Counter Strike: GO: Handelsbeschränkung gegen Skin-Wetten

Max Doll 33 Kommentare
Counter Strike: GO: Handelsbeschränkung gegen Skin-Wetten
Bild: Valve

Über das Handelsfenster getauschte Skins für Counter Strike: Global Offensive werden ab sofort sieben Tage lang an das Nutzerkonto gebunden und können nicht unmittelbar weitergetauscht oder veräußert werden. Mit dieser Maßnahme will Valve Missbrauch der Funktion bekämpfen, hat aber auch Drittanbieter-Marktplätze im Visier.

Erklärt wird die Änderung mit dem Wunsch, „negativen nicht beabsichtigten Einsatz“ der Funktion zu unterbinden. Als Beispiel nennt Valve Betrug. Drittanbieter hätten, so das Unternehmen, Dienste entwickelt, die sich als Spieler ausgeben und automatisiert Steam-Konten benutzen, um zu handeln. Dies sei ein Einfallsvektor für Betrüger, der aber voraussetze, dass ein Gegenstand schnell verschoben werden könne. Bei Tauschgeschäften zwischen echten Spielern wechsle ein Gegenstand aber „in der Mehrzahl der Fälle nicht mehr als einmal die Woche“ den Besitzer, womit der Konzern die Zeitdauer der Handelssperre begründet. Für den (Ver-)Kauf von Skins über den Marktplatz von Valve gilt eine solche Wartezeit bereits seit längerer Zeit.

Obwohl nicht direkt benannt, richtet sich der Schritt (auch) gegen Glücksspiel-Anbieter, denen Skins als Wetteinsatz dienen, sowie gegen alternative Marktplätze außerhalb von Steam, die über das Tauschsystem sowie mit Bots arbeiten, die Skins der Spieler in ihr Inventar und damit das Inventar der Seite transferieren. Die Wartezeit zerstört in diesem Fall das „Spiel“ beziehungsweise die Möglichkeit, einen Gewinn sofort erneut in einer weiteren Partie einzusetzen und steigert die Attraktivität des Steam-Marktplatzes.

Massiver #Aufschrei

In der Community sorgt die Änderung deshalb für Aufruhr, wie etwa Diskussionen auf Reddit oder eine Petition auf Change.org demonstrieren. Befürchtet wird, dass Valve mit dieser Änderung den Skin-Handel vollständig zerstört und eine massive Entwertung der virtuellen Besitztümer, die teils für dreistellige Euro-Beträge den Besitzer wechseln, verursacht hat. Der Handel mit Skins in einem virtuellen Marktplatz wird dabei als Spiel im Spiel begriffen. Damit verbunden ist allerdings die Frage, ob der Handel überhaupt zum ursprünglichen Zweck, dem spielen des Spiels, das keine Wirtschaftssimulation ist, passt – und ob unregulierte Marktplätze im Sinne der Spieler sind.