Kryptowährungen: Ethereum fällt unter die 100-US-Dollar-Marke

Christoph Käsbauer 205 Kommentare
Kryptowährungen: Ethereum fällt unter die 100-US-Dollar-Marke
Bild: elifxlite | CC0 1.0

Die Welt der Kryptowährungen zittert. Seit Mitte November befinden sich fast alle Kryptowährungen im rapiden Preisverfall. Verluste von weit über 50 Prozent gegenüber den Höchstwerten sind zu verzeichnen. Nun rutscht auch die Nummer drei der wertvollsten Kryptowährungen, Ethereum, erstmals wieder unter die 100-US-Dollar-Marke.

Von 1.400 US-Dollar zurück auf 100 US-Dollar

Ethereum stand Anfang Dezember 2017 noch bei 450 US-Dollar, im Januar 2018 wurde es sogar für über 1.400 US-Dollar gehandelt. Seitdem musste Ethereum einen Wertverlust von über 90 Prozent hinnehmen und reiht sich damit sogar noch vor dem Bitcoin ein, der etwas mehr als 80 Prozent Verlust seit dem Hoch im Januar zu verzeichnen hat.

Da viele Käufe nach wie vor über Bitcoin abgewickelt werden, kann ein gewisser Anteil des Preisverfalls mit dem des Bitcoin erklärt werden. Der Bitcoin selbst geriet unter Druck, nachdem eine Hardfork, eine Spaltung der Blockchain, beim Bitcoin-Ableger Bitcoin Cash angekündigt und durchgesetzt wurde. Bitcoin Cash wurde dabei in Bitcoin Cash (teilweise mit Kürzel „ABC“ zur genaueren Unterscheidung) und Bitcoin SV (Satoshis Vision) aufgeteilt. Die zwei neuen Kryptowährungen werden jeweils von einigen Minern unterstützt und konkurrieren um diese und um die allgemeine Marktakzeptanz. Auf Seiten von Bitcoin SV ist allerdings eine Person hervorgetreten, die behauptet, der ursprüngliche Erfinder von Bitcoin, Satoshi Nakamoto, zu sein: Craig Wright. Dieser ist ein vehementer Verfechter von Bitcoin SV und hat in einem Tweet gedroht :

An alle Bitcoin-Miner...

Falls ihr zu BCH [Bitcoin Cash ABC, Anm. d. Red.] wechselt um diese zu minen, müssen wir eventuell BTC [Bitcoin, Anm. d. Red.] verkaufen um (uns) zu finanzieren. Wenn wir das tun, verkaufen wir für USD und dann, tja... wir glauben dass der Bitcoinmarkt keinen weiteren Spielraum hat... er stürzt ab.

Denkt drüber nach! Wir werden sehr viel verkaufen!

Beachtet das...

Und habt einen schönen Tag

(BTC bei 1000($) stört mich nicht)

Es ist zwar äußerst fraglich, ob Craig Wright tatsächlich der mysteriöse Satoshi Nakamoto ist, aber alleine diese Drohung hat massive Panik ausgelöst. Auf der Bitcoinwallet, die Satoshi Nakamoto zugeschrieben wird, liegen nämlich fast eine Million Bitcoin – würden diese in großer Menge auf den Markt geworfen, wäre ein absoluter Absturz vorprogrammiert. Doch offensichtlich hat alleine die Sorge schwerwiegende Folgen provoziert und reißt seither die meisten Kryptowährungen mit in die Tiefe.

Ethereum ließ die GPU-Preise steigen

Mit Kursen von über 400 US-Dollar war Ethereum im vergangenen Jahr und auch noch im 1. Quartal 2018 der treibende Faktor hinter den weltweit explodierenden Preisen für Grafikkarten, da sich der Algorithmus auf GPUs und nicht nur auf ASICs berechnen ließ.