Windows 10: April 2018 Update vorerst nicht für bestimmte Intel-SSDs

Jan-Frederik Timm 83 Kommentare
Windows 10: April 2018 Update vorerst nicht für bestimmte Intel-SSDs

Seit dem 30. April können Anwender das April 2018 Update für Windows 10 (Version 1803, Redstone 4) manuell herunterladen, heute Abend startet die erste Welle der Verteilung über Windows Update. Systeme mit bestimmten SSDs von Intel sind allerdings vorerst von beiden Optionen ausgenommen, denn das System kann sich aufhängen.

Die Installation hängt sich auf

Der Konzern habe festgestellt, dass Geräte mit bestimmten SSDs von Intel bei der Installation wiederholt abstürzen oder den erforderlichen Neustart in einer Boot-Schleife durchlaufen können. Das System ist damit nicht mehr benutzbar. Die Verteilung des Updates an potentiell betroffene Endgeräte wurde von Microsoft deshalb vorerst gestoppt. Einen Patch für das Problem, dessen genaue Ursache Microsoft nicht nennt, gäbe es bisher nicht. Ein zukünftiges Update soll das Problem aber beheben können und dann auch die Installation wieder möglich machen.

Auch um welche SSDs von Intel es sich handelt, dazu macht Microsoft keine Angaben. Auch Intel Deutschland konnte auf Nachfrage von ComputerBase noch keine Details nennen.

Betroffenen Anwendern, die das Update bereits installiert haben, empfiehlt Microsoft, auf die vorherige Version von Windows zurückzukehren. Die entsprechende Auswahl kann beim Starten durch Betätigen der F8-Taste aufgerufen werden, sofern Windows die Option nicht selbst anbietet.

Verteilung in Wellen soll Fehler eindämmen

Auch wer keine SSD von Intel sein Eigen nennt, muss das Update heute Abend nicht automatisch über Windows Update bereitgestellt bekommen. Wie vergangene große Updates verteilt Microsoft auch Windows 10 Version 1803 wieder in Wellen, um Problemen wie das jetzt vorab entdeckte eindämmen zu können. Die manuelle Suche nach Updates liefert die Aktualisierung hingegen bereits seit dem 30. April an alle (nicht geblockten) Systeme aus.

Update 09.05.2018 14:53 Uhr

Intel erklärte gegenüber ComputerBase, dass der Umstand bekannt ist, aber nur auf den SSD-Serien 600P und Pro 6000 in Zusammenspiel mit dem Redstone-4-Update auftritt. Weitere Details sollen in Kürze folgen.

Update 14.05.2018 19:07 Uhr

Die besagten Intel-SSDs sind nicht die einzigen, bei denen es Probleme im Zusammenhang mit dem Windows-10-April-Update gibt. Microsoft hat Hinweise aus der Community bestätigt, dass es auch bei Toshiba-SSDs der Serien XG4, XG5 und BG3 zu Problemen kommen kann. Diese sollen sich laut Microsoft darin äußern, dass die Akkulaufzeit von Notebooks beeinträchtigt wird. Microsoft arbeite mit OEMs daran, betroffene Systeme vom automatischen Update auszuschließen. Erst für Anfang Juni wird eine Lösung erwartet.

Microsoft is working with OEM partners and Toshiba to identify and block devices with Toshiba XG5 Series or Toshiba BG3 Series solid state disk (SSD) from installing the April 2018 Update due to a known incompatibility that may cause battery performance issues.

Woody Leonhard schreibt derweil über Berichte von Nutzern, die davon sprachen, dass die SSDs zudem sehr heiß wurden. Beides sind Hinweise auf eine hohe Belastung mit erhöhter Leistungsaufnahme.