Cooler Master MH670 im Test: Klang, Mikrofon und Fazit

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Michael Schäfer 34 Kommentare

Klanglich nur bedingt überzeugend

Das MH670 ist mit zwei 50-mm-Treibern ausgestattet, die laut Hersteller im reinen Funkbetrieb einen Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz ermöglichen sollen. Im analogen Betrieb soll dieser sogar auf 15 Hz bis 25 kHz ansteigen.

Die Ohrpolster sind beim MH-670 zwar dick, aber nicht fest
Die Ohrpolster sind beim MH-670 zwar dick, aber nicht fest

Grundlegend liefert das MH670 einen recht dumpf abgestimmten Klang, der teilweise die hohen Frequenzanteile sowie den Mitteltonbereich vermissen lässt. Das mag bei bombastischen Shootern noch funktionieren, aber gerade da, wo das Erkennen von leisen Geräuschen gefragt ist, wird der Spieler mit dem Headset schnell zum Kanonenfutter. Der Umstieg auf die kabelgebundene Nutzung sorgt zwar für einen volleren Klang, ob dafür aber der höhere Frequenzumfang ausschlaggebend ist, darf bezweifelt werden. Am Ende sind die Unterschiede eher marginaler Natur. Dies ist ein erneutes Beispiel dafür, dass die von den Herstellern angegebenen Frequenzen nur einen theoretischen Wert darstellen, meist aber nur Schall und Rauch sind.

Etwas besser sieht es bei Musik und Filmen aus. Hier sorgt die dumpfe Ausrichtung für etwas mehr Bass, als man es bei anderen Herstellern gewohnt ist. Doch auch hier fehlt die letzte Brillanz.

Klangliche Verschlimmbesserung

Auf den Klang kann auf Wunsch in der dazugehörigen PC-Software in Form eines Bass- und Höhenreglers sowie eines 5-Band-Equalizers Einfluss genommen werden. Aber was sich die Entwickler bei diesen gedacht haben ist nicht nachzuvollziehen. Will der Anwender hier zum Beispiel die fehlenden Höhen verstärken, werden diese samt Bassbereich herausgefiltert, so dass am Ende nur die mittleren Frequenzen übrig bleiben und sich die Ausgabe wie ein altes Telefon anhört. Will der Bassbereich verstärkt werden, wird der Klang noch dumpfer. Auch beim verbauten Equalizer bekleckert sich Cooler Master nicht wirklich mit Ruhm. Frequenzen werden bei diesem nicht wirklich verstärkt, sondern die anderen Frequenzen lediglich herabgesenkt. So erscheint der gewählte Bereich in dem Moment zwar dominanter, ein bassarmes Musikstück bleibt aber bassarm.

Zum Ausstattungsumfang gehört ebenso ein 7.1-Raumklang, der direkt über die Bedienelemente am Headset selbst zugeschaltet werden kann. Doch wie so oft wird das Signal dabei nur künstlich verbreitert und eine verbesserte Ortung nur selten erreicht. Daran kann auch die Einstellung jedes einzelnen Kanals in der Software nichts ändern.

Anfälliges Mikrofon

Cooler Master stattet das MH670 mit einem abnehmbaren Mikrofon aus, das laut Hersteller einen Frequenzumfang von 50 Hz bis 18 kHz unterstützen soll, in verschiedenen Szenarien jedoch vollkommen unterschiedliche Ergebnisse liefert. Vom hohen Frequenzumfang ist vor allem bei der Funkverbindung nichts zu erkennen, hier gibt der Hersteller dem Mikrofon nicht genügend Bandbreite, womit auch die Stimmaufnahme sehr dumpf klingt. Während andere Anbieter jedoch zumindest ehrlich sind und den geringeren Frequenzumfang im drahtlosen Bereich angeben, ist dies bei Cooler Master nicht der Fall. Hinzu kommt, dass das Mikrofon auch große Probleme mit Atem- oder Pop-Geräuschen hat, welche die Stimme immer wieder überdecken. Das wird auch bei Tests mit Störgeräuschen deutlich, bei denen das Mikrofon deutlich an seine Grenzen geführt wird. Dies ist aus den Testaufnahmen zu entnehmen.

Das Mikrofon des MH-670 bildet die Stimme gut ab, ist aber anfällig für Störgeräusche
Das Mikrofon des MH-670 bildet die Stimme gut ab, ist aber anfällig für Störgeräusche

Cooler Master MH670

Cooler Master MH-670 - Funk - Clean
Cooler Master MH-670 - Funk - Störgeräusche
Cooler Master MH-670 - Klinke - Clean
Cooler Master MH-670 - Klinke - Störgeräusche

SteelSeries Arctis 1 Wireless

SteelSeries Arctis 1 Wireless - Funk - Clean
SteelSeries Arctis 1 Wireless - Funk - Störgeräusche
SteelSeries Arctis 1 Wireless - Klinke - Clean
SteelSeries Arctis 1 Wireless - Klinke - Störgeräusche

SteelSeries Arctis 1

SteelSeries Arctis 1 - Clean
SteelSeries Arctis 1 - Störgeräusche

Corsair Virtuoso RGB Wireless

Corsair Virtuoso RGB Wireless SE - Funk - Clean
Corsair Virtuoso RGB Wireless SE - Funk - Störgeräusche
Corsair Virtuoso RGB Wireless SE - USB - Clean
Corsair Virtuoso RGB Wireless SE - USB - Störgeräusche
Corsair Virtuoso RGB Wireless SE - Klinke - Clean
Corsair Virtuoso RGB Wireless SE - Klinke - Störgeräusche

Logitech G935

Logitech G935 – Clean
Logitech G935 – Clean, Reduktion Störgeräusche
Logitech G935 – Störgeräusche
Logitech G935 – Störgeräusche, Reduktion Störgeräusche
Logitech G935 – Analog – Clean
Logitech G935 – Analog – Störgeräusche

HyperX Cloud Flight

HyperX Cloud Flight – Clean
HyperX Cloud Flight – Störgeräusche

Creative SXFI Air C

Creative SXFI Air C Clean
Creative SXFI Air C Störgeräusche
Creative SXFI Air C Klinke Clean
Creative SXFI Air C Klinke Störgeräusche

Razer Kraken

Razer Kraken – Clean
Razer Kraken – Störgeräusche

Lioncast LX55

Lioncast LX55 Clean
Lioncast LX55 Störgeräusche

Lioncast LX55 USB

Lioncast LX55 USB Clean
Lioncast LX55 USB Störgeräusche
Lioncast LX55 USB Analog Störgeräusche
Lioncast LX55 USB Analog Clean

Dass das Mikrofon aber zu mehr in der Lage ist, wird bei der analogen Verwendung deutlich. Hier steigt der Frequenzumfang hörbar, so dass die Stimme heller und luftiger klingt. Wäre hier nicht ebenso die Anfälligkeit für Störgeräusche, das Mikrofon würde eine recht gute Leistung abliefern. Dennoch ist die Stimme hierbei durch den größeren Anteil des Hochtonbereiches deutlicher zu verstehen.

Das Mikrofon des MH-670 bildet die Stimme gut ab, ist aber anfällig für Störgeräusche
Das Mikrofon des MH-670 bildet die Stimme gut ab, ist aber anfällig für Störgeräusche

Über eine aktive Filterung von Rauschen oder Störgeräuschen verfügt das MH670 nicht.

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