Cascade Lake-AP: Erster Wasserkühler für Intels Dual-Die-Prozessor von CoolIT

Volker Rißka 12 Kommentare
Cascade Lake-AP: Erster Wasserkühler für Intels Dual-Die-Prozessor von CoolIT
Bild: CoolIT

Intels kommender High-End-Prozessor im Server-Segment, Cascade Lake-AP, wird nicht nur ein neues Package aufbieten, sondern zusätzlich neue Kühler verlangen. Da zwei Xeon SP auf einem Package hinterlegt sind, fällt dieses umfangreich aus. CoolIT zeigt einen ersten Wasserkühler.

Kühler übertrumpft Lösungen für Threadripper

Der Wasserkühler von CoolIT ist sehr groß, das auch wenn es das erste Bild ohne einen Bezug zu einem bekannten Produkt nicht auf den ersten Blick erkennen lässt. Da der Sockel aber vermutlich um über 50 Prozent an Kontakten gegenüber den aktuellen Xeon zulegt, wird gleichzeitig die einhergehende Fläche fast um den gleichen Faktor zulegen. Selbst die Kontaktfläche der großen Kühler für die riesigen Threadripper/Epyc-Prozessoren ist noch markant kleiner.

Die Verschraubung des Wasserkühlers von CoolIT erinnert dabei aber an die Halterung direkt am Sockel, die AMD den Epyc- und Threadripper-Prozessoren mitgibt. Sie unterscheidet sich massiv von den aktuellen Xeon-Lösungen, vor allem die Handhabung ist deutlich einfacher und viel weniger anfällig für Fehler. Sollte die CPU – wie durchaus gemutmaßt – nur als direkt auf dem Mainboard verlötete BGA-Lösung verfügbar werden, gibt es für Intel aber keine andere Wahl, um den Anpressdruck des Kühlers ebenso in der Mitte des Heatspreaders in gleicher Höhe wie an den Enden zu gewährleisten. Laut CoolIT wird die Direct Liquid Cooling solution im ersten Halbjahr 2019 verfügbar sein.

Rund 350 Watt TDP im Gespräch

Gerüchte besagen, dass Cascade Lake-AP mit einer TDP von rund 350 Watt an den Start gehen könnte. Dies ist durchaus schlüssig, reguläre Skylake-SP arbeiten aktuell mit maximal 205 Watt TDP und sollen mit Cascade Lake-SP auf bis zu 245 Watt ausgebaut werden. Dabei geht es aber stets um das Maximum, sowohl an Kernen als auch Takt. Cascade Lake-AP setzt aber maximal auf zwei Mal 24 statt 28 Kerne, zudem dürfte der Takt leicht angepasst sein, respektive die Prozessor-Dies wurden dementsprechend gebinnt. Neben dem 48-Kern-Prozessor als Flaggschiff wird es vermutlich aber ebenso kleinere Modelle mit 44 und 40 Kernen geben, bei denen auch die TDP geringer ausfallen könnte.