MSI Optix MAG274R im Test: Fazit

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Frank Hüber 65 Kommentare

Der MSI Optix MAG274R wird im Handel schon ab 300 Euro gelistet. Für diesen Preis muss er sich direkt mit dem Samsung C27RG50 messen, der bei 27 Zoll und Full-HD-Auflösung ein VA-Panel mit 240 statt der 144 Hz des MSI-Monitors bietet. Im direkten Vergleich bietet der MAG274R nicht nur den deutlich besseren und vielseitigeren Standfuß, sondern darüber hinaus auch das schnellere Display mit deutlich niedrigerem Input-Lag und einer besseren Homogenität bei der Helligkeitsverteilung. Die Farbtreue ist dafür etwas schlechter und der Samsung-Kontrahent kann die höhere Bildwiederholrate für sich verbuchen. Dass 240 Hz auch bei einem IPS-Panel nicht unmöglich sind, hat zudem ViewSonic mit dem XG270 im Testfeld bewiesen. Der Konkurrent ist im Vergleich mit dem MSI Optix MAG274R der insgesamt bessere Monitor, mit rund 550 Euro aber auch deutlich teurer und deshalb keine direkte Alternative, wenn der Preis ebenfalls berücksichtigt wird.

Wer für eine möglichst hohe Framerate in Spielen mit einem Full-HD-Monitor liebäugelt, erhält mit dem MSI Optix MAG274R in Summe ein gutes Modell, das sich in keinem Punkt durch eine eklatante Schwäche disqualifiziert. Bei der Homogenität und Farbtreue sind dabei kleinere Abstriche zu machen.

Grundsätzlich sollten Interessenten überlegen, ob bei den Kompromissen, die durch die Auflösung eingegangen werden, nicht zu einem Modell mit 240 Hz gegriffen wird. Der Aufpreis hierfür liegt jedoch bei mindestens 100 Euro, wenn es ein Monitor mit IPS-Panel sein soll. Der LG UltraGear 27GN750 ist für rund 400 Euro das günstigere Modell mit 27 Zoll, Full HD, IPS und 240 Hz.

Die Helligkeit des Displays fällt mit 400 cd/m² deutlich höher aus als die von MSI versprochenen 300 cd/m². Der Kontrast liegt im IPS-typischen Rahmen, wobei die Schwarzwerte mit Ausnahme von zwei hellen Ecken durchaus überzeugend sind. Die HDR-Unterstützung des MSI Optix MAG274R ist eine nette Zugabe, von der man sich aber keine HDR-Effekte wie bei aktuellen Fernsehern erhoffen darf, da hierfür die Helligkeit des Displays zu gering ist.

RGB und Software überzeugen

Erneut überzeugend umgesetzt hat MSI die RGB-Ambiente-Beleuchtung Mystic Light, die allerdings nur in dunklen Umgebungen sichtbar in Erscheinung tritt. Sie ist über das OSD kaum konfigurierbar, doch bietet die MSI-Gaming-OSD-Software sehr viele Einstellungsmöglichkeiten und ist sehr gut umgesetzt. Das OSD selbst und dessen Steuerung über einen Fünf-Wege-Joystick sind ebenso gelungen wie der separate Power-Knopf, so dass nicht immer erst der Joystick und das OSD genutzt werden müssen, um im Menü das Ausschalten zu wählen, wie es manche Konkurrenten handhaben.

MSI Optix MAG274R
MSI Optix MAG274R
MSI Optix MAG274R
MSI Optix MAG274R

Sehr guter Standfuß, USB-C mit Einschränkungen

Während der Standfuß des MSI-Monitors auf ganzer Linie überzeugt und alle Ergonomie-Funktionen bietet, ist der USB-C-Anschluss erneut in erster Linie ein alternativer Videoeingang. Denn MSI erlaubt zwar das Aufladen angeschlossener Peripherie, aber nur mit maximal 15 Watt, so dass die meisten Notebooks nicht ausreichend versorgt werden. Daten können zudem nicht über USB-C übertragen werden, so dass der Monitor nicht als Docking-Station für das Notebook genutzt werden kann. Dies wäre ein deutlicher Zugewinn, mit dem sich der Proband von anderen Gaming-Exemplaren hätte absetzen können.

ComputerBase hat den Optix MAG274R leihweise von MSI zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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