Samsung Foundry: Produktionsstart der zweiten Generation 10-nm-Chips

Volker Rißka 15 Kommentare
Samsung Foundry: Produktionsstart der zweiten Generation 10-nm-Chips
Bild: Samsung

Samsungs Foundry-Sparte hat heute den Start der Massenproduktion der zweiten Generation von 10-nm-Chips bekannt gegeben. Hinter dem Kürzel 10LPP (Low Power Plus) steckt eine deutliche Optimierung des ursprünglichen Designs, die Boni daraus werden zuerst in SoCs für neue Smartphones genutzt.

Auf 10LPE (Low Power Early) folgt 10LPP (Low Power Plus)

Ziemlich exakt ein Jahr ist vergangen, seitdem Samsung die Produktion der ersten Chips in 10LPE hochgefahren hat und diese als Exynos in der Galaxy-Smartphone-Familie zum Einsatz kam. Das gleiche Prozedere bahnt sich nun erneut an: Auch die ersten SoCs in 10LPP sind für „digital devices“ gedacht und sollen Anfang nächsten Jahres in den Markt starten. Dabei wird es sich laut aktuellem Informationsstand um den Exynos 9810 handeln, der das Herzstück des neuen Samsung Galaxy S9(+) werden soll.

Gegenüber der bisherigen Fertigung verspricht Samsung wahlweise zehn Prozent höhere Leistung oder eine 15 Prozent geringere Leistungsaufnahme. Gleichzeitig spricht Samsung von einer deutlich besseren Yield-Rate, was für das Unternehmen wichtig ist: Ist die Ausbeute an funktionsfähigen Chips pro Wafer hoch, können mehr davon verkauft werden.

8LPP ist der nächste Schritt

Der nächste Schritt in der 10-nm-Fertigungsevolution ist 8LPP. Jenen neuen Prozess hatte Samsung bereits vor fünf Wochen als startbereit erklärt, als die Qualifizierungsphase abgeschlossen worden war. Die Massenproduktion ist der nun folgenden Schritt, der 2018 erfolgen dürfte. Bei 8LPP verspricht Samsung eine Flächenreduzierung von rund zehn Prozent, aber auch eine um zehn Prozent reduzierte Energieaufnahme gegenüber dem nun in der Massenproduktion genutzten 10LPP.

Auch DRAM soll bei 10 nm ankommen

Südkoreanische Medien berichten zudem, dass Samsung den Einsatz der neuen Fertigungstechnologien auch bei DRAM-Chips anstrebt. Jene hängen in der Regel ein, zwei oder auch drei Generationen zurück, 18 nm gelten aktuell als fortschrittlichste Lösung. Angesichts der hohen Preise sollen jedoch die Produktionskapazitäten weiter ausgebaut werden – kleinere Dies für die Chips helfen dabei auch. BusinessKorea schreibt in diesem Zusammenhang, dass Samsung auch den Einsatz von EUV-Lithografie für DRAM-Chips plant. Doch vor 2019 ist damit nicht zu rechnen.