PC-Lenkräder im Test: Thrustmaster, Fanatec und Logitech auf Bestzeitenjagd

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Wolfgang Andermahr
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Thrustmaster TX Ferrari 458 Italia

Das Thrustmaster TX Ferrari 458 Italia gibt es im Handel bereits für knapp unter 300 Euro, ein Pedal für die Kupplung bietet es nicht. Das Set ist mit dem PC und der Xbox One kompatibel. Der Lenkradkranz kann abgenommen und auf Wunsch durch andere Modelle von Thrustmaster ersetzt werden.

Die Optik erinnert an den Ferrari 458, Verarbeitungsqualität und Materialwahl hingegen nicht. Der Lenkradkranz mit seiner Kombination aus Kunststoff und Gummimantel fühlt sich unangenehm an und auch die Funktionsknöpfe vermitteln nicht den Eindruck eines 300 Euro teuren Produktes. Der Schalter, der fünf verschiedene (Motor-)Modi vorgibt zu ermöglichen, in Wirklichkeit aber nur zwei Funktionen bietet, passt da schon fast ins Bild. Dass sich der große rote Knopf zum Motor starten nicht drücken lässt, sondern eine Joystick-Funktion bietet, verwirrt.

Große Hände bekommen Probleme

Greifen lässt sich das Lenkrad wiederum sicher. Die Hände laufen auch nach einer langen Spielzeit nicht Gefahr, wegzurutschen. Große Hände mag es mit 28 Zentimetern Durchmesser hingegen nicht, Mittel- und Ringfinger finden dann nicht ausreichend Platz auf der Rückseite und kollidieren mit angewinkelten Knöcheln mit den Schaltwippen. Das wird auf Dauer unangenehm und macht es schwer, um die Schaltwippen herum zu greifen, um den Gang zu wechseln. Dafür sind vier Funktionsknöpfe auf der Vorderseite gut und drei weitere immerhin mit Fingerakrobatik zu erreichen, was längst keine Selbstverständlichkeit ist. Nur für die beiden unteren muss die Hand vom Lenkrad gelöst werden.

Gut zu gefallen weiß auch der Befestigungsmechanismus des Lenkrads, trotz seiner mechanischen Einfachheit hat er auch mit dicken Tischplatten bei großen Kräften kein Problem. Bei der Force-Feedback-Einheit handelt es sich laut Hersteller um eine Variante mit einem „bürstenlosen Industriemotor“, der angeblich ein kräftigeres und genaueres Feedback ermöglichen soll als die bis jetzt genutzten Zahnradantriebe.

Der Widerstand des Bremspedals ist konstant

Während man das Lenkrad über USB an den Rechner anschließt, findet die Pedalerie ihren Anschluss am Lenkrad selbst. Die Pedaleinheit besteht fast durchweg aus Kunststoff, nur die Pedale selbst sind aus dünnem Metall. Die Bremse hat einen geringfügig höheren Widerstand als das Gaspedal, der Widerstand bleibt allerdings auf dem kompletten Pedalweg identisch. Gebremst wird bei dem TX Ferrari 458 Italia über den Pedalweg.

Ist das Lenkrad korrekt am PC und am Strom angeschlossen, fehlt nur noch der entsprechende Treiber, der vom Hersteller heruntergeladen werden kann. Die Testversion war mit der aktuellsten Firmware ausgestattet, was über das Treibermenü kontrolliert werden kann. Im Treiber selber lassen sich einige Optionen wie die Force-Feedback-Stärke, der maximale Lenkwinkel oder die Dämpfung sowie eine automatische Zentriereinstellung festlegen.

Während Project Cars das TX Ferrari 458 Italia automatisch erkennt, ist es in Assetto Corsa nicht hinterlegt, sodass sämtliche Einstellungen manuell getroffen werden müssen. Dennoch arbeiten alle Funktionen bis hin zum letzten Knopf einwandfrei.