Crucial BX300 SSD im Test: Zur Samsung 850 Evo fehlt nicht viel 2/3

Michael Günsch 123 Kommentare

Benchmarks

Erläuterungen und Einzelheiten zu dem Testsystem, der Testmethodik und den genutzten Benchmarks enthält der Artikel „So testet ComputerBase SSDs“.

Hinweis zu den Diagrammen: Ein Großteil der Diagramme lässt sich über die orangenen Pfeile am Kopf durchschalten. Zur Übersichtlichkeit ausgeblendete Elemente lassen sich über die Schaltfläche „+ xx Einträge“ je nach Belieben hinzufügen.

Iometer

Die versprochenen 555 MB/s beim sequenziellen Lesen werden in Iometer exakt erreicht. Das bedeutet nahezu die maximal mögliche Leistung über SATA 6 Gb/s. BX200 und MX300 werden leicht geschlagen.

Die Schreibrate erreicht ebenso die versprochenen 510 MB/s und sogar etwas mehr. Da der 16 GB fassende SLC-Cache in dem zweiminütigen Dauerschreibtest längst erschöpft ist, wird deutlich, dass die BX300 auch jenseits des Zwischenspeichers diese Schreibrate erreicht. Damit zeigen sich Parallelen zur Samsung 850 Evo (Test) mit 500 GB, die sich ähnlich verhält und auch eine ähnliche Leistung bietet.

Die Vorgänger BX100 und BX200 sowie auch die MX300 hat der Neuling voll im Griff.

Die Protokollierung des zweiminütigen Schreibtests belegt: Ob Cache oder nicht, die sequenzielle Schreibrate bleibt auf konstant hohem Niveau.

AS SSD

Auch im AS SSD Benchmark wird eine sequenzielle Leserate der SATA-Spitzenklasse erreicht. Die Schreibrate liegt bei 490 MB/s. Beide Werte genügen, um sämtliche Vorgänger hinter sich zu lassen. Auch die 4K-Random-Leistung weiß zu gefallen und ist insgesamt höher als bei der hausinternen Konkurrenz. Bei 64 Threads wird sogar die 850 Evo geschlagen. Die Zugriffszeit beim Schreiben ist zudem für eine SATA-SSD sehr niedrig.

PCMark 8

Von den guten Resultaten der synthetischen Benchmarks zeigt sich der praxisnahe PCMark 8 unbeeindruckt. 267 MB/s Durchsatz sind durchschnittlich – BX200 und MX300 sind aber weitaus langsamer, sodass auch hier ein Fortschritt zu verzeichnen ist.

Praxistests

Programmstart & Installation

Nur kleine messbare, aber nicht spürbare Unterschiede gibt es bei Anwendungsstart und Installation. Die Crucial BX300 sticht dabei weder positiv noch negativ hervor.

Entpacken & Kopieren

Gleichzeitiges Lesen und Schreiben liegt der BX300 sehr gut. Beim Entpacken genügen schnelle 19,4 Sekunden nicht ganz für die SATA-Spitze. Doch beim Kopieren spielt die BX300 ganz oben mit und wird nur von wenigen im Diagramm ausgeblendeten SATA-Modellen übertroffen. Die BX200 benötigte für den Kopiertest aufgrund der Schreibschwäche mehr als doppelt so lange.

Ratings

Hohe Leistung in Benchmarks und Praxis ohne böse Ausreißer bescheren der Crucial BX300 auch im zusammenfassenden Leistungs-Rating ein gutes Ergebnis, das nur drei Prozent hinter der Samsung 850 Evo (Test) als schnellste SATA-SSD liegt. In den Praxistests liegt die BX300 sogar mit der 850 Evo auf Augenhöhe.

Leistungsaufnahme

Dem großen Fortschritt bei der Leistung folgt kein so großer Vorteil beim Stromverbrauch. Mit rund 550 Milliwatt im Leerlauf benötigt die BX300 nur marginal weniger Energie als die BX200, aber rund doppelt so viel Strom wie die sparsame MX300. Wird durch Auswahl des Energiesparplans „Energie sparen“ das „Link Power Management“ (LPM) aktiviert, sinkt die Leistungsaufnahme auf 60 Milliwatt, was aber doppelt so viel wie bei der BX200 ist.

Im aktiven Betrieb zeigen sich dann doch Vorteile zum Vorgänger. Bei sequenziellen Transfers kann auch die MX300 unterboten werden. Beim wahlfreien Lesen nicht sonderlich sparsam, gehört die BX300 beim wahlfreien Schreiben zu den sparsamsten SSDs.

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