Markttag : Das Angebot an Ultra-HD-Monitoren im Überblick

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Markttag: Das Angebot an Ultra-HD-Monitoren im Überblick
Bild: Samsung

Samstag ist Markttag. ComputerBase wirft einen Blick auf wesentliche Entwicklungen auf dem Markt für IT und Consumer Electronics – kurz wie langfristig. An diesem Markttag gibt die Redaktion einen Überblick über das Angebot an Ultra-HD-Monitoren am Markt.

Ultra HD ist seit dem Jahr 2014 endgültig fest definiert, auch was die Inhalte anbelangt. Inhalte in Ultra HD bieten in der ersten Phase der ersten Generation eine Auflösung von 3.840 × 2.160 und eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz, in einer zweiten Phase sollen sie um 22.2-Kanal-Ton und 12 Bit 4:2:2 Farbunterabtastung ergänzt werden. Die zweite Generation von Inhalten ist mit einer Auflösung von 7.680 × 4.320 Pixeln ebenfalls bereits festgelegt. Alternative Bezeichnungen für Ultra HD mit 3.840 × 2.160 sind „4K“ und für Ultra HD mit 7.680 × 4.320 Pixeln „8K“.

Endgerätehersteller können darüber hinaus auch auf eine definierte Auflösung von „5K“ zurückgreifen – Film und Fernsehen werden diesen Zwischenschritt aller Voraussicht nach übergehen. Erste Produkte sind mit dem iMac von Apple und einem Monitor von Dell bereits verfügbar, HP hat ein vergleichbares Display angekündigt.

Die hohe Auflösung macht Anpassungen an der Anbindung der Monitore notwendig. Um Ultra HD mit 3.840 × 2.160 Pixeln bei 60 Hz und einer Datenrate von 11 Gbit/s wiederzugeben, bedarf es mindestens HDMI 2.0 oder DisplayPort 1.2. Mit DisplayPort 1.3 sind auch 120 Hz bei „4K“ oder 60 Hz bei „5K“ möglich.

Das Jahr 2014 war das Jahr der Ultra-HD-Monitore, und dennoch bleibt das Angebot überschaubar. Wenig Film- und Video-Material, hohe Anforderungen an die Systeme zur Berechnung derart hochauflösender Inhalte und der Preis halten den Markt noch klein. Der Preisvergleich listet derzeit 36 Modelle, von denen 32 die normierte Ultra-HD-Auflösung von 3.840 × 2.160 Pixeln aufweisen, drei weitere bieten „echtes 4K“ mit 4.096 × 2.160 Pixeln, einer „5K“ mit 5.120 × 2.880 Pixeln.

Die Pixeldichte aller Modelle liegt zwischen 110 ppi und 250 ppi, 33 von 36 Modelle liegen zwischen 130 und 200 ppi. Der Ausreißer nach oben hin ist der 5K-Monitor von Dell mit 27 Zoll, weniger als 130 ppi bieten zwei fast 40 Zoll große Monitore von Eizo und Philips. Beim typischen Stromverbrauch bewegen sich die Herstellerangaben im Bereich zwischen 30 Watt bis über 100 Watt. Der Großteil liegt zwischen 40 und 80 Watt. Die beiden sparsamsten Modelle sind zwei Monitore von Eizo mit unter 30 Watt – maximal können aber auch diese bis zu 130 Watt aus der Steckdose ziehen.

Bei den verbauten Panels dominiert IPS (16) vor TN (13), fünf IGZO-Panels sowie je ein VA- und ein PVA-Panel sind ebenfalls am Markt vertreten. Der Eizo DuraVision FDH3601 mit PVA-Panel kostet 20.000 Euro. Alle TN-Panels finden sich im Preisbereich bis 580 Euro, auch drei IPS-Panels unterbieten diese Hürde. Der niedrigste Preis für einen Ultra-HD-Monitor liegt bei 370 Euro zuzüglich Versandkosten, mehr als 30 Hz bei voller Auflösung liefert das Modell mit 28 Zoll allerdings nicht. Bereits für zehn Euro mehr gibt es einen etwas kleineren Monitor, der dafür aber ein IPS-Panel besitzt. Über 600 Euro gibt es nur noch Modelle mit IPS, VA oder PVA-Panel auf dem Markt.

Panels in Ultra HD finden sich nicht nur in Monitoren für Endkunden, sondern auch im Public-/Info-Displaybereich. Dort herrschen Größen jenseits der 50 Zoll vor und auch preislich können Modelle in den hohen fünfstelligen Bereich vordringen. Auch als Touchscreen gibt es Ultra HD von Sharp und LG. Beide Modelle schlagen mit 5.000 respektive 15.500 Euro zu Buche.

Fazit: Ultra HD nimmt an der Gerätefront Fahrt auf. Kaum Inhalte, hohe Anforderungen an das System und der Preis bremsen den Markt allerdings noch. Wie so oft gilt damit auch bei Ultra HD: Bis Inhalte großflächig vorliegen, Betriebssysteme perfekt harmonieren und Rechner schnell genug für die Berechnung hochauflösender Inhalte sind, wird bereits eine ganz andere Gerätegeneration im Handel zu finden sein. Nur wer schon heute das Mehr an Schärfe zu nutzen weiß, sollte mit dem Angebot im Handel liebäugeln.

In den globalen Top-10 des Preisvergleichs hat sich auch in der zweiten Woche des neuen Jahres wenig getan. Mit der Palit GeForce GTX 970 finden sich mittlerweile vier Grafikkarten dieses Typs in der Auflistung wieder. Intels i7-4790K und Seagates Archive HDD v2 mit 8 Terabyte Nominalfassungsvermögen konnten im Nutzerinteresse zulegen.

Leserhinweise auf interessante Entwicklungen im Preisvergleich nimmt die Redaktion gerne unter markttag~~computerbase.de entgegen.