Sony: PlayStation VR bereits 915.000 Mal verkauft

Mahir Kulalic 49 Kommentare
Sony: PlayStation VR bereits 915.000 Mal verkauft

Rund viereinhalb Monate nach dem Start von PlayStation VR zieht Andrew House, Chef von Sony Interactive Entertainment, ein erstes Fazit zu den Verkaufszahlen: Bis Mitte Februar hat der Hersteller vom eigenen Einstieg in die Virtual Reality rund 915.000 Exemplare verkaufen können.

Im Interview mit der New York Times äußerte sich House positiv überrascht von den Verkaufszahlen, da das Unternehmen selbst mit weniger gerechnet habe. Das Ziel des Konzerns waren eine Million verkaufte Einheiten bis April 2017, einem halben Jahr nach dem Start der Brille. In Anbetracht der bisherigen Verkäufe dürfte dieses Ziel erreicht werden.

Mehr als HTC und Oculus zusammen

Die Bekanntgabe der Zahlen erleichtert zumindest bei Sony die Einschätzung, wie der Markt teurere VR-Headsets aufnimmt. HTC und Oculus haben sich bisher noch nicht offiziell zu den Verkaufszahlen geäußert. Eine aktuelle Studie von Strategy Analytics sieht Sony mit drei Prozent Markt- und rund 15 Prozent Umsatzanteil auf dem dritten respektive dem zweiten Platz aller Virtual-Reality-Anbieter. Den Großteil der Umsätze und Marktanteile haben hingegen günstige Google Cardboards und Samsung Gear VR.

Zum Vergleich: Einschätzungen der Marktforscher SuperData Research gehen von 420.000 verkauften HTC Vive und 243.000 verkauften Oculus Rift aus, wonach Sony mehr verkaufte Einheiten absetzen konnte als beide Kontrahenten zusammen.

Marktanteile VR nach Stückzahlen und Plattform
Marktanteile VR nach Stückzahlen und Plattform (Bild: Strategy Analytics)

Viele Nutzer und geringere Kosten als Vorteil

Vorteile für die PlayStation VR sind die starken Verkaufszahlen der PlayStation 4, Anfang des Jahres hat Sony 53 Millionen verkaufte Modelle bekanntgegeben. Neben der großen Anzahl potentieller Kunden kostet die PlayStation VR ohne dafür nötige Kamera 400 Euro, während die Oculus Rift bei 700 und die HTC Vive bei 800 Euro liegt. Zudem benötigen die beiden Konkurrenten auch einen Computer mit potenter Hardware, während mit der PSVR kompatible Spielkonsolen zum Teil für unter 300 Euro zu haben sind.