Gigabyte Osmium im Test: Cherry-Schalter und Wahlräder für die Helligkeit

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Max Doll
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Software

Gigabytes „Ghost Macro Engine“, die direkt von der Homepage des Herstellers heruntergeladen werden muss, bietet überwiegend Hausmannskost. Eher seltsame Untermenüs etwa zum Wechseln der Profile im Punkt „Einstellungen“ – was im Reiter „Profile“ ebenfalls deutlich fixer möglich ist – zeugen von eher wenig durchdachtem Aufbau. Gleiches gilt für das Hauptmenü, welches neben Links zur (asiatischen) Herstellerhomepage und einem Supportforum lediglich das Wechseln des Aivia-Eingabegerätes ermöglicht. Auch die Übersetzung ist nicht ganz ohne Fehler, da beim Löschen des internen Tastatur-Speichers von einer Maus die Rede ist, was der „Ghost Macro Engine“ einen ziemlich lieblosen Anstrich gibt.

Abgesehen von diesen kleinen, nur am Rande störenden Details wurde das Kernfeature, das Konfigurieren und Erstellen von Makros und Zusatzfunktionen zwar gut gelöst, aber ebenfalls nicht vollständig durchdacht. Lediglich die separaten Makrotasten konfigurieren zu lassen, erscheint heute keinesfalls mehr zeitgemäß, gerade und insbesondere bei verschiedenen Profilen. Die Option, selbige beim Start bestimmter Programme automatisch aufzurufen, fehlt ebenso. Da nicht einmal das aktive Profil beim Herunterfahren des Rechners gespeichert wird, schränkt das den tatsächlichen Nutzwert unter Umständen erheblich ein, vom Bedienkomfort einmal ganz zu schweigen.

Ghost Makro Engine – Standardfunktionen
Ghost Makro Engine – Standardfunktionen
Ghost Makro Engine – Makromenü
Ghost Makro Engine – Makromenü

Dafür können neben bestimmten Tastenkombinationen, Funktionen und Shortcuts auch Browser und Mediaplayer aufgerufen werden. Neue Programme lassen sich allerdings abseits der Vorauswahl von Gigabyte nicht hinzufügen. Generell sind Makros auf Eingaben von Maus und Tastatur begrenzt, lassen diesbezüglich aber immerhin nichts zu wünschen übrig. Verschiedene Ausgabemodi (einmalig, in Schleife, bei gedrückter Taste) sind ebenso wie eine Aufnahmefunktion, Optionen zur Eingabeverzögerung und zum Editieren der Tastenfolge vorhanden. Abgesehen davon bietet die Osmium hier aber eher Dünnblech als das namensgebende Edelmetall: Insgesamt bleiben die Makrooptionen im Vergleich mit Konkurrenzgeräten teils erschreckend rudimentär.