5/5 Bluetooth-Lautsprecher im Test : Das Passende für die eigenen Ansprüche

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Fazit

Der Test hinterlässt einen gespaltenen Eindruck: Auf der einen Seite ist die gebotene Klangqualität vor allem bei den günstigeren Testkandidaten gemessen am Preis erstaunlich. Hier wird dem Kunden ein solider Klang sowie eine kompakte Bauweise geliefert. Dies verdeutlicht zum Beispiel der August MS425, der mit einem Straßenpreis von 12 Euro der günstigste Lautsprecher im Test ist und dennoch klanglich überzeugen kann – solange die Musik nicht zu laut gehört wird. Gleiches gilt für den JAM Classic, der jedoch durch deutliche Störgeräusche auffällt. Dennoch zeigen diese Vertreter auch die Kompromisse, die in den unteren Preisklassen eingegangen werden müssen: An eine gute Stereo-Wiedergabe ist in diesem Segment kaum zu denken und der kompakten Baugröße geschuldet fallen auch die tiefen Frequenzbereiche mager aus. Sie eignen sich vor allem, wenn Musik in nicht zu hoher Lautstärke im Hintergrund wiedergegeben werden soll. Durch ihr 360°-Konzept besitzt der Nutzer zudem eine große Freiheit bei der Standortwahl.

Die Qual der Wahl

Wird jedoch ein ausgeprägterer Bassbereich gewünscht, muss etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden. Dann gelangen Interessenten in den Bereich des Anker SoundCore sowie der beiden Lautsprecher von Creative Labs. Aber auch hier muss sich der Nutzer entscheiden: Legt er mehr Wert auf Laufzeit muss er wie beim SoundCore klangliche Abstriche hinnehmen. Möchte er einen besseren Frequenzgang vorfinden, dann fällt die Laufzeit geringer aus. Der MUVO 2 und MUVO 2C von Creative Labs bieten darüber hinaus das interessante Konzept, jeweils zwei Lautsprecher zu einem Stereo-Set zu verbinden, die auch in einer größeren Entfernung zueinander aufgestellt werden können. Der Spritzwasserschutz ist hingegen auch bei anderen Lautsprechern dieser Preisklasse zu finden.

Bluetooth-Lautsprecher im Test
Bluetooth-Lautsprecher im Test

Wer günstig kauft, kauft oft zwei Mal

Der August SE50 suggeriert einen Lautsprecher mit guter Basswiedergabe und das Äußere einen edlen Klang – beides kann im Test nicht bestätigt werden. Zwar bietet der Lautsprecher der Baugröße geschuldet ein etwas größeres Stereo-Spektrum, dafür kann mit dem UKW-Radio kein Sender rauschfrei empfangen werden. Es gilt also erneut: Alles hat seinen Preis und das, was versprochen wird, ist zu diesem Preis ohne Kompromisse nur schwer zu bekommen. Zudem muss der Nutzer beim SE50 aufgrund des fehlenden Akkus auf die Mobilität verzichten – ein Kompromiss eben.

Ist der Kunde hingegen bereit, noch etwas mehr zu investieren, ändert sich das Bild: Für 70 Euro, also rund 20 Euro mehr als der MUVO 2, wechselt der HX-P920 von JAM den Besitzer. Dieser weist nicht nur eine gute Akkulaufzeit sowie ein komplettes Metallgehäuse gepaart mit einer exzellenten Verarbeitung auf, sondern liefert auch eine gute Basswiedergabe. Aber auch hier steht die kompakte Bauweise einem ausfüllendem Stereo-Bild im Weg – dafür ist er laut.

Reicht dies dem Hörer immer noch nicht, gelangt er in Preisgefilde, die nach oben offen sind und dadurch ganz andere Vorstellungen erfüllen können. Doch dazu vielleicht in einem späteren Test mehr.

Preisunabhängige Probleme und Versäumnisse der Hersteller

Auf der anderen Seite sind manche Problem nicht an Preisklassen gebunden: So weisen alle Teilnehmer im Test in unterschiedlicher Intensität Rauschen und Störgeräusche auf – im Falle des JAM Classic sogar sehr deutlich. Äußere Einflüsse wie die Anzahl von drahtlosen Netzwerken in der Umgebung spielen dabei eine nicht unwichtige Rolle. Aber auch hausgemachte Probleme befinden sich darunter: So weist der HX-P920 deutliche Verzerrungen im Tiefenbereich bei geringer Lautstärke auf und auch die zu lauten Funktionssignale hätten dem Hersteller auffallen müssen.

In den meisten Fällen bleibt dem zukünftigen Besitzern bei der Suche nach einem mobilen Lautsprecher nur eines: Genau zu wissen, was man sucht – und vor allem ausprobieren!

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