2/3 CoD: Infinite Warfare : Benchmarks mit vielen FPS und hohem Speicherbedarf

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Testreihen und Testsystem

Sämtliche Testreihen wurden auf dem aktuellen Grafikkarten-Testsystem durchgeführt. Als Treiber sind der Crimson 16.11.1 beziehungsweise der GeForce 375.70 installiert. Beide Treiber sind für das neue Call of Duty optimiert. Es ist Windows 10 mit sämtlichen Updates installiert.

Die Testsequenz ist zwar kein Worst-Case-Szenario, gehört aber zu den eher anspruchsvolleren Sequenzen. Diese zeigt einen kleinen Fußmarsch in der Nacht, diverse Feuer, viele darzustellende Objekte und mehrere Spielfiguren. Unabhängig von der Auflösung sind die Details durchweg maximiert. Da Grafikkarten mit zu wenig Speicher gar nicht bis fast nicht in der Framerate einbrechen, sind auch die vollen Texturdetails angeschaltet.

Auflösung Grafik-Details
1.920 × 1.080 Maximale Details
2.560 × 1.440 Maximale Details
3.840 × 2.160 Maximale Details

Benchmarks von Full HD bis Ultra HD

Call of Duty: Infinite Warfare bietet eine insgesamt hohe Framerate. So kommen bei maximalen Details in Full HD ab einer Radeon RX 470 oder einer GeForce GTX 1060 sämtliche Grafikkarten auf über 60 Bilder pro Sekunde. Auch eine Radeon R9 380 kommt noch auf über 50 FPS. Selbst mit der deutlich fordernden Auflösung 2.560 × 1.440 kommen noch zahlreiche Grafikkarten auf solch hohe Frameraten. Das gilt selbst für eine 250 Euro teure Radeon RX 480.

Dass Nvidias GeForce GTX 1080 die schnellste Grafikkarte für Call of Duty: Infinite Warfare ist, verwundert nicht. Auch nicht, dass diese in Ultra HD noch gut spielbare 51 FPS bei maximaler Grafikqualität liefert. In den langsameren Klassen fällt dann jedoch schnell auf, dass die gesamte AMD-Riege sehr gut abschneidet.

Alle Radeons, vor allem aber Polaris, sind schnell im neuen COD

Den neuen Polaris-Ablegern schmeckt der neuste Call-of-Duty-Teil besonders gut. So ist die Radeon RX 480 in 1.920 × 1.080 nicht nur zwei Prozent schneller als die Radeon R9 390X. Zugleich lässt die Grafikkarte auch die GeForce GTX 1060 locker hinter sich. Und das gleich um ungewöhnliche 20 Prozent. Selbst die GeForce GTX 1070 ist nur 16 Prozent schneller.

Die älteren AMD-Grafikkarten schneiden dann zwar nicht mehr ganz so spektakulär, aber immer noch gut ab. So ist die Radeon R9 390X elf Prozent schneller als die GeForce GTX 980, die Radeon R9 390 satte 45 Prozent zügiger als die GeForce GTX 970 und die Radeon R9 380 25 Prozent schneller als die GeForce GTX 960.

In höheren Auflösungen ändert sich an dem Bild nicht viel. So ist zum Beispiel die Radeon RX 480 in 2.560 × 1.440 immer noch gute 15 Prozent schneller als die GeForce GTX 1060 und in 3.840 × 2.160 legt sich die Radeon R9 Fury (ohne X) gleich mit der GeForce GTX 1070 an – zumindest bezüglich der reinen Framerate.

Die alte Garde schlägt sich gut

Auch mit einer alten Grafikkarte lässt es sich in Call of Duty: Infinite Warfare noch gut spielen. Dass die Radeon R9 290 schnell ist, wundert dabei keinen – denn diese nutzt die gleiche Architektur wie die Radeon R9 390. Doch auch die Radeon R9 280X ist gut unterwegs und gar fünf Prozent schneller als die Radeon R9 380X – wenn auch aufgrund des nur drei Gigabyte großen Speichers nicht bei gleich guter Texturqualität.

Auch die Kepler-Modelle von Nvidia arbeiten zügig. Die GeForce GTX 780 ist schneller als die GeForce GTX 970, wobei auch hier der Speichereinwand gilt. Die GeForce GTX 770 ist ein wenig zügiger als die GeForce GTX 960 (bei erneut geringerer Texturqualität).

Probleme bei weniger als 8 GB Speicher

Black Ops III hatte bereits einen enormen Speicherhunger, der selbst auf Grafikkarten mit 4.096 MB Schwierigkeiten bereitet – in Full HD. Auch in Infinite Warfare ist der Bedarf an VRAM sehr hoch, doch hat sich das Rad des Grafikkartenspeichers mittlerweile deutlich weiter gedreht.

Wie viel Speicher der First-Person-Shooter genau benötigt, ist unklar – denn das Spiel belegt immer so viel VRAM wie vorhanden ist. Sicher ist jedoch, dass der Speicherbedarf in Infinite Warfare noch einmal gestiegen ist. Wirklich glücklich wird der Spieler im neusten Call of Duty erst mit einem acht Gigabyte großen Grafikspeicher. Dieser ist dann auch in Ultra HD ausreichend für die vollen Texturdetails.

8.192 MB reichen immer, 6.144 MB nicht

Wer dagegen weniger Speicher hat, muss auf die schönsten Texturen verzichten. Auch in Full HD. Selbst mit einem sechs Gigabyte großen VRAM. Sprich, die GeForce GTX 1060 kann die Texturstufe „Hoch“, anders als die Radeon RX 480, nicht ohne Ruckler darstellen. Zu einem Großteil der Zeit läuft der Shooter auf einer entsprechenden Grafikkarte zwar flüssig, doch ab und zu gibt es immer einen spürbaren Hänger, der stört. Ab der Einstellung Normal reichen dann auch die 6.144 MB aus.

Wer eine Grafikkarte mit nur 4.096 MB hat, muss sich dann selbst bei normaler Texturstufe ab und zu mit einem heftigen Haker zufrieden geben. Hier zeigt sich dann übrigens erneut die bessere Speicherverwaltung von Nvidia. Diese reicht zwar auch nicht aus, um Infinite Warfare bei normalen Texturdetails stockfrei wiederzugeben. Jedoch läuft das Spiel auf einer GeForce GTX 980 ein gutes Stück besser als auf der Radeon R9 Fury X. Dennoch gilt generell: Wer auf einer 4.096-MB-Karte nicht immer mal wieder mit Rucklern zu kämpfen haben möchte, sollte die Texturdetails auf die Stufe „Niedrig“ reduzieren.

Die zwei höchsten Texturstufen geben sich nicht viel

Der optische Verlust zwischen den Einstellungen Hoch und Normal ist zwar zu sehen. Wer auf Normal zurückschalten muss, verliert aber nur minimal an Grafikpracht. Bei der Einstellung Niedrig werden einige Texturen dann jedoch matschig. Bei der niedrigsten Stufe ist das gesamte Bild sehr unscharf. Auffällig ist, dass das Spiel die höchste Texturstufe gar nicht erst zulässt, wenn die Grafikkarte weniger als 4.096 MB hat. Diese lässt sich dann zwar einstellen, wird aber einfach nicht übernommen – das Spiel hängt dann aber trotzdem immer wieder.

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