3/6 Intel Core i7-5775C im Test : Flotter Prozessor trifft schnellste integrierte Grafik

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Benchmarks mit diskreter Grafik

Für den reinen Prozessortest kommt zum allerletzten Mal das angestammte CPU-Testsystem zum Einsatz, da sich der Vergleich mit den Haswell-Vorgängern, insbesondere auch bei gleichem Takt, anbietet.

Die Ranglisten zeigen den Core i7-5775C im Vergleich zu Vorgängern sowie den relevanten Konkurrenten. In das zusammenfassende Rating fließen nur Tests aus den Bereichen Anwendungen sowie Spiele ein, wobei darauf folgend alle anderen Segmente separat ausgegeben werden – durchklickbare Diagramme zeigen jedes einzelne Testergebnis.

Gesamtwertung

Etwas mehr als fünf Prozent höhere IPC hat Intel bei den Broadwell-CPUs gegenüber Haswell versprochen. Bei gleichem Takt wie der Haswell-basierte Xeon E3-1230 v3 liegt der Core i7-5775C in den Benchmarks tatsächlich rund vier Prozent vorne. Zudem rangiert der Core i7-5775C vor dem schneller getakteten Core i7-4770K, den taktschnellsten Devil's Canyon alias Core i7-4790K holt der Neuling aber nicht ein, dafür ist der 700 MHz große Unterschied beim Basistakt zu groß.

Anwendungen

Hinweis: In den folgenden Diagrammen kann vorwärts und rückwärts durch Einzelergebnisse der Messungen geklickt werden, die zum Rating im ersten Diagramm geführt haben.

In Anwendungen profitiert auch der Core i7-5775C von acht Threads, kann den geringeren Takt im Vergleich zum bisherigen Spitzenmodell bei gleicher Threadanzahl aber nicht verbergen. Der Vorsprung bei gleichem Takt beträgt in Anwendung allerdings sieben Prozent. Dank Verbesserungen beim Encoding sowie kleineren Optimierungen in anderen Bereichen sind Anwendungen die Vorzeigedisziplin der Broadwell- gegenüber den Haswell-CPUs.

Theoretische Tests

In den isolierten theoretischen Tests, die häufig viel früher auf neue Instruktionen und zusätzliche Kernen zugreifen und so als Indiz für zukünftige Anwendungen dienen, spielt der Takt zusammen mit der Anzahl an Kernen und Threads eine Rolle. Dabei werden in der Regel mehr Threads gegenüber dem Takt bevorzugt.

Unterm Strich wird das Bild der realen Anwendungen in den theoretischen Tests noch einmal untermauert und gefestigt. Bei WinRAR wird der Einfluss des eDRAMs deutlich: Bei gleichem Takt wie der Haswell-Vorgänger wird beim integrierten Test eine 41 Prozent höhere Bandbreite ermittelt. Aus dem theoretischen Wert bleiben im Alltag beim realen Packen immerhin noch 16 Prozent übrig – deutlich mehr als in jeder anderen Anwendung.

Spiele (Full HD)

Hinweis: Auch in den Spielediagrammen kann vorwärts und rückwärts durch Einzelergebnisse der Messungen geklickt werden, die dann zum Rating im ersten Diagramm geführt haben.

Haswell bildete bisher die Spitze in Spieletests, Broadwell schließt da als Refresh nahtlos an. Das gesamte Testfeld rückt enger zusammen und alle hochtaktenden Intel-Prozessoren aus den letzten beiden Jahren versammeln sich an der Spitze des Diagramms. Insgesamt trennen sie nur wenige Prozente, die in Spielen im Alltag nicht zu merken sind.

Spiele (niedrige Auflösung)

Bei Spielen mit geringer Auflösung wird das Ergebnis der vorherigen Betrachtung untermauert, die Abstände werden aufgrund des größeren Einfluss des Prozessors jedoch leicht vergrößert. Der Core i7-5775C schlägt sich gut und liegt knapp vor dem Core i7-4960X. Am deutlich schneller taktendem Core i7-4790K kommt er jedoch abermals nicht vorbei.

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