Quartalsbericht: Amazon profitiert mehr als Facebook und Google

Volker Rißka 42 Kommentare
Quartalsbericht: Amazon profitiert mehr als Facebook und Google
Bild: Amazon

In den Zeiten des Coronavirus gibt es nicht nur wirtschaftliche Verlierer, einige Konzerne sind starke Gewinner. Allen voran geht natürlich Shopping-Riese Amazon, der Nettogewinn verdoppelt sich auf 5,2 Milliarden US-Dollar. Gleiches gilt auch für Facebook, deren Gewinn explodierte. Nur Google-Mutter Alphabet tut sich schwer.

Google kämpft mit der Werbung

Der Umsatz beim Google-Mutterkonzern Alphabet ging zwar nur um zwei Prozent auf 38,3 Milliarden US-Dollar zurück, doch der Nettogewinn schrumpfte deutlich von zehn Milliarden US-Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres auf nun noch sieben Milliarden US-Dollar. Vor allem das Anzeigengeschäft ging zurück, während Ausgaben auch für neue Mitarbeiter stiegen. Denn beachtlich: Binnen eines Jahres wurden bei Google und Co. 20.000 neue Mitarbeiter eingestellt, mehr als 127.000 arbeiten nun im Alphabet-Konzern.

Facebook schließt über den Erwartungen ab

Neue Mitarbeiter sind auch bei Facebook ein gutes Stichwort, der Konzern selbst beschäftigt nun über 52.000 Angestellte, ein Plus von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zehn Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr sind zwar nicht mehr so viel wie zu früheren Zeiten, doch der Gewinnanstieg um 98 Prozent durch einen deutlich geringeren Steuersatz als vor einem Jahr markiert einen Rekordwert. Sowohl bei den täglichen und monatlichen Nutzern kam Facebook mit einem Plus von 12 bis 15 Prozent über den Erwartungen heraus, auch zehn Prozent höhere Erlöse durch Werbung waren laut Quartalsbericht (PDF) mehr als prognostiziert. Nachbörslich ging es für Facebooks Aktie fast sieben Prozent nach oben.

Amazon profitiert stark von der Coronakrise

Über allem thront jedoch Amazon. Auch hier gibt es laut Quartalsbericht (PDF) ein Plus von 34 Prozent bei den Angestellten, fast 877.000 Mitarbeiter hat der Branchenriese nun. 175.000 kamen erst seit März dieses Jahres dazu, 125.000 sollen im Laufe der Zeit fest angestellte Kräfte werden – ein stetiger Kritikpunkt bei Amazon. Zusammen sorgen alle für ein Umsatzplus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 89 Milliarden US-Dollar, der Gewinn verdoppelte sich auf 5,2 Milliarden US-Dollar. Und der Ausblick bleibt rosig, auch das dritte Quartal soll mit deutlichen Umsatzsteigerungen wieder rekordverdächtig ausfallen.