4/5 Razer Black Widow Ultimate 2013 im Test : Grünes Licht für blaue Schalter

, 202 Kommentare

Software

Zur Programmierung von Razer-Eingabegeräten bietet der Hersteller produktübergreifend die Software „Synapse 2.0“ an, mit der sich alle aktuellen Eingabegeräte der Marke konfigurieren lassen. Statt auf einem Onboard-Speicher des jeweiligen Gerätes speichert das Konfigurationsprogramm alle Einstellungen kostenfrei in der Cloud, um auf diese Weise an verschiedenen Rechnern abrufbar zu bleiben. Der Offline-Modus wird lediglich genutzt, wenn keine aktive Internetverbindung verfügbar ist und aktualisiert die „wolkig“ gespeicherten Daten bei der ersten Gelegenheit automatisch. Gleiches gilt für das selbständige Einspielen von Treiberupdates. Der Verzicht auf lokalen Speicher und damit auch einen Markroprozessor verhindert jedoch, dass Makros auf Hardwareebene abgespielt werden. Das Ausführen der Tastenfolgen über den Tastaturbuffer ist zwar prinzipiell die bessere Variante, weil während des ablaufenden Makros noch zusätzliche Eingaben getätigt werden können, wird aber von manchen Spielen nicht zu Unrecht unterbunden. Voraussetzung für Synapse 2.0 sind das Net-Framework 4.0, 200 Megabyte HDD-Speicher und ein Nutzerkonto bei Razer.

Razer Black Widow Ultimate 2013 – Synapse 2.0

Die Software selbst präsentiert sich aufgeräumt und bleibt durch wenige, gut gewählte Unterpunkte übersichtlich. Dazu trägt der Startbildschirm ungemein bei, der die Profilverwaltung und eine Übersichtsansicht beinhaltet, auf der mit neuen oder alternativen Funktionen belegte Tasten direkt angezeigt werden. Neben Tastenkonfigurationen können die Profile, deren Aufruf entweder automatisch durch die Verknüpfung mit einer Anwendung oder manuell über eine Tastenkombination erfolgt, außerdem mit bestimmten Beleuchtungseinstellungen verknüpft werden. Der Reiter „Gaming-Modus“ erlaubt die Auswahl von Tastenkombinationen, die in diesem Modus gesperrt gemacht werden. Neben der Windows-Taste stehen nur die Klammergriffe „Alt+F4“ und „Alt+Tab“ zur Wahl, eigene Kombinationen können hingegen nicht hinzugefügt werden.

Wie auch bei der CM Storm Trigger ermöglicht Razer das freie Belegen der kompletten Tastatur mit neuen Funktionen oder Makros – auch die Black Widow Ultimate kann daher bei Bedarf aus einem „X“ ein „U“ machen. Die Wiedergabeart der Signalfolgen, beispielsweise in Schleife, wird komfortabel stets bei der Belegung und nicht bei der Erstellung von Makros gewählt. Darüber hinaus lassen sich außerdem Mausfunktionen, Profilwechsel und Programmstarts zuweisen, Multimedia- sowie Officefunktionen fehlen leider komplett. Dafür ist eine Menge Arbeit in den Makro-Editor geflossen. Dieser bietet zunächst übliche Features: Verschiedene Verzögerungsvarianten zwischen den Anschlägen, die in Echtzeit, mit festen oder ohne Zeitabstände aufgenommen werden, Export- und Importfunktionen, vor allem aber die Möglichkeit, auch bestehende Makros komfortabel zu editieren. Neben der Bearbeitung einzelner Eingaben oder Verzögerungen sind an jeder Stelle ergänzend weitere Aufnahmen von zusätzlichen Anschlägen möglich – ein überaus praktisches Feature. Zwingend nötig ist die Software aber nur für die Bearbeitung von Tastenfolgen, denn die Aufnahme läuft bei Bedarf direkt über die Tastatur ab. Hierzu werden nach Aktivierung des Makro-Keys zunächst die gewünschten Eingaben getätigt, anschließend kann das Makro durch Druck auf eine weitere Taste direkt verknüpft und genutzt werden.

Auf der nächsten Seite: Fazit