3/5 Corsair H100i v2 im Test : Eine Pumpe mit USB für eine leise AiO-Kühlung

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Testergebnisse

ComputerBase testet Kompaktwasserkühlungen nach einem standardisierten Protokoll. Alle Details zu dem Testsystem und der Methodik finden sich in einem separaten Artikel.

Messungen mit Serienlüftern

Im Serienzustand werden die Kühlungen in zwei Drehzahlstufen getestet. Bei 800 U/min zeigen alle Kühlungen, wie die Kühlleistung bei moderater Geräuschkulisse ausfällt. Mit maximaler Drehzahl wird zusätzlich die theoretisch erreichbare Kühlleistung ermittelt – die in den meisten Fällen geräuschtechnisch nicht für den Alltag empfehlenswert ist.

Kühlleistung mit Serienlüftern

Bei maximaler Umdrehungsgeschwindigkeit der Serienlüfter ist die H100i v2 mit einer Temperaturdifferenz von knapp 34 Kelvin zwischen CPU- und Raumtemperatur nahe an den Konkurrenten mit tieferem Radiator. Das wird durch die mit Abstand höchste Drehzahl im Testfeld möglich: 2.700 U/min sorgen für eine gute Kühlleistung, lassen aber Böses für die Schalldruckmessung ahnen.

Relativ schlecht schneidet die AiO von Corsair bei 800 U/min ab. Sie ordnet sich mit einer Temperaturdifferenz von über 50 Kelvin am unteren Ende des Testfelds ein, wenn auch der Abstand zur Captain EX und dem Liqmax II sehr gering ist. Absolut unerreicht bleibt der Liquid Freezer von Arctic, der dank doppelter Lüfterbestückung spielend mit der Konkurrenz fertig wird.

Schalldruckmessungen mit Serienlüftern

Schalldruckmessungen des Systems werden bei geschlossenem Gehäuse durchgeführt. Als Lärmquellen sind lediglich Pumpe und Lüfter der getesteten Kompaktwasserkühlung vorhanden. Luftkühler hingegen werden bei aktivem Gehäuselüfter gemessen.

Bei maximaler Drehzahl sortieren sich die Kompaktwasserkühlungen in der Reihenfolge der Lüfterdrehzahlen. Entsprechend laut ist die Corsair H100i v2. Mit 52 dB(A) bildet die Kühlung eindeutig das Schlusslicht im Testfeld. Die H100i v2 ist bei 2.700 U/min unangenehm laut, wird aber bei 800 U/min deutlich leiser. Bei reduzierter Drehzahl ist sie nach der Captain EX die leiseste AiO im Test.

800 U/min entsprechen bereits dem erreichbaren Minimum der Lüfter – eine weitere Absenkung der Drehzahl per PWM ist weder über Corsair Link noch über den PWM-Lüfterausgang des im Testsystem eingesetzten aquaero 5 möglich. Gerade in Leerlaufphasen, wenn keine hohe Kühlleistung benötigt wird, wäre das aber angenehm für die Ohren.

Messungen mit Referenzlüftern

Neben der Serienausstattung werden die Kühlungen auch unter gleichen Bedingungen getestet. Dazu werden die Kompaktwasserkühlungen mit der Arctic MX-2 als Wärmeleitpaste und zwei NF-F12 PWM-Lüftern von Noctua neu montiert.

Kühlleistung mit Referenzlüftern

Unter Referenzbedingungen steigt die Kühlleistung der H100i v2 an – sie kann sich im Gegensatz zu den Messungen im Serienzustand bei 800 U/min vor ihre Konkurrenten mit schlankerem Radiator setzen und belegt den erwarteten Platz im Mittelfeld. Die Corsair ordnet sich also entsprechend ihren Radiatordimensionen im Testfeld ein.

Schalldruckmessungen mit Referenzlüftern

Werden die AiOs mit Referenzlüftern getestet, so rückt das Testfeld bei den Schalldruckmessungen nahe zusammen. Die Pumpen sind zwar bei allen Kandidaten außer der Deepcool Captain EX bei geschlossenem Gehäuse eindeutig hörbar, doch in den meisten Fällen nicht laut genug, um vom eingesetzten Schalldruckmessgerät erfasst zu werden. Das trifft auch auf die H100i v2 zu, die bei den drei gemessenen Drehzahlstufen im Rahmen der von den Konkurrenten vorgegebenen Schalldrücke bleibt.

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