M.O.J.O M1: Mad Catz steckt neue Taster in ein leichtes Mausskelett

Fabian Vecellio del Monego
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M.O.J.O M1: Mad Catz steckt neue Taster in ein leichtes Mausskelett
Bild: Mad Catz

Mit der M.O.J.O M1 will sich Mad Catz im Metier der superleichten Shooter-Mäuse behaupten. Anstelle der oftmals anzutreffenden Löcher im Gehäuse setzt das Eingabegerät jedoch von vornherein nur auf eine Skelettbauweise. Mit an Bord sind neue, eigens entwickelte Schalter und die obligatorische RGB-Beleuchtung.

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Leicht mit Palm-Grip-Eignung

Mit einem Gewicht von rund 70 Gramm positioniert sich Mad Catz' neueste Maus direkt im Mittelfeld derzeitiger Shooter-Mäuse, nur deutlich kleinere Mäuse sind noch einmal deutlich leichter. Überraschend ist derweil, dass der Hersteller die M1 für Claw- und Palm-Grip-Spieler bewirbt – eigentlich richten sich die meisten superleichten Mäuse an Fingertip-Grip-Nutzer, die auf das geringe Gewicht besonders angewiesen sind. Die Mojo M1 weicht davon aber bereits auf den ersten Blick durch eine linksseitige Daumenauflage ab.

Die zahlreichen Öffnungen an den Flanken sind überdies so groß, dass einzelne Fingerkuppen kaum sicheren Halt finden können – in direkter Konkurrenz mit populären Modellen wie beispielsweise Glorious' Model O (Test), Razers Viper (Test) oder Endgame Gears XM1 (Test) steht die Mojo M1 also nicht unbedingt, da die Eignung für einen reinen Fingertip-Grip anzuzweifeln ist. Als leichte Palm-Grip-Maus muss sie sich wiederum mit Glorious' Model D (Test) messen.

Neue Schalter und RGB-LEDs im Inneren

Zumindest laut Mad Catz überlegen ist die Mojo M1 eben jener Konkurrenz bei den Schaltern. Anstelle der häufig verwendeten Omron-Taster setzt der Hersteller auf eine Eigenkreation namens Dakota. Beworben wird dabei wie üblich eine geringere Verzögerung von konkret 2 Millisekunden, in der Praxis deutlich relevanter ist aber potentiell der bessere Schutz vor ungewollten Doppelklicks, die bei klassischen Mausschaltern nach einiger Zeit häufig durch Korrosion oder Verschmutzungen an den Kontakten auftreten können.

Zahlreiche Maus-Hersteller bemühen sich daher in den letzten Jahren um Lösungen, die beispielsweise in hochwertigeren Tastern, analoger Signalverarbeitung oder optischer Signalgebung resultieren. Mad Catz will das normalerweise nötige Entprellen derweil durch zwei Kontaktpunkte umgehen – ein Ansatz, der zuvor bereits in ähnlicher Form bei der Zaunkoenig M1K (Test) erfolgreich umgesetzt wurde.

Bewährte Sensorik und weitere Standardkost

Als Sensor setzt die Mojo M1 auf PixArts optischen PMW-3360. Der altbekannte Sensor kommt bereits seit Jahren zum Einsatz und bietet nach wie vor erstklassige Präzision. Ein flexibel umwickeltes Kabel gehört ebenso zum Quasi-Standard moderner Shooter-Mäuse, gleiches gilt mehr oder minder für eine RGB-Beleuchtung, die bei der neuen Maus durch LEDs im Inneren des Mausrückens realisiert wird. Nicht bekannt sind derweil Informationen zu den Gleitfüßen oder einer zugehörigen Software.

Zu unbekanntem Preis ab Monatsende verfügbar

Laut Mad Catz soll die M.O.J.O M1 ab Ende November 2020 verfügbar sein. Eine unverbindliche Preisempfehlung hat der Hersteller noch nicht genannt.

Mad Catz M.O.J.O M1
Ergonomie: Rechtshändig
Sensor: PixArt PMW-3360
Optisch
Auflösung: 200–12.000 CPI
5 Stufen
Geschwindigkeit: 6,3 m/s
Beschleunigung: 490 m/s²
USB-Abfragerate: 1.000 Hz
Primärtaster: Mad Catz Dakota, 60 mio. Klicks
Anzahl Tasten: 6
Oberseite: 4
Linksseitig: 2
Sondertasten: Mausrad
cpi-Umschalter
Software:
Beleuchtung: Farbe: RGB
Modi: Atmend, Wellen, Farbschleife
Gehäuse: 120 × 79 × 39 mm
Hartplastik, Beschichtung
Gewicht: 70 Gramm (o. Kabel)
Anschluss: USB-A-Kabel, 1,80 m, umwickelt
Preis: