Motorola: Moto G7, G7 Plus, G7 Power und G7 Play für die Mittelklasse

Nicolas La Rocco 89 Kommentare
Motorola: Moto G7, G7 Plus, G7 Power und G7 Play für die Mittelklasse
Bild: Lenovo/Motorola

Die Lenovo-Marke Motorola will die Smartphone-Mittelklasse mit gleich vier neuen Moto G7 aufmischen. Das neue Moto G7 kommt mit Tropfen-Notch und Dual-Kamera, das Moto G7 Plus mit 16 Megapixeln und optischer Bildstabilisierung. Beim Moto G7 Play steht das Preis-Leistungs-Verhältnis im Fokus, beim Moto G7 Power der Akku.

Den Einstieg in die neue Moto-G7-Serie markiert das Moto G7 Play, das mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 149,99 Euro das günstigste Gerät der neuen Baureihe ist. Motorola unterbietet damit das Vorjahresmodell um 50 Euro, obwohl die Ausstattung aufgewertet wurde. Den Anfang macht das mit 5,7 Zoll zwar nominal gleich große Display, das nun jedoch dank Notch im oberen Bereich näher am Gehäuserand verläuft. Die Auflösung wurde entsprechend auf 720 × 1.512 Pixel angepasst.

Raus mit den alten Cortex-A53

Der Prozessor erfährt ein Upgrade vom Snapdragon 430 zum Snapdragon 632. Das bedeutet, statt der acht Cortex-A53 werkeln nun vier auf dem Cortex-A73 basierende Kryo 250 Gold und vier auf dem Cortex-A53 basierende Kryo 250 Silver in dem Chip. Außerdem sind die Taktraten mit bis zu 1,8 GHz höher und das SoC wird im neueren 14-nm-Verfahren hergestellt. Höhere LTE-Geschwindigkeiten dank eines neuen Modems gibt es ebenfalls. Den RAM kürzt Motorola von ehemals 3 GB auf 2 GB, der erweiterbare interne Speicher bleibt mit 32 GB gleich groß.

In den Bereichen Kameras und WLAN gibt es mit 13 Megapixeln auf der Rückseite, 8 Megapixeln auf der Vorderseite und weiterhin nur 802.11 b/g/n (2,4 GHz) keine Veränderungen. Der USB-Anschluss entspricht nun jedoch dem aktuellen USB-Typ-C- statt Micro-USB-Standard. Das Smartphone fällt insgesamt etwas kleiner und leichter als das Moto G6 Play aus, was aber nicht nur Folge des neuen Notch-Displays ist. Den Akku hat Motorola nämlich von ehemals 4.000 mAh auf 3.000 mAh verkleinert.

Den größten Akku hat das Moto G7 Power

Eine Stufe über dem Moto G7 Play rangiert das Moto G7 Power. Hinsichtlich des Akkus und unter Berücksichtigung des mit 209,99 Euro ähnlichen Preises ist dieses Smartphone trotz des anderen Namens vielleicht eher als der tatsächliche Nachfolger des Moto G6 Play anzusehen. Der Akku ist mit 5.000 mAh deutlich größer und für 60 Stunden Betriebszeit ausgelegt. Darüber hinaus wird schnelles Aufladen unterstützt.

Auch beim Moto G7 Power zieht sich das Display dank Notch zumindest oben bis an den Rand des Smartphones, mit 6,2 Zoll und 720 × 1.520 Bildpunkten hat es eine ähnliche Pixeldichte wie das Moto G7 Play. Beim Prozessor gibt es mit dem Snapdragon 632 das gleiche Modell, mit 4 GB jedoch die doppelte Menge RAM und mit 64 GB auch mehr internen Speicher, der darüber hinaus per microSD-Karte erweitert werden kann.

Das Moto G7 hat zum gleichen Preis eine bessere Ausstattung

Das normale Moto G7 startet wie im letzten Jahr das Moto G6 für einen empfohlenen Preis von 249,99 Euro in den Markt. Das Display der neuen neue Generation ist mit 6,2 Zoll ebenfalls gewachsen und eine Notch hilft bei der Verwirklichung eines beinahe randlosen Design. Das Moto G7 kommt allerdings mit kleinerer Tropfen-Notch, die Ähnlichkeiten zu der des OnePlus 6T (Test) aufweist. Für das in der Länge größere Display war eine Anpassung der Auflösung auf 1.080 × 2.270 Pixel notwendig.

Ab dem Moto G7 verbaut Lenovo eine Dual-Kamera, die über das zweite Objektiv eine Tiefenberechnung durchführt, um Porträtaufnahmen mit Unschärfe anzufertigen. Die Trennung in zwei Ebenen erlaubt zudem Farbenspiele, bei denen zum Beispiel der Hintergrund Schwarz-Weiß und der Vordergrund in Farbe dargestellt wird. Es lässt sich auch festlegen, dass im gesamten Foto nur eine einzige Farbe erhalten bleiben soll. Ein Prozessor-Upgrade tauscht den Snapdragon 450 auch hier gegen den Snapdragon 632.

OIS exklusiv für das Moto G7 Plus

Das neue Flaggschiff ist das Moto G7 Plus, das im Bereich der Kamera neue Wege geht. Erstmals gibt es in der G-Serie eine optisch stabilisierte (OIS) Kamera, die dadurch vor allem bei Aufnahmen mit schummriger Beleuchtung oder Nacht bessere Ergebnisse erzielen soll. Der Sensor arbeitet mit 16 Megapixeln statt 12 Megapixeln, das Objektiv kommt mit f/1.7-Blende. Wie schon beim Moto G7 ist eine zweite Kamera mit 5 Megapixeln für die Erfassung von Tiefeninformationen zuständig.

KI-Features sollen beim Schießen von Fotos helfen. Im Moment der Aufnahme wird das Bild hinsichtlich potenzieller Verbesserungen analysiert und daraufhin eine zweite Aufnahme gespeichert, die den Moment unter Umständen besser einfängt, etwa weil eine Person nicht lächelte oder die Augen verschlossen hatte.

Das Moto G7 Plus ist das einzige Modell mit stärkerem Snapdragon 636. Dieser Wechsel sorgt dafür, dass mit vier Kryo 260 Gold und vier Kryo 260 Silver eine stärkere Octa-Core-CPU zu Werke geht. Im Vergleich zum Snapdragon 632 des Moto G7 Play, Moto G7 Power und Moto G7 gibt es außerdem eine etwas schnellere GPU. Der Snapdragon 636 unterstützt darüber hinaus bereits LPDDR4, wovon Motorola 4 GB verbaut, und ist mit einem Modem für LTE Advanced mit bis zu 600 Mbit/s bestückt.

Die in der Tropfen-Notch verbaute Frontkamera hat mit 12 Megapixeln die höchste Auflösung innerhalb der neuen G7-Serie. Das Display selbst hat aber die gleichen Eigenschaften wie das des Moto G7. Hinsichtlich RAM, Speicher, Akku und Konnektivität herrscht Gleichstand zwischen dem Moto G7 Plus und dem normalem Moto G7.

Ab Mitte Februar mit Android 9.0 Pie verfügbar

Alle neuen Moto G7 laufen mit einer annähernd unveränderten Version von Android 9.0 Pie und sollen bis Mitte Februar den (Online-)Handel erreichen. Zudem bietet Motorola alle neuen Smartphones als Single-SIM- und Dual-SIM-Variante mit Triple-Slot für zwei SIM-Karten und eine Speicherkarte sowie stets mit 3,5-mm-Klinkenbuchse an. Für jedes der neuen Smartphones sichert Motorola ein Update auf Android 10.0 zu.

Update 08.02.2019 09:38 Uhr

In einer früheren Version des Artikel hatte es geheißen, das normale Moto G7 sei bereits mit dem Snapdragon 636 ausgestattet. Dies trifft nach Rücksprache mit Motorola aber nur auf das Moto G7 Plus zu, im Moto G7 steckt somit der Snapdragon 632. Das Moto G7 Plus unterstützt zudem WLAN-ac, was zuvor nicht in der Tabelle eingetragen war.

Motorola Moto G7 Play
Motorola Moto G7 Power
Motorola Moto G7
Motorola Moto G7 Plus
Software:
(bei Erscheinen)
Android 9.0
Display: 5,70 Zoll
720 × 1.512, 294 ppi
6,20 Zoll
720 × 1.520, 271 ppi
6,20 Zoll
1.080 × 2.270, 405 ppi
LTPS, Gorilla Glass
Bedienung: Touch, Fingerabdrucksensor, Gesichtsscanner
SoC: Qualcomm Snapdragon 632
4 × Kryo 250 Gold, 1,80 GHz
4 × Kryo 250 Silver, 1,80 GHz
14 nm, 64-Bit
Qualcomm Snapdragon 636
4 × Kryo 260 Gold, 1,80 GHz
4 × Kryo 260 Silver, 1,60 GHz
14 nm, 64-Bit
GPU: Adreno 506 Adreno 509
RAM: 2.048 MB
LPDDR3
4.096 MB
LPDDR3
4.096 MB
LPDDR4
Speicher: 32 GB (+microSD) 64 GB (+microSD)
Kamera: 13,0 MP, 1080p
LED, f/2,0, AF
12,0 MP, 1080p
LED, f/2,0, AF
12,0 MP, 2160p
LED, f/1,8, AF
16,0 MP, 2160p
Dual-LED, f/1,7, AF, OIS
Sekundär-Kamera: Nein 5,0 MP, AF
Tertiär-Kamera: Nein
Quartär-Kamera: Nein
Frontkamera: 8,0 MP, 1080p
Display-Blitz, f/2,2
8,0 MP
Display-Blitz
12,0 MP
Display-Blitz
Sekundär-Frontkamera: Nein
GSM: GPRS + EDGE
UMTS: HSPA+
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
LTE: Advanced
↓300 ↑150 Mbit/s
Advanced
↓600 ↑150 Mbit/s
WLAN: 802.11 b/g/n
Wi-Fi Direct
802.11 a/b/g/n
Wi-Fi Direct
802.11 a/b/g/n/ac
Wi-Fi Direct
Bluetooth: 4.2 LE 5.0 LE
Ortung: A-GPS, GLONASS A-GPS, GLONASS, Galileo
Weitere Standards: USB 2.0 Typ C USB 2.0 Typ C, NFC
SIM-Karte:
Nano-SIM
Variante
Nano-SIM, Dual-SIM
Akku: 3.000 mAh
fest verbaut
5.000 mAh
fest verbaut
3.000 mAh
fest verbaut
Größe (B×H×T): 71,5 × 147,3 × 7,99 mm 76,9 × 159,4 × 9,30 mm 75,3 × 157,0 × 8,00 mm 75,3 × 157,0 × 8,30 mm
Schutzart:
Gewicht: 149 g 193 g 172 g 176 g
Preis: 149,99 € 209,99 € 249,99 € 299,99 €

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Lenovo/Motorola unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der Veröffentlichungszeitpunkt.