Matebook D14 und D15: Huaweis günstige Notebooks mit Comet Lake & Ryzen 3000

Frank Meyer 52 Kommentare
Matebook D14 und D15: Huaweis günstige Notebooks mit Comet Lake & Ryzen 3000
Bild: Huawei

Huawei spendiert der günstigen Notebook-Serie Matebook D in den Ausführungen D14 und D15 mit 14- respektive 15-Zoll-Bildschirm eine Frischzellenkur. Bei den Prozessoren erfolgt der Wechsel auf Intel-CPUs der 10. Gen mit 15 Watt TDP (Comet Lake) und parallel bietet Huawei auch weiterhin Modelle mit AMD-SoC, fortan Ryzen 3000.

Matebook-D-Serie wechselt auf Intel Comet Lake und AMD Picasso

Das neben dem Flaggschiff-Notebook Matebook X (Test) seit Mitte 2018 von Huawei auch hierzulande angebotene Matebook D hat der Hersteller nun in aktualisierten Varianten mit 14-Zoll- und 15,6-Zoll-Display in China enthüllt. Und auch in der neuen Generation bleibt Huawei der Linie treu, das schlanke und dennoch kostengünstige Notebook breit aufgestellt parallel mit Prozessoren von Intel und AMD anzubieten, wenngleich auch weiterhin die mit Intel-CPU bestückten Modelle klar die Oberhand haben. Denn Huawei vollzieht den Wechsel bei beiden Matebook-D-Ablegern mit dem Core i5-10210U und Core i7-10510U von vormals Kaby Lake Refresh (8.Gen) zu Comet Lake (10. Gen). Bei den Matebook-D-Modellen mit Prozessor von AMD wird auch zukünftig lediglich eine Möglichkeit von Huawei geboten, anstatt des Ryzen 5 2500U wird als Upgrade der direkte Nachfolger Ryzen 5 3500U Einzug halten.

Auch im Huawei Matebook D 14 und Matebook D15 bieten der Core i5-10210U und Core i7-10510U je vier Rechenkerne mit Hyperthreading und durch eine TDP-Klassifizierung von maximal 25 Watt (cTDP) einen Turbotakt von bis zu 4,2 GHz (Core i5-10210U) beziehungsweise 4,9 GHz (Core i7-10510U). Das Picasso-Notebook der Matebook-D-Familie setzt hingegen auf einen von AMD im 12-nm-Prozess gefertigten Ryzen 5 3500U mit einer ebenfalls vom Hersteller auf 25 Watt konfigurierbaren TDP, der bei vier Kernen und acht Threads bis auf 3,7 GHz takten kann. Mit einer nominellen TDP von 15 Watt sind die Notebook-CPUs von Intel und AMD gleichermaßen spezifiziert. Welche TDP tatsächlich konfiguriert ist, hängt üblicherweise vom Notebookhersteller ab. AMD hat die Ryzen-3000-APU mit einem Basistakt von 2,1 GHz spezifiziert. Intel hingegen gibt für beide Comet-Lake-CPUs der 15-Watt-Klasse 1,6 GHz an. Als Grafikeinheit ist in der Picasso-APU Ryzen 5 3500U die Vega-8-GPU integriert, während Core i5-10210U und der Core i7-10510U Intels UHD Graphics als direkt auf dem Package des Prozessors verbaute GPU nutzen.

Optional mit GeForce MX250 und 16 GB RAM

Matebook D 14 und Matebook D15 werden gleichermaßen und unverändert in der Basisausstattung lediglich die Onboard-Grafik bieten, wobei einzelne Varianten der schlanken Intel-Notebooks zusätzlich noch mit einer dedizierten Grafikkarte von Nvidia angeboten werden sollen. Huawei nennt auf der chinesischen Produktseite die Einsteigerlösung GeForce MX250 auf Basis der Pascal-Architektur, welche die aktuell in den kostenintensiveren Matebook-D-Modellen mit Core i7 angebotene Nvidia GeForce MX150 ablöst. Beim Matebook D14 und auch Matebook D15 soll es Ableger mit ab Werk bis zu 16 GB fest verlötetem Arbeitsspeicher geben. Als Massenspeicher fungiert wie bisher auch eine PCIe-SSD mit 256 GB Speicherplatz. Ebenfalls wird im Alu-Notebook ein WLAN-Modul mit 2×2 MU-MIMO geboten, das nach WLAN 802.11ac spezifiziert ist und so Übertragungsraten von bis zu 1.733 Mbit/s erreichen soll.

Matebook D14 und D15 kaum flacher jedoch im Gewicht reduziert

Huawei MateBook D14
Huawei MateBook D14 (Bild: Huawei)

Am weiterhin aus Aluminium gefertigten Chassis der Matebook-D-Familie des Jahres 2020 hat Huawei im direkten Vergleich mit den Vorgängern nur geringe Änderungen vollzogen. Die Höhe des Matebook D14 wächst vernachlässigbar um 0,1 Millimeter von vormals 15,8 auf jetzt 15,9 mm, während das Gewicht des 14-Zoll-Modells von Huawei von zuvor 1,47 kg auf nun 1,38 kg um 90 Gramm reduziert wurde. Das überarbeitete Matebook D15 hat der Hersteller hingegen deutlich mehr beim Gewicht abgespeckt, von ehemals 1,9 kg um knapp 300 Gramm auf 1,62 kg ohne das Notebook in der Höhe reduziert zu haben.

Kleinerer Akku beim D14, weiterhin bis zu 12 Stunden Laufzeit

Huawei hat den Akku des Matebook D14 auf der chinesischen Produktseite mit 56 Wattstunden angegeben, was im Vergleich zu den vom Vorgänger bekannten 57,4 Wh (7.565 mAh) einen leicht niedrigeren Wert bedeutet. Nichtsdestoweniger sollen hierdurch bei der Laufzeit keine Nachteile resultieren, denn Huawei nennt auch weiterhin bis zu zwölf Stunden. Welches Testszenario bei der Ermittlung des Messwertes zum Einsatz kam, gibt der Hersteller hingegen nicht an. Ebenfalls derzeit noch unbekannt ist, mit was für einen Energiespeicher Huawei das Matebook D15 werksseitig bestückt. In das Alugehäuse beider Matebook-D-Neuzugänge hat Huawei auf der linken Seite Anschlüsse für USB Typ C und HDMI (Standard jeweils unbekannt) integriert, außerdem gibt es pro Seite einen USB-Typ-A-Anschluss, davon einer mit schnellem 3.0- und einer mit älterem 2.0-Standard. Auf der rechten Seite finden Anwender zudem eine Kopfhörerbuchse und beim Matebook D15 darüber hinaus noch einen zweiten USB-2.0-Anschluss via Typ A-Stecker.

Glänzendes IPS-Display mit FullHD-Auflösung und 16:9

Huawei MateBook D14
Huawei MateBook D14 (Bild: Huawei)

Das 14-Zoll- wie auch das 15,6-Zoll-Display der MateBook-D-Familie der Generation 2020 beherbergt ein IPS-Panel, das unverändert zum jeweiligen Vorgänger im 16:9-Format mit 1.920 × 1.080 Bildpunkten auflöst und trotz glänzender Oberfläche auf eine Touch-Funktion verzichtet. Ein in den Power-Knopf integrierter Fingerabdrucksensor ist den aktualisierten Matebook-D-Notebooks ebenfalls erhalten geblieben, genau wie ein ab Werk vorinstalliertes Windows 10 Home in der 64-Bit-Version. Als einzige verfügbare Farbe steht Space Grey zur Auswahl.

Eine Preisgestaltung und die final im Einzelhandel angebotenen Konfigurationen der Refresh-Modelle der Matebook-D-Familie mit 14- und 15,6-Zoll-Display hat Huawei bislang noch nicht verraten. Auch ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar, wann und ob beide Produktlinien hierzulande angeboten werden.