2/13 Nvidia GeForce GTX 750 (Ti) „Maxwell“ im Test : Vier Grafikkarten im Vergleich

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Der Speicher und die ROPs

Einen geradezu riesigen Schritt hat es beim L2-Cache gegeben. Der GM107, die voraussichtlich kleinste Maxwell-GPU, kann mit 2.048 KB auf einen größeren L2-Cache zurückgreifen als eine High-End-Karte der aktuellen Generation: der GK110 (GeForce GTX Titan, GeForce GTX 780 (Ti)) bietet ein halbes Megabyte weniger. Über den großen internen Speicher sollen externe Speicherzugriffe verhindert und so die Effizienz sowie Leistung verbessert werden.

GM107 GK107 GK106 GK104 GK110
L2-Cache 2.084 KB 256 KB 384 KB 512 KB 1.536 KB

Bei den „Raster Operation Processors“ kann GM107 auf zwei ROP-Partitionen mit jeweils acht ROPs zugreifen, was insgesamt 16 ROPs ergibt. Als Speicherinterface sind zwei 64-Bit-Controller vorgesehen, was einem klassischen 128-Bit-Interface entspricht.

Nvidia GM107
Nvidia GM107

Von NVENC bis DirectX 11.0

Nvidia hat auf Maxwell auch den diskreten Video-Encoder für H.264 (NVENC) verbessert. Während Kepler mittels NVENC mit der vierfachen Echtzeitgeschwindigkeit encodieren kann, liegt die Rate bei Maxwell bei Faktor sechs bis acht. Das Decodieren soll in acht bis zehnfacher Geschwindigkeit geschehen können. Trotz höherer Leistung soll die Leistungsaufnahme geringer ausfallen.

Maxwell ist erstmals mit dem „GC5“-Power-State ausgestattet, der in leichten Belastungsphasen, wie zum Beispiel dem Abspielen einer Blu-ray, einsetzen soll. Dadurch soll erneut der Energiehunger reduziert werden. Die Double-Precision-Leistung von Maxwell liegt bei 1/32 der Single-Precision-Leistung.

Auch die Granularität des Clock-Gating soll einen Schritt nach vorne gemacht haben, sodass gewisse Chipbereiche mit unterschiedlichen Frequenzen arbeiten können. Dies alles sind laut Nvidia wichtige Punkte, durch die die Effizienz ansteigt. Zu weiteren Anpassungen und Maßnahmen, die die Energieeffizient erhöht haben sollen, hüllt sich Nvidia allerdings in Schweigen.

Eine abschließend durchaus überraschende Nachricht gibt es bezüglich der APIs. Dort hat sich nichts getan, sodass Maxwell genau wie Kepler nur DirectX 11.2 mit dem Feature Level 11.0 vollständig unterstützt – und damit im Endeffekt nur DirectX 11.0. Auch fehlt der GPU aktuell die Kompatibilität zu HDMI 2.0. Das liegt laut Nvidia daran, dass der Standard zu kurzfristig fertiggestellt worden ist.

Die technischen Spezifikationen

Zu guter Letzt gehen wir noch einmal kompakt auf die technischen Spezifikationen der GeForce GTX 750 Ti und GeForce GTX 750 im Vergleich zur GeForce GTX 650 Ti sowie zur GeForce GTX 660 ein.

GeForce
GTX 650 Ti
GeForce
GTX 750
GeForce
GTX 750 Ti
GeForce
GTX 660
Logo Nvidia-Logo Nvidia-Logo Nvidia-Logo Nvidia-Logo
Chip GK106 GM107 GM107 GK106
Transistoren ca. 2,54 Mrd. ca. 1,87 Mrd. ca. 1,87 ca. 2,54 Mrd.
Fertigung 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm
Chiptakt 925 MHz 1.020 MHz 1.020 MHz 980 MHz
Maximaler Chiptakt X 1.050 (?) MHz 1.050 MHz 1.097 MHz
Shader-Einheiten
(MADD)
768 (1D) 512 (1D) 640 (1D) 960 (1D)
FLOPs (MAD) 1.421 GFLOPs 1.044 GFLOPs 1.305 GFLOPs 1.882 GFLOPs
ROPs 16 16 16 24
Pixelfüllrate 14.800 MPix/s 16.320 MPix/s 16.320 MPix/s 23.520 MPix/s
TMUs 64 32 40 80
Texelfüllrate 59.200 MTex/s 32.640 MTex/s 40.800 MTex/s 78.400 MTex/s
DirectX
(vollständig)
11 11 11 11
GPU ohne Monitor
abschaltbar
X X X X
Speichermenge 1.024 MB GDDR5 1.024 MB GDDR5
2.048 MB GDDR5
2.048 MB GDDR5 2.048 MB GDDR5
Speichertakt 2.700 MHz 2.500 MHz 2.700 MHz 3.000 MHz
Speicherinterface 128 Bit 128 Bit 128 Bit 192 Bit
Speicherbandbreite 86.400 MB/s 80.000 MB/s 86.400 MB/s 144.192 MB/s
Stromangaben
Typisch/Maximal
?/110 Watt ?/55 Watt ?/60 Watt 115/140 Watt

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