AMD Ryzen Threadripper: Hersteller verwöhnt Tester mit riesigem Review-Kit Notiz

Volker Rißka 185 Kommentare
AMD Ryzen Threadripper: Hersteller verwöhnt Tester mit riesigem Review-Kit

AMDs Teststellungen für die Threadripper-Plattform sind seit einigen Tagen in den Redaktionen angelangt, heute darf ein Blick darauf freigegeben werden. Denn während Intel in den letzten Jahren das Sampling für die Presse mehr und mehr verlernte, geht AMD in der CPU-Sparte in diesem Jahr in die Vollen.

Eine mit dem ComputerBase-Logo gravierte Threadripper-CPU (die aber nicht funktionstüchtig ist), jeweils eine Boxed-Variante der neuen CPU Ryzen Threadripper 1950X und 1920X, hinzu gesellt sich das Asus-Flaggschiff-Mainboard ROG X399 Zenith, auf dem eine 512 GByte fassende Samsung 960 Pro als SSD vorinstalliert ist – so liest sich der Umfang des Review-Kits.

Abgerundet wird das Paket von 4 × 8 GByte DDR4-Speicher von G.Skill sowie einer All-in-One-Wasserkühlung mit 360er Radiator und einem 1.250-Watt-Netzteil, das noch Luft nach oben für Overclocking bieten soll. AMD hat so ein Rundum-sorglos-Paket geschnürt und gibt sich dementsprechend optimistisch, was den Wiedereinstieg in den High-End-Desktop-Markt (HEDT) angeht.

Frühe Samples bedeuten aber nicht, dass auch direkt alles problemlos und optimal funktioniert. BIOS-Updates werden aktuell noch ausgerollt und auch noch weiter optimiert, problematisch sind zudem alternative, passende Kühler für den neuen Sockel TR4 (sTR4). Denn während durch die mitgelieferte Halterung und den Schraubendreher an All-in-One-Wasserkühlungen gedacht ist, sieht es an der Front für Luftkühler extrem dunkel aus – es gibt quasi nichts.

Marktstart ohne Luftkühler

Die drei von AMD gezeigten Noctua-Lösungen als potentiell stärkste erste Vertreter kommen erst zum Ende dieser Woche respektive Beginn der nächsten aus der anfänglichen Serienproduktion. Im Handel stehen diese entsprechend später, Noctua verkündete offiziell, dass es erst Ende August soweit sein soll. Auch ein weiterer von AMD beworbener Kühler, der Arctic Freezer 33, steht eher auf der Kippe. Der Hersteller selbst gibt diesen eigentlich nur für einen Serieneinsatz von bis zu 150 Watt frei und schreibt für den Sockel TR4 keine Empfehlung aus – er wird funktionieren, aber optimal ist auch das nicht. Denn die gebotene Auflagefläche des Kühlers zum riesigen Sockel ist zu klein, das Problem haben die AiO-Waküs trotz der mitgelieferten Halterung aber ebenfalls. Echte neue Kühllösungen speziell für den Sockel TR4 optimiert wird es zum Start deshalb nicht geben.

Alle Details zur neuen Threadripper-Plattform und den Prozessoren mit ihren besonderen Kniffen für den alltäglichen Gebrauch gibt es im großen Test am 10. August hier auf ComputerBase.