4/5 Gears of War 4 im Test : Der Spaß endet mitten i

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Schwerpunkt Mehrspieler

Anders gestaltet sich die Bewertung der Mehrspieler-Modi, die sich mit Erzählungen nicht zu belasten brauchen. Hauptsächlich hervorzuheben sind die Verbesserungen für den Horde-Modus, der mit verschiedenen Klassen und neuen Bauelementen mehr taktische Optionen bietet. Kooperation und Planung sind noch immer Schlüssel, was zusammen mit knackigen Herausforderungen unterhält. Dass sich Positionen von Waffen und Mitspielern per Overlay anzeigen lassen, fördert das Teamplay enorm.

Die Online-Duelle haben etwas ungemein befriedigendes (PC)
Die Online-Duelle haben etwas ungemein befriedigendes (PC)

Ansonsten bleiben übliche Spielmodi rund um das Team-Deathmatch für bis zu 10 Spieler, darunter Arms Race, bei dem Waffen sequentiell durch Abschüsse gewechselt werden, King of the Hill, einem Modus, bei dem Respawn-Tickets durch Abschüsse von Gegnern verdient werden müssen, sowie einer Variante, bei der der Wiedereinstieg nur dann möglich ist, solange die „Königsfigur“ des Teams am Leben ist. Damit hat The Coalition zudem einen effektiven Mechanismus, um die Geschwindigkeit der Matches zu variieren: Je mehr das Leben wert ist, desto vorsichtiger das Vorgehen beider Parteien. Das ist insgesamt intensiv, kurzweilig und hat nichts an Unterhaltungswert eingebüßt – im Wesentlichen sichert Teil 4 den Status Quo ab.

Auf dem PC macht sich zudem die präzisere, exzellente Maussteuerung bemerkbar. Das führt dazu, dass die Schrotflinte ein wenig an Relevanz verliert und die Gefechte etwas ausgewogener werden. Wie sich in der Beta offenbart hat, geht The Coalition insgesamt keine (in diesem Fall unnötigen) Risiken ein. Das Alte unterhält auch mit der nächsten Generation gut.

Season Pass von fraglichem Wert

Auch Gears of War 4 wird mit einem Kistensystem monetarisiert. Zufällig ausgelost werden Herausforderungen, die zusätzliche Erfahrungspunkte spendieren, sowie Skins für Charaktere und Waffen – letztere sind allerdings kaum sichtbar. Die Kisten können langsam mit Ingame-Währung oder teuer für Euros gekauft werden. Über das mittlerweile zum Standard gewordene Schema geht der Titel erst beim Freischalten von Fähigkeiten für den Horde-Modus hinaus, die ebenfalls nur zufällig aus Kisten gewonnen werden können. Eine zielgerichtete Charakterentwicklung hin auf einen Spielstil wird so erschwert, ein Crafting-System schwenkt Richtung Grind. Das erscheint weniger ideal.

Kisten und Zufallsprogression fehlen in kaum einem Spiel
Kisten und Zufallsprogression fehlen in kaum einem Spiel

Wenig Gegenwert bietet darüber hinaus auch der Season Pass. Für 50 Euro im Einzelkauf bietet The Coalition Zugriff auf 17 Kisten sowie neue Karten. Diese können im Rahmen der Rotation allerdings von allen Spielern genutzt werden; der Kauf erlaubt es lediglich, neue Umgebungen auch in privatem Spiel nach Wunsch zu wählen. Weitere Einzelspieler-Inhalte wird es nicht geben. Da das Spiel selbst rund 70 Euro kostet, erscheint der Gegenwert selbst bei einem Kauf durch die 100 Euro teure Ultimate Edition des Spiels fragwürdig.

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