3/3 The Bureau: XCOM Declassified im Test : Action statt Strategie?

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Fazit

„The Bureau“ ist ein gewagtes Projekt: Einen auf rundenbasierte Strategie ausgelegten Titel zum taktischen Third-Person-Shooter umkrempeln zu wollen, birgt allerlei Untiefen. Manche von diesen sind derart fundamental, dass sie von den Entwicklern kaum umschifft werden können.

So ist völlig klar, dass dieses „XCOM“ zwei Spielertypen verschrecken wird. Zum einen werden konservative Freunde des Originals, die schon über „XCOM: Enemy Unknown“ die Nase gerümpft haben, angewidert ihr Gesicht abwenden. Zum anderen dürften sich auch all jene, die auf klassische Action-Shooter-Kost im Third-Person-Modus stehen, von der „Battle-Focus“-Ansicht und den strategischen Elementen zumindest irritiert fühlen. Wer einfach nur zünftig ballern möchte, wird sich schließlich daran stören, dass ein guter Teil der Zeit auf das Mikromanagement der Teammitglieder verwendet werden muss.

The Bureau: XCOM Declassified im Test

Ist das Vorhaben also gescheitert? Man könnte mit Blick auf das eben geschilderte und auf die mäßige Story zu einem solchen Schluss kommen. Was davon abhält, ist die mutige Konzeption der Spielmechanik: Der „Battle Focus“ funktioniert überwiegend gut und sorgt insbesondere auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad und im fortgeschrittenen Verlauf des Spiels für richtig packende Kämpfe, bei denen sowohl Köpfchen als auch „Aiming“ gefragt sind.

Insgesamt versprüht „The Bureau“ in einem tendenziell ausgelutschten Genre deswegen durchaus einen eigenen, ansprechenden Charme, weswegen am Ende folgende Empfehlung steht: Wer Lust auf einen etwas anderen Third-Person-Shooter hat und experimentierfreudig ist, sollte „The Bureau: XCOM Declassified“ eine Chance geben.

Kopier- & Jugendschutz

„The Bureau: XCOM Declassified“ erscheint am 23. August für den PC, die Xbox 360 und die PlayStation 3. Die PC-Version funktioniert über Steam, sodass der Key über die Valve-Plattform aktiviert werden muss. Dazu ist einmalig eine Internetverbindug nötig; ein Wiederverkauf wird durch die Bindung an das Steam-Konto aber quasi unmöglich gemacht.

In Sachen Jugendschutz gilt es zu erwähnen, dass das Spiel von der USK keine Jugendfreigabe erhalten hat und mit dem Label „Ab 18 Jahren“ erscheinen wird.

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