3/4 Battlefield 1 Benchmark : Beeindruckend, aber nur mit DirectX 11

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Testreihen und Testsystem

Die Benchmarks wurden zu einem Großteil auf zwei verschiedenen Prozessoren durchgeführt: Dem Intel Core i7-6700K und dem AMD FX-8370. Die restlichen Komponenten der Systeme sind so weit wie möglich identisch. Als Treiber sind der Crimson 16.10.1 beziehungsweise der GeForce 373.06 installiert. Windows 10 mit sämtlichen Updates ist aufgespielt. Separate Tests mit dem noch nicht veröffentlichten Crimson 16.10.2 schließen die Messungen ab.

Test mit Einzel- und Multiplayer

Bei den bisherigen Teilen der Serie war es oft der Fall, dass der Einzel- und der Mehrspielermodus unterschiedlich schnell laufen. Um zu prüfen, ob dies auch in Battlefield 1 der Fall ist, hat ComputerBase beide Szenarien getestet. Im Einzelspielermodus zeigt die Testszene eine klassische Panzerfahrt zu Beginn der Kampagne durch ein bekämpftes Gebiet. Im Mehrspielermodus dient dagegen die Karte „Krieg im Ballsaal“ auf Seiten der Vereinigten Staaten als Kulisse.

Unabhängig vom Testszenario kommen in den Benchmarks die folgenden Grafikeinstellungen zum Einsatz.

Auflösung Grafik-Details
1.920 × 1.080 Ultra-Preset, automatische Speicherbegrenzung Aus
2.560 × 1.440 Ultra-Preset, automatische Speicherbegrenzung Aus
3.840 × 2.160 Ultra-Preset, automatische Speicherbegrenzung Aus

Benchmarks auf dem Intel Core i7-6700K

Auf einem schnellen Prozessor wie dem Intel Core i7-6700K ist die Situation mit Grafikkarten von Nvidia einfach umrissen: Egal ob der Einzel- oder der Mehrspielermodus von Battlefield 1 zum Einsatz kommt, DirectX 11 ist die API der Wahl. Und mit dieser laufen die Nvidia-Grafikkarten auch durch die Bank sehr gut, unabhängig von der Auflösung.

Die GeForce GTX 1080 hat dabei abermals keine Schwierigkeiten, die mit Abstand schnellste Grafikkarte für Battlefield 1 zu sein. Es handelt sich zudem um das einzige Modell, das selbst in 3.840 × 2.160 noch 60 Bilder pro Sekunde ermöglicht. Nicht nur Grafikkarten mit Pascal sondern auch die mit Maxwell kommen gut mit dem First-Person-Shooter klar.

Nvidia und DirectX12 hakt auch hier

Nicht zu empfehlen auf einer Grafikkarte von Nvidia ist DirectX 12: Die API läuft auch in der Implementierung von DICE spürbar langsamer als die ältere Schnittstelle. Bei AMD sieht das zumindest im Einzelspielermodus anders aus.

Dabei gilt es zuvor noch zu erwähnen, dass Grafikkarten von AMD auch mit DirectX 11 im Mehrspielermodus sehr gut laufen. In Battlefield 4 sind solche Systeme noch sehr schnell ins CPU-Limit gerannt.

Im Vergleich zur Konkurrenz ist für Besitzer einer Grafikkarte von AMD zudem DirectX 12 eine Überlegung wert. Vor allem im Einzelspielermodus kann DirectX 12 etwas schneller als DirectX 11 laufen – mit maximal fünf Prozent sind die Zugewinne aber gering. Im Mehrspielermodus ist man mit DirectX 12 dagegen außer auf der Radeon RX 480 auch mit AMD durchweg langsamer unterwegs.

AMD und Nvidia auf Augenhöhe

Im ewigen Duell AMD gegen Nvidia gibt es schlussendlich einen Gleichstand. In der Kampagne hat die GeForce GTX 1060 in 1.920 × 1.080 unabhängig von der API zwar noch die Nase noch um bis zu acht Prozent vor der Radeon RX 480. In 2.560 × 1.440 herrscht dann aber fast schon Gleichstand. Und im Mehrspielermodus beträgt der Abstand zwischen den zwei Grafikkarten maximal nur zwei Prozent. Je nach Auflösung liegt die mal AMD und mal Nvidia vorn.

Battlefield 1 läuft auf vielen Grafikkarten gut

Auffällig ist, wie gut Battlefield 1 trotz der sehr guten Grafik läuft. So lässt sich das Spiel in 1.920 × 1.080 bei maximalen Details mit einer GeForce GTX 960 oder einer Radeon R9 380 nicht optimal, aber noch gut spielen. 2.560 × 1.440 ist bei voller Grafikpracht auch mit einer Radeon RX 480, einer GeForce GTX 1060 oder dem entsprechenden Modell der Vorgängergeneration gut spielbar. Und 3.840 × 2.160 läuft auch auf einer GeForce GTX 980 Ti und einer Radeon R9 Fury X noch ordentlich und auf einer GeForce GTX 1080 fast schon perfekt.

Benchmarks auf dem AMD FX-8370

Mit einem deutlich schwächeren Prozessor wie dem AMD FX-8370 profitiert der Einzelspielermodus – gemessen in FPS – deutlicher von DirectX 12 – auch bei Nvidia. So kann die GeForce GTX 1080 in 1.920 × 1.080 durch DirectX 12 um sieben Prozent zulegen. Auch die GeForce GTX 980 Ti wird noch drei Prozent schneller. Erst langsamere Modelle im GPU-Limit werden bleiben weiterhin langsamer als mit DirectX 11. AMD baut den bereits zu beobachtenden Vorteil auf dem Core i7-6700K hingegen weiter aus: Die Radeon R9 Fury X legt jetzt um 38 Prozent zu und überholt die GeForce GTX 1080. Auch langsamere Modelle erhalten einen guten Schub.

Auch im Multiplayermodus können Grafikkarten von AMD deutlich stärker von DirectX 12 profitieren. Die Radeon R9 Fury X legt um 13 Prozent zu und ist damit auch hier schneller als die GeForce GTX 1080.

Grafikkarten von Nvidia sind im Mehrspielermodus unabhängig von der API in niedrigen Auflösungen durchweg GPU-limitiert. Ob eine GeForce GTX 1080 oder eine GeForce GTX 970 im Rechner steckt, macht kaum einen Unterschied und selbst in Ultra HD kann die GeForce GTX 1080 noch nicht richtig Fahrt aufnehmen.

Zwei Sachen fallen auf

Auffällig ist damit zum Einen, dass DirectX 12 im Einzelspielermodus teils mehr Vorteile bringt als im Mehrspielermodus. Obwohl der Mehrspielermodus die CPU mehr fordert und daher eigentlich mehr profitieren müsste. Zum anderen fühlt sich der Titel trotz höherer FPS oft deutlich schlechter an. Die Frametimes bestätigen das.

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