2/4 GeForce GTX 970 : Die Speicher-Limitierung in der Analyse

, 548 Kommentare

Die Testszenarien

ComputerBase hat sich für drei Testspiele entschieden: Assassin's Creed: Unity und Far Cry 4 belasten als „Next Gen Spiele“ den Speicher mehr als die meisten anderen aktuellen Titel. Als dritter Kandidat kommt das Rätselspiel The Talos Principle auf Basis der Serious-Sam-Engine zum Einsatz, das deutlich weniger VRAM benötigt.

Um den Speicherverbrauch in den Spielen zu maximieren und trotzdem noch spielbare Frameraten zu erzielen, wurden die Auflösungen sowie die Texturdetails erhöht, sämtliche anderen Einstellungen jedoch deutlich reduziert.

Detailstufe „gering“ Detailstufe „hoch“
Assassin's Creed: Unity 2.560 × 1.600
niedrige Details
höchste Texturdetails
FXAA
2.560 × 1.600
niedrige Details
höchste Texturdetails
4 × MSAA
Far Cry 4 2.560 × 1.600
niedrige Details
höchste Texturdetails
4 × MSAA
3.135 × 1.960
niedrige Details
höchste Texturdetails
4 × MSAA
The Talos Principle 3.840 × 2.400
niedrige Details
höchste Texturdetails
4 × MSAA
4.434 × 2.771
niedrige Details
höchste Texturdetails
4 × MSAA

Dabei gilt es folgendes zu bedenken: Messergebnisse, die eine Grafikkarte im Speicherlimit erfassen, sind nicht vollständig reproduzierbar. ComputerBase konnte die aufgezeigten Einschränkungen in allen drei Spielen nachstellen, aber nie absolut deckungsgleich. Zu groß sind die Auswirkungen kleinster Veränderungen in der Blickrichtung des Spielers oder zufällige Abläufe im Spiel auf den Speicherverbrauch.

Die Testreihen

Als Grafikkarten werden die MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G und die Gigabyte GeForce GTX 980 G1 Gaming mit dem neusten Treiber, dem GeForce 347.25, betrieben. Die Testreihen finden auf dem aktuellen Grafikkarten-Testsystem statt.

Frames per Seconds

Den Anfang macht Assassin's Creed: Unity. Werden ausschließlich die Bilder pro Sekunde betrachtet, fällt in dem Titel nichts ungewöhnliches auf. Die GeForce GTX 980 ist zwar klar schneller als die GeForce GTX 970, doch gibt es kein direktes Anzeichen, dass die GeForce GTX 970 aufgrund eines zu knappen Speichers in Schwierigkeiten gerät.

Anders sieht es dagegen in Far Cry 4 aus. Während in 2.560 × 1.600 noch alles normal ist, bricht die GeForce GTX 970 in 3.135 × 1.960 reproduzierbar bei den Minimum-FPS ein. Während die GeForce GTX 980 dort auf 26 Bilder pro Sekunde kommt, schafft es die kleinere Karte nur auf deren acht.

Ein Bild, das sich in The Talos Principle wiederholt. Während die (schon hohe) Auflösung 3.840 × 2.400 von der GeForce GTX 970 noch gut gemeistert wird, sind 4.434 × 2.771 für den 3D-Beschleuniger zu viel. Das Bild bleibt teilweise reproduzierbar stehen, während die GeForce GTX 980 noch 36 FPS erreicht.

Bei den Frameverlaufsdiagrammen lassen sich die Messergebnisse ein wenig besser interpretieren, denn dort zeigt sich genau, für wie lange die GeForce GTX 970 gegenüber der größeren Variante einbricht. Während in Far Cry 4 „nur“ Einbrüche über eine Sekunde zu messen sind, bleibt das Bild in The Talos Principle gleich mehrere Sekunden lang stehen.

Frametimes

Treten Probleme nur für einen Bruchteil einer Sekunde auf, können FPS diese schnell nicht mehr wiedergeben. Aus diesem Grund ist der nächste Schritt ein Blick auf die Frametimes.

In den geringen Qualitätseinstellungen gibt es nur minimale Unterschiede zwischen den beiden Maxwell-Grafikkarten. So zeigt die GeForce GTX 970 in Assassin's Creed: Unity generell eine größere Anzahl an unregelmäßigen Frametimes als die GeForce GTX 980. Dafür zeigt sich der größte „Spike“ auf der GeForce GTX 980, der sich auch durch einen sichtbaren Hänger im Spielverlauf bemerkbar macht – das ist aber ein Problem der Engine. In Far Cry 4 zeigt sich dasselbe Verhalten, ebenso in The Talos Principle.

In höheren Einstellungen ändert sich dann das Ergebnis. Denn dort zeigen sich in Assassin's Creed: Unity auf der GeForce GTX 970 deutlich schlechtere Ergebnisse. Vor allem gegen Ende der Testsequenz steigen die Zeitabstände zwischen den Frames an, was sich auch im Spielverlauf spüren lässt.

Und auch in Far Cry 4 gibt es mehr Hänger mit dem kleinen Maxwell-Beschleuniger, die im Spiel durch ein Stottern auf sich aufmerksam machen. Auch die GeForce GTX 980 läuft nicht perfekt, ist aber spürbar weniger anfällig. In The Talo Principle zeigt sich dann der mehrsekündige Stillstand der GeForce GTX 970. Von diesem abgesehen sind die Ergebnisse der 3D-Beschleuniger sehr ähnlich.

Auf der nächsten Seite: Die Problemfälle im Video