Lautsprecher: Ultimate Ears Megablast und Blast mit WLAN und Alexa

Frank Hüber 65 Kommentare
Lautsprecher: Ultimate Ears Megablast und Blast mit WLAN und Alexa
Bild: Ultimate Ears

Ultimate Ears' neue Lautsprecher Blast und Megablast beerben Boom 2 und Megaboom und unterstützen neben Bluetooth auch WLAN und Amazon Alexa. Trotz WLAN sind die Lautsprecher nicht auf ein Netzteil angewiesen und bleiben kabellos tragbar auch unterwegs nutzbar.

Robust, wasserdicht und lange Akkulaufzeiten

Wie schon Boom 2 und Megaboom bieten auch die neuen Modelle ein die Musik in alle Richtungen abstrahlendes Design, sodass die Ausrichtung des Lautsprechers keine Rolle spielt. Zudem sind beide Modelle wasser- und staubdicht nach IP67, sodass sie auch das Untertauchen im Wasser für 30 Minuten in einem Meter Tiefe problemlos überstehen. Der Blast übersteht zudem Stürze aus rund 1,5 Metern Höhe. Die integrierten Akkus sollen eine Musikwiedergabe von bis zu 12 Stunden beim Blast und 16 Stunden beim größeren Megablast erlauben. Die Reichweite der WLAN-Verbindung gibt Ultimate Ears mit bis zu 100 Metern an, die von Bluetooth mit bis zu 45 Metern.

WLAN macht die Lautsprecher autark vom Smartphone

WLAN sorgt dafür, dass über die integrierte Sprachassistentin Alexa Musik direkt von Streaming-Diensten wie TuneIn oder Amazon Music wiedergegeben werden kann, ohne den Umweg über das Smartphone gehen zu müssen. Aber auch andere Anfragen unabhängig vom Thema Musik und die Nutzung aller Alexa-Skills sind über die beiden Lautsprecher wie bei Amazons Echo möglich. Auch Anrufe können über die Lautsprecher und Alexa angenommen werden. Ultimate Ears setzt dabei nicht auf Amazons Referenzdesign mit sieben Mikrofonen, sondern in einem eigenen Aufbau drei Fernfeldmikrofone für die Sprachsteuerung ein.

1,2 kg auf 24 cm für 93 Dezibel

Megablast stellt das größere und lautere Modell der beiden neuen Lautsprecher dar. Er misst 237 mm in der Höhe und 88 mm im Durchmesser bei einem Gewicht von 1,2 kg. Laut dem Hersteller ist er der „kraftvollste und am besten klingende Speaker von Ultimate Ears“. Im Vergleich zum Megaboom ist der Megablast durch neue Audiotreiber 40 Prozent lauter und liefert einen maximalen Schalldruckpegel von 93 Dezibel. Der kleinere Blast kommt auf 90 Dezibel. Er wiegt mit 640 Gramm nur fast die Hälfte des Megablast und kommt auf Abmessungen von 188 mm in der Höhe und 68 mm im Durchmesser. Zum Vergleich: Der Boom 2 kommt mit weniger Technik an Bord bei 180 mm und 67 mm auf ein Gewicht von 584 Gramm.

Sechs Audiotreiber für den Megablast, vier für den Blast

Beim Megablast kommen insgesamt sechs Audiotreiber zum Einsatz – zwei 25-mm-Hochtöner, zwei 55-mm-Aktivtreiber und zwei 85 × 50 mm große passive Spulen. Im Blast sind hingegen zwei 35 mm große Aktivtreiber und zwei 81 × 39 mm große passive Spulen verbaut. Im Vergleich zum Boom 2 auf dem Papier ein Rückschritt, denn dieser bot zwei 45 mm große Aktivtreiber und zwei 80 × 45 mm große passive Spulen. Beim Blast liegt der Frequenzbereich wie beim Boom 2 zwischen 90 Hz und 20 kHz, beim Megablast hingegen zwischen 60 Hz bis 20 kHz.

Anders als beim Wonderboom setzt Ultimate Ears bei den beiden neuen Lautsprechern wieder auf eine Smartphone-App, um Updates mit neuen Funktionen liefern zu können.

Ultimate Ears Megablast
Ultimate Ears Megablast (Bild: Ultimate Ears)
Ultimate Ears Blast
Ultimate Ears Blast (Bild: Ultimate Ears)
Ultimate Ears Blast
Ultimate Ears Blast (Bild: Ultimate Ears)

Anfänglich sind Blast und Megablast in den Farben Graphite (Schwarz), Blizzard (Weiß), Blue Steel (Blau), Merlot (Rot), Mojito (Grün) und Lemonade (Gelb) erhältlich, wobei die Verfügbarkeit der einzelnen Farben je nach Region variieren kann.

Ladestation für den Dauereinsatz zu Hause

Wer die Lautsprecher auch zu Hause im Dauereinsatz ähnlich wie etwa einen Amazon Echo nutzen möchte, für den bietet Ultimate Ears das optionale Zubehör „Power Up“ an. Blast und Megablast können ohne den Anschluss eines Kabels einfach auf diese Ladestation gestellt und so kontinuierlich genutzt werden. Die Stromversorgung erfolgt jedoch nicht drahtlos, sondern über Metallkontakte an der Unterseite der Lautsprecher. Hierfür muss die Öse an der Unterseite der Lautsprecher, der D-Ring, gegen ein dem Power Up beiliegendes Modell getauscht werden, das die Stromübertragung ermöglicht. Mit alten Modellen wie dem Megaboom oder Boom 2 ist die Ladestation nicht kompatibel. Ultimate Ears verzichtet nach eigenen Angaben auf eine drahtlose Lademöglichkeit, da diese die Widerstandsfähigkeit der Lautsprecher aufgrund des hierfür notwendigen Aufbaus insbesondere bei Stürzen stark herabsetzen würde.

230 Euro für Blast, 300 Euro für Megablast

Der Vorverkauf für Ultimate Ears Blast, Megablast und Power Up startet heute. Verfügbar sind die Geräte voraussichtlich ab Ende Oktober – zunächst in den USA, Großbritannien, Deutschland und Österreich. Der Ultimate Ears Blast kostet 229,99 Euro (UVP), der Megablast hingegen 299,99 Euro (UVP). Für die Ladestation werden 39,99 Euro (UVP) veranschlagt.

Wer einen der neuen Lautsprecher bis zum 23. Januar 2018 kauft und noch kein Kunde von Amazon Music Unlimited war, erhält einen kostenlosen dreimonatigen Testzugang für den Musikdienst.

Ersteindruck zur IFA 2017

ComputerBase konnte die beiden neuen Lautsprecher und Power Up bereits zur IFA 2017 in Berlin kurz selbst ausprobieren und in Augenschein nehmen. Aufgrund der Messeumgebung mit ihrer hohen Umgebungslautstärke lässt sich allerdings noch keine verlässliche Aussage zur Wiedergabequalität treffen – außer „druckvoll“ und „sehr laut“ beim Megablast. Die Alexa-Integration funktionierte zur IFA allerdings bereits problemlos und stellte trotz der zahlreichen Umgebungsgeräusche keine Hürde für die Mikrofone dar.

Die Lautsprecher selbst überzeugten durch eine sehr gute Verarbeitung; der Blast geht dabei weiterhin als portabel durch, sofern er nicht dauerhaft in der Hand getragen werden soll. Für das heimische Wohnzimmer wirkt insbesondere die Kombination aus Megablast und Power Up auf den ersten Blick überzeugend, die preislich allerdings mit rund 340 Euro auch kein Schnäppchen ist. Die Integration von WLAN in die akkubetriebenen Lautsprecher, das bei einem entsprechenden Hotspot auch unterwegs und generell im Akkubetrieb genutzt werden kann, macht sie unabhängig(er) vom Smartphone und könnte zusammen mit Amazons Alexa in der Tat ein Grund für einen Umstieg vom Ultimate Ears Megaboom oder Boom 2 auf die neue Generation sein.

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