7/13 Nvidia GeForce GTX 750 (Ti) „Maxwell“ im Test : Vier Grafikkarten im Vergleich

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GPU-Computing

Moderne Grafikkarten können deutlich mehr Berechnungen ausführen als nur 3D-Grafik. Dabei sind sie Prozessoren mitunter deutlich überlegen. Immer mehr Programme machen von der Möglichkeit, die GPU in die Berechnungen mit einzubeziehen, Gebrauch.

Als Programmierschnittstellen kommen in unseren Tests Direct Compute (Anwendungen und Theoretische Tests) und OpenCL (Anwendungen) zum Einsatz.

In Theorie

Hinweis: Mittels Schaltfläche über den folgenden Diagrammen kann vorwärts und rückwärts durch Einzelergebnisse der Messungen geklickt werden.

Nvidias Kepler-Architektur hatte beim GPU-Computing einige Schwierigkeiten: In theoretischen Tests, die vergleichbar mit professionellen Anwendungen oder „Bitcoining“ sind, liegt Kepler um Meilen hinter AMDs Graphics Core Next. Auch mit Maxwell ändert sich dies nicht grundlegend, so dass auch die neue Architektur weiterhin im Schnitt weit hinter den AMD GPUs liegt. Es gibt allerdings vereinzelte Lichtblitze.

Im CLBenchmark schleicht sich die Karte so schon an die ansonsten schnellere GeForce GTX 660 heran und kann diese zum Teil auch überholen. Im Luxmark liefert Maxwell auf der GeForce GTX 750 Ti dann sogar eine ähnliche Leistung wie die GeForce GTX 780 – und ist damit etwa viereinhalb Mal so schnell wie die GeForce GTX 650 Ti. Der deutlich größere L2-Cache macht sich somit bemerkbar. Im GPU Caps Viewer sowie im FluidSDK zeigen sich hingegen die Schattenseiten. Die GeForce GTX 750 Ti ist in diesen Benchmarks nur minimal schneller oder gar langsamer als die GeForce GTX 650 Ti.

Die GeForce GTX 750 arbeitet – wenig überraschend – durchweg ein wenig langsamer als der größere Bruder. Die Stärken und die Schwächen sind dabei identisch.

Und Praxis

Auch in praktischen Tests zeigt sich ein hin und her der Maxwell-Architektur. In Musemage ist die GeForce GTX 750 Ti zum Beispiel kaum schneller als die GeForce GTX 650 Ti. Bei Folding@Home ist die Karte dagegen flotter als eine GeForce GTX 660, was etwa 50 Prozent mehr Leistung bedeutet. In Gimp ist die Karte in einem Test gar zügiger unterwegs als eine GeForce GTX 770 – in einem anderen aber dafür nicht schneller als die GeForce GTX 650 Ti. Die GeForce GTX 750 arbeitet etwas langsamer als der größere Bruder, ohne aber allzu viel Leistung zu verlieren.

In den praktischen Tests – die andere Anforderungen als die theoretischen stellen – ist Maxwell den konkurrierenden GCN-GPUs meist überlegen. Der Vorsprung ist zwar nicht so groß wie der von GCN bei den theoretischen Anwendungen, aber dennoch nicht von der Hand zu weisen.

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