recht hartem Gummi an der Unterseite, die dank Riefenmuster ihre Auflagefläche künstlich klein halten, ist kein Staat zu machen. Auf glattem Untergrund zeigt sich die Skiller deshalb ziemlich agil.

Sharkoon Skiller - Seitenperspektive
Sharkoon Skiller - Seitenperspektive
Unterseite
Unterseite
Sharkoon Skiller - Zusatztasten
Sharkoon Skiller - Zusatztasten

Die 20 Zusatztasten sind rund um das 105-Tasten-Normlayout der Skiller angeordnet. Am linken Rand des Gaming-Keyboards liegen die Zusatztasten zum Bedienen des Webbrowsers, oberhalb dessen können Arbeitsplatz, Mailprogramm, Suche, Rechner und Mediaplayer aufgerufen werden. Die Beschriftung erfolgt aber nicht auf den Tasten selbst sondern darunter – trotz des deutschen Layouts in englischer Sprache. Demgegenüber liegt am rechten Rand der Skiller die Steuerung der Lautstärke nebst „play/pause“ sowie „stop“. Mit hier an der Oberseite platzierten Knöpfen kann der Rechner gesteuert werden, außerdem der Mediaplayer mit Tasten zum Wechseln des aktuellen Titels. Wie die gesamte Vorderseite der Tastatur – lediglich mit Ausnahme der Standardtasten – sind jedoch auch die Zusatzschalter mit schick-schwarzem Klavierlack überzogen. Für Kontrast sorgen sowohl die blauen Status-LEDs als auch das Tribal unter der Leertaste, welches im Betrieb ebenfalls blau hinterleuchtet wird. Farbton und Helligkeit variieren jedoch.

Sharkoon Skiller - Zusatztasten
Sharkoon Skiller - Zusatztasten
Sharkoon Skiller - Oberflächenstruktur
Sharkoon Skiller - Oberflächenstruktur
Sharkoon Skiller - Schalter
Sharkoon Skiller - Schalter

Blau sind auch die alternativen Caps, die anstelle der „WASD“- und Pfeiltasten montiert werden können. Theoretisch soll die sowohl gummierte und angeraute als auch im Vergleich zu den 1,2 Zentimeter hohen Standardtasten vergrößerte Oberfläche eine haptische Identifikation der Tasten erleichtern. Das ist durchaus sinnvoll, denn die bei der Skiller genutzten Caps sind etwas schmaler als die sonst üblichen Modelle. Trotz der hier kleineren Auflagefläche (1,7 x 1,5 zu 1,5 x 1,2 Zentimeter) lassen sich die Tasten aber präzise treffen, auch dank des Abstandes von sieben Millimetern in horizontaler sowie von fünf in vertikaler Ausrichtung. Die schwarzen Caps der Skiller bestehen komplett aus farbigem Plastik ohne jede weitere Behandlung, lediglich die Beschriftung wurde aufgeklebt und ist somit verschleißanfällig. Trotz der aufgrund des trapezförmigen Tastendesigns relativ kleinen Auflagefläche lassen sich die Tasten präzise drücken und vor allem voneinander unterscheiden.

USB-Kabel
USB-Kabel

Äußerlichkeiten – Sharkoon Nightwriter

Wie bei der Skiller setzt auch die Nightwriter auf ein aufgemotztes 105-Tasten-Layout in klassischer Drei-Block-Anordnung. Analog zum Geschwistermodell orientiert sich Sharkoon hier ebenfalls an anderen Herstellern: Konkret erinnert die „Nachtschreiber“ an Logitechs Illuminated-Serie. Die Zusatzfunktionen zum Bedienen und Aufrufen des Mediaplayers sowie zum Öffnen von Arbeitsplatz, Rechner, Mailprogramm, Browser und dessen Startseite sind deshalb entsprechend dem Vorbild einfach nach Funktionsgruppen gegliedert oberhalb des Tastenfeldes angeordnet. Da die in diesem Modell ebenfalls integrierte Handballenauflage kleiner ausfällt, reichen hier schlanke 46,5 x 19 Zentimeter für das Gehäuse.

Sharkoon Nightwriter
Sharkoon Nightwriter
Sharkoon Nightwriter - Zusatztasten
Sharkoon Nightwriter - Zusatztasten
Material
Material

Bei diesem kommt wieder Kunststoff zum Einsatz. Dank des höheren Eigengewichtes von immerhin 808 Gramm und zusätzlichen Gummifüßen mit glatter Oberfläche an der Unterseite steht die Nightwriter deutlich besser an ihrem Platz. Zwar kommt auch der Blauling ebenso wie sein Vorbild von Logitech nicht ganz ohne Klavierlack aus, die entsprechenden Elemente um die Tastenblöcke herum liegen aber abseits klassischer Fingerpositionen und sind zudem zusammen mit dem Tastenfeld etwas abgesenkt. Ansonsten treffen tastende Tippwerkzeuge auf Plastik mit einer angerauten Oberflächenstruktur, auf der kaum Nutzungsspuren verbleiben.

Sharkoon Nightwriter - Schalter
Sharkoon Nightwriter - Schalter
Sharkoon Nightwriter - Oberflächenstruktur
Sharkoon Nightwriter - Oberflächenstruktur
Sharkoon Nightwriter - Seitenperspektive
Sharkoon Nightwriter - Seitenperspektive

Auch die schwarz beschichteten, wie üblich konkaven Tasten verfügen über eine strukturierte Oberfläche, die hier allerdings deutlich glatter ist. Die Tastensymbole sind wie bei LED-Tastaturen üblich aus der schwarzen Beschichtung der eigentlich durchsichtigen Plastikcaps ausgeschnitten und können mittels des über dem Numpad befindlichen Schalters blau erleuchtet werden. Die Ausleuchtung zeigt sich dabei auch in normaler Arbeitsposition erfreulich gleichmäßig, was an der indirekten Lichtführung liegt: Die Dioden sind bei der Nightwriter nicht wie bei mechanischen Tastaturen mit Cherry-Switches direkt unter den Caps platziert sondern zwischen ihnen, während eine Schicht durchsichtiges Plastik für die Verteilung sorgt. Mit einem Zwischenraum von fünf Millimetern in alle Richtungen liegen die nur drei Millimeter hohen Tasten des Leuchtschreibers etwas dichter beisammen als noch bei der Skiller. Dafür winkt eine größere Auflagefläche als Belohnung, die auch für größere Finger ausreicht.