Synology DS420+ im Test: Übertragungsraten und USB-Backup

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Frank Hüber 156 Kommentare

Im Folgenden sind die Testergebnisse der Synology DS420+ in verschiedene Untergruppen gegliedert. Die Lese- und Schreibgeschwindigkeit werden dabei im RAID-5-Festplattenverbund getestet. Neben einer unverschlüsselten Übertragung wird auch der Transfer mit aktivierter AES-256-Verschlüsselung geprüft. Darüber hinaus wird die Geschwindigkeit bei Nutzung von Link Aggregation ermittelt, wenn mehrere Clients gleichzeitig auf das NAS zugreifen.

Die Lautstärke und die Leistungsaufnahme werden ebenso wie das Preis-Geschwindigkeits-Verhältnis des NAS gesondert behandelt. Die einzelnen Ergebnisse jeder Kategorie können via Schaltflächen über den Diagrammen durchgeschaltet werden. Die Einzelheiten zur Testmethodik, die den Ergebnissen zugrunde liegt, sind in einem gesonderten Artikel „So testet ComputerBase NAS-Systeme“ zusammengefasst.

Dateitransfer

Die DS420+ agiert bei der Nutzung einer einzelnen Netzwerkschnittstelle an deren Übertragungslimit. Relevante Leistungsunterschiede gibt es bei der Übertragung großer Dateien selbst zwischen Einstiegsgeräten und leistungsfähigeren Modellen nicht mehr.

Bei der Übertragung des 15 GB großen Ordners mit fast 4.000 Dateien kann sich die DS420+ beim Schreiben minimal von der DS918+ absetzen. Alle Systeme liegen aber auch hier eng beieinander.

In Intels NASPT zeigt die DS420+ keine Auffälligkeiten und liegt auf dem Niveau der anderen NAS-Systeme. Ausreißer zeigen sich weder nach unten noch nach oben.

Verschlüsselung

Der Intel Celeron J4025 in der DS420+ bietet die AES-NI-Technologie, so dass die Verschlüsselung auf dem NAS hardwarebeschleunigt wird. Auf das Lesen und Schreiben einer einzelnen großen Datei hat die Aktivierung der AES-256-Verschlüsselung keine negativen Auswirkungen. Bei der Übertragung eines großen Ordners mit vielen Dateien ist erneut ein leichter Rückgang der Übertragungsgeschwindigkeit zu verzeichnen, der aber so gering ist, dass die Verschlüsselung auch im Alltag problemlos genutzt werden kann.

Die zwei Netzwerkschnittstellen der DS420+ können per Link Aggregation gebündelt werden, was die Übertragungsgeschwindigkeit beim Zugriff mehrerer Clients deutlich verbessern kann.

Beim Schreiben einer einzelnen großen Datei verdoppelt sich die Transferrate in etwa, so dass die DS420+ erneut am Schnittstellenlimit agiert. Bei vielen Dateien ist der Zugewinn ebenfalls deutlich, kann sich beim Lesen vom NAS aber nicht ganz verdoppeln, da hier vor allem die Zugriffe der Festplatten limitieren.

USB-Backup

Anders als die Synology DS720+ (Test) kann sich die DS420+ beim Dateitransfer über USB nicht nur im Vergleich zum Vorgänger, sondern auch zur DS918+ verbessern. Mit Zeiten von 2:25 und 2:42 Minuten platziert sie sich vorne im Testfeld und schiebt sich zwischen die in dieser Hinsicht schnellen QNAP-Systeme.

Backup über USB 3.0
Einheit: Minuten, Sekunden
  • Schreibgeschwindigkeit (25 GB):
    • QNAP TS-251D
      2:21
    • Synology DS420+
      2:25
    • QNAP TS-328
      2:27
    • Synology DS1618+
      2:41
    • Synology DS918+
      2:42
    • Synology DS718+
      2:50
    • Synology DS218+
      2:51
    • QNAP TS‑253B-8G
      2:53
    • Synology DS720+
      3:29
    • Synology DS218play
      3:33
    • Synology DS420j
      3:43
    • Synology DS218
      3:45
    • Synology DS220j
      4:07
    • Synology DS218j
      4:20
    • Synology DS216j
      5:25
  • Lesegeschwindigkeit (25 GB):
    • QNAP TS-328
      2:31
    • Synology DS218+
      2:38
    • Synology DS420+
      2:42
    • QNAP TS-251D
      2:49
    • Synology DS718+
      2:50
    • Synology DS1618+
      2:59
    • Synology DS918+
      2:59
    • QNAP TS‑253B-8G
      3:00
    • Synology DS218play
      3:28
    • Synology DS218
      3:30
    • Synology DS220j
      3:38
    • Synology DS420j
      3:42
    • Synology DS720+
      3:46
    • Synology DS218j
      4:14
    • Synology DS216j
      4:50

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