5/5 Beebox, Brix und NUC im Test : Mini-PCs mit 3 Watt Leerlaufverbrauch im Vergleich

, 90 Kommentare

Fazit und Empfehlung

Drei Mini-PCs mit Braswell, drei unterschiedliche Vorstellungen – nicht nur aufgrund der drei verschiedenen SoCs. Einen Aussetzer gibt es im Testfeld nicht: ASRock Beebox, Gigabyte Brix und Intel NUC sind gut, jeder hat sein Alleinstellungsmerkmal. Bedenkenlos zugreifen können Interessenten trotzdem nicht.

Ein Stapel Mini-PCs
Ein Stapel Mini-PCs

Für Office-Anwendungen und den Konsum der meisten Medien, auch in Ultra HD, sind alle getesteten Modelle zwar geeignet. Intels Dual-Core-Lösung in Form des Celeron N3000 kommt beim Streaming über Silverlight aber bereits aus der Puste, dem zweiten 2-Kern-Modell Celeron N3050 wird es ähnlich ergehen. Mit HEVC/H.265 können hingegen alle Systeme mit Braswell nicht umgehen. Wer darauf schielt, ist hier definitiv fehl am Platz.

ASRock gelingt der Einstieg, Gigabyte setzt den Preis

ASRocks Einstieg in den Mini-PC-Markt ist gelungen. Die kleinen Beebox bieten die beste Ausstattung hinsichtlich Displays und selbst USB vom Typ C ist bereits mit dabei, das Gehäuse ist aber das schwächste im Vergleich.

Gigabytes Paket überrascht positiv, sowohl was Ausstattung als auch Leistung und Preis angeht. Hier gibt es den Braswell mit vier Kernen zum Preis der Konkurrenten mit zwei. Günstiger gibt es aktuell keinen Quad-Core-Mini-PC, der zudem sehr leise arbeitet. Intels NUCs in dieser Preisklasse haben deshalb ein wenig das Nachsehen, der Vorreiter der Mini-PCs bietet zwar wie üblich ein gutes Gesamtpaket, kann preislich aber in diesem Jahr nicht mithalten.

Kaufempfehlung

Zwei Kerne sollten es nicht mehr sein, der Griff zu PCs mit Vier-Kern-Prozessor ist auch im Einstiegssegment empfehlenswert. Unter Berücksichtigung dieser Einschränkung steht der Gigabyte Brix mit Celeron N3150 weit vorne, der Einstieg beginnt für das Barebone ohne RAM und Massenspeicher bereits bei 130 Euro. Bei ASRocks Beebox müsste der Griff zum nächst größeren Modell mit Celeron N3150 erfolgen – ein Aufpreis von 20 Euro im Einzelhandel. Der ist dann ebenfalls aktiv gekühlt, behält aber den Vorteil bei der Anschlussvielfalt und die zwei Speicherslots bei.

Intels NUCs haben in dieser Preisklasse in diesem Jahr ein wenig das Nachsehen. Der über 170 Euro teure NUC mit Pentium N3700 bietet zwar die beste Leistung, kann sich aber kaum von den anderen Vier-Kern-Modellen absetzen. Die gebotenen Anschlüsse gehen in Ordnung, stechen aber nicht hervor. Das Gehäuse ist zwar das beste, die Lüftersteuerung in diesem Modell hingegen aber Werk nicht optimal. Den NUC gibt es auch noch mit Celeron N3050, wiederum ein Zweikerner, dann für 130 Euro. Da sollte schlichtweg zum Brix mit quasi gleicher Ausstattung und vier Kernen gegriffen werden.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung in Form deaktivierter Werbeblocker oder eines Abonnements von ComputerBase Pro. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.