mATX-Platine mit AMD E2-6110: ASRock QC6000M setzt auf sechs Jahre alte Beema-APU

Frank Meyer 72 Kommentare
mATX-Platine mit AMD E2-6110: ASRock QC6000M setzt auf sechs Jahre alte Beema-APU
Bild: ASRock

Mit dem QC6000M stellt ASRock ein Mainboard vor, auf dem eine aus dem Jahr 2014 stammende AMD-APU der Generation „Beema“ verlötet ist. Die Platine unterstützt noch DDR3-RAM und lediglich PCI-Express 2.0. Derartige Kuriositäten gibt es immer wieder.

Lüfterlos gekühlte Beema-APU auf mATX-Mainboard

Das ASRock QC6000M setzt auf den Formfaktor Micro-ATX und wird ab Werk mit einer fest verlöteten AMD-APU des Typs E2-6110 bestückt. Erstmals darauf aufmerksam gemacht hat der Twitter-Nutzer momomo_us.

Die Kombination aus vier CPU-Kernen der Puma-Generation mit niedrigen Taktraten und einer Radeon-R2-GPU auf Basis der ersten GCN-Architektur zusammen auf einem Package hatte AMD Ende 2013 enthüllt und im April 2014 offiziell mit allen Facetten für Notebooks präsentiert. Die Technik ist also rund sechs Jahre alt.

ASRock QC6000M

Schon zum Marktstart war die APU kein Leistungswunder in der 15-Watt-Klasse und eher im Einstiegsegment von AMD angesiedelt. Auch die auf dem QC6000M über einen Aluminium-Kühler lüfterlos gekühlte APU kann nur mit älterem DDR3-RAM umgehen, der auf dem Mainboard in zwei DIMM-Slots mit bis zu 1.600 MHz und einer maximalen Kapazität von 32 GB unterstützt wird.

„Beema“-APUs für Notebooks
Modell Kerne CPU-Takt /
mit Turbo
L2 Grafik Shader max.
GPU-Takt
DDR3L TDP
A6-6310 4 2,0 / 2,4 GHz 2 MB Radeon R4 128 800 MHz 1866 15 W
A4-6210 4 1,80 / – GHz 2 MB Radeon R3 128 600 MHz 1600 15 W
E2-6110 4 1,50 / – GHz 2 MB Radeon R2 128 500 MHz 1600 15 W
E1-6010 2 1,35 / – GHz 1 MB Radeon R2 128 350 MHz 1333 10 W

Darüber hinaus verfügt das Mainboard lediglich über PCI-Express nach der Spezifikation 2.0. Nur vier Leitungen sind für den x16-Slot vorgesehen, was die maximale Übertragungsgeschwindigkeit deutlich reduziert. Die übrigen PCIe-2.0-Lanes teilen sich zwei PCIe-x1-Slots, ein LAN-Anschluss und zwei SATA-Ports. Für Displays sind ein HDMI- und ein VGA-Anschluss vorgesehen. Insgesamt sechs USB-Buchsen wie auch ein COM-Port sind am I/O-Panel verbaut.

Als Vorgänger des QC6000M hatte ASRock das Modell QC5000M Ende 2015 auf den Markt gebracht. Das nahezu identisch ausgestattete Mainboard wurde damals mit einer APU der Kabini-Serie aus dem Jahr 2013 bestückt, die eine integrierte Radeon HD 8330 als GPU mitbringt. Das war damals eine vergleichsweise aktuelle APU, wenngleich auch der auf dem QC5000M verlötete AMD A4-5000 in der 15-Watt-Klasse wenig Leistung bot, wie ein ausführlicher Test auf ComputerBase zeigte. Einen kompakteren Ableger im Formfaktor Mini-ITX hatte ASRock mit dem QC5000–ITX/WiFi bereits im Mai 2014 vorgestellt.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind weder der Preis noch ein Zeitpunkt für den Marktstart des QC6000M von ASRock verraten worden. Abnehmer sind in der Regel industrielle Kunden, die auch heute noch auf den Einsatz genau dieser Plattform angewiesen sind.

Update 19.03.2020 15:30 Uhr

Der Handel hat das ASRock QC6000M offenkundig – in homöopathischen Dosen – bereits im Zulauf, denn die ersten zwei Händler listen das Mainboard mittlerweile im ComputerBase-Preisvergleich. Vorbesteller zahlen rund 65 Euro und sollen die Lieferung innerhalb 3 bis 5 Werktagen erhalten.