Im Test vor 15 Jahren: Asus GeForce4 Ti 4600 mit 3D-Shutterbrille

Robert McHardy 176 Kommentare
Im Test vor 15 Jahren: Asus GeForce4 Ti 4600 mit 3D-Shutterbrille

tl;dr: ComputerBase wirft einen Blick auf die vor 15 Jahren getestete Asus V8460 Ultra Deluxe, eine GeForce4 Ti 4600, Nvidias Topmodell im Jahr 2002, mit beigelegter 3D-Shutterbrille und wuchtiger Kühllösung. Ein Rückblick auf Nvidias vorletzte High-End-DirectX-8-Grafikkarte.

Die Nvidia GeForce4 Ti 4600 bot im Jahr 2002 mit dem NV25-Grafikchip 63 Millionen Transistoren auf einem 142-mm2-Die. Die 128 MByte DDR-Grafikspeicher sind über einen 128 Bit breiten Bus an die GPU angebunden, die Bandbreite beträgt 10,4 GByte/s.

Die GeForce4 Ti 4600 war abgesehen von der 2003 erschienenen GeForce4 Ti 4800 (SE) Nvidias letzte DirectX-8-Grafikkarte aus der High-End-Riege. Die parallel vertriebene GeForce4-MX-Serie kam sogar im Jahr 2004 mit der GeForce PCX4300, nur wenige Monate vor der mit DirectX-9-Unterstützung vorgestellten GeForce 6800, nur mit Version 7.0 der Grafik-API daher.

3D-Shutterbrille, Kupferkühler und Anschlussvielfalt

Die V8460 Ultra Deluxe war mit über 500 Euro Asus teuerste Version der GeForce4 Ti 4600. Das hat sich auch in der Ausstattung der Grafikkarte niedergeschlagen. Der Hersteller hat die V8460 Ultra Deluxe mit einem selbst entwickelten Kupferkühler ausgestattet, der sich durch deutlich höhere Kühlleistung von dem Aluminium-Kühlkörper des Referenzdesigns absetzen konnte. Der für damalige Verhältnisse wuchtige Kühler sorgte für ein Gesamtgewicht der Grafikkarte von etwa 440 Gramm.

In puncto Anschlussvielfalt konnte die V8460 Ultra Deluxe ebenfalls glänzen. Neben einem DVI- und VGA-Ausgang wurde auch ein S-Video-/Composite-Anschluss verbaut. Mittels eines beigelegten Adapters konnten an den DVI-Ausgang gleich zwei Monitore angeschlossen werden. Die ebenfalls im Lieferumfang enthaltene 3D-Shutterbrille wurde mit einen Klinkenstecker direkt mit der Grafikkarte verbunden. Über den TV-Mode-Jumper konnte das Ausgabesignal für Fernseher zwischen NTSC und PAL gewählt werden.

Eine wahre High-End-Grafikkarte

In den Benchmarks trat die GeForce4 Ti 4600 gegen den Vorgänger, die GeForce3, und die ATi Radeon 8500 LE an. Zudem waren mit der GeForce4 Ti 4400 und 4200 noch zwei etwas langsamere Modelle der High-End-Serie vertreten. In den Tests konnte sich die V8460 Ultra Deluxe dank des schnelleren Grafikchips an die Spitze setzen und vor allem in höheren Auflösungen oft 40 Prozent Mehrleistung gegenüber der ein Jahr älteren GeForce3 herausholen. Mit rund 46 Bildern pro Sekunde war beispielsweise Serious Sam: The Second Encounter in 1.600 × 1.200 Bildpunkten nur mit der GeForce4 Ti 4600 flüssig spielbar.

AMD Vega gegen Nvidia Volta

Am 30. Juli wird AMD auf der Siggraph 2017 neue Grafikkarten für Spieler auf Basis der Vega-Architektur, die bereits im professionellen Bereich in Form der Radeon Vega Frontier Edition erhältlich ist, vorstellen. Der Hersteller soll drei Versionen für Spieler, die RX Vega XL, XT und XTX, geplant haben. Ebenfalls im professionellen Bereich bereits erhältlich ist Nvidia Volta mit 21,1 Milliarden Transistoren auf 815 mm2. Erste Grafikkarten für Endkunden werden für das erste Quartal 2018 erwartet. Während AMD bei Vega auf HBM2-Speicher setzt, soll Nvidia für Volta im Endkundenbereich auf GDDR6-Speicher bauen.

In der Kategorie „im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Letzte Woche ging es dabei um fünf Dual-Sockel-Mainboards für AMDs Athlon MP.

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